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Konzert

29.06.2018

Ein Stelldichein der Horn-Elite

Benjamin Liebhäuser liebt die Musik und das Horn, das im Mittelpunkt eines Herbstkonzerts in Friedberg steht. 
Bild: Benjamin Ganzenmüller

Benjamin Liebhäuser bringt Solisten der Spitzenorchester für einen Auftritt in Friedberg zusammen.

Es begann vor 18 Jahren mit einem Wochenende in einer kleinen Wanderhütte auf der Schwäbischen Alb. Dort traf sich der Friedberger Benjamin Liebhäuser mit seinen Freunden, um gemeinsam Musik zu machen und Spaß zu haben. Inzwischen ist daraus der „Hornkarneval“ geworden, zu dem sich alljährlich an die 150 Musikerinnen und Musiker aus zehn Ländern auf Burg Schwaneck bei München treffen, um Workshops zu besuchen und Konzerte zu geben.

Das Festival ist ein großer Erfolg – „aber die Nestwärme fehlt“, sagt Liebhäuser: „Der persönliche Kontakt ist nicht mehr so intensiv.“ Darum geht es heuer zurück zu den Ursprüngen: In kleinerem Kreis kommen die Blechbläser wieder in ihrer Hütte zusammen und geben anschließend ein Konzert in Liebhäusers Heimatstadt: Von Händels Barockoper „Rinaldo“ über den triumphmarsch aus Verdis Aida bis zu „More than Words“ der Rockband Extreme reicht der musikalische Bogen, den sie am Sonntag, 28. Oktober, mit ihren Hörnern in der Stadtpfarrkirche St. Jakob spannen. Alle Stücke wurden exklusiv für die Hörner arrangiert.

Der Name Liebhäuser ist in Musikerkreisen der Region wohlbekannt: 42 Jahre lang war die Mutter Monika Organistin, Chorleiterin und Orchesterdirigentin in St. Pankratius in Lechhausen. Auch daheim in Wulfertshausen spielte die Musik eine große Rolle. Schon im Alter von zehn Jahren erhielt Benjamin Liebhäuser seinen ersten Hornunterricht, mit 13 wechselte er auf das Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium. Auch wenn es ihn beruflich in eine ganz andere Richtung zog – der 43-Jährige ist kaufmännischer Geschäftsführer eines Berliner Sachbuchverlags – so musizierte er doch bereits mit internationalen Größen wie Martha Mödl oder Dimitri Ashkenazy.

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Seine guten Kontakte sorgen auch dafür, dass Solisten von führenden Orchestern als Dozenten auf die Schwäbische Alb kommen und auch beim Konzert in Friedberg zu hören sind: Paolo Mendes von den Berliner Philharmonikern, Carsten Duffin vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Ozan Çakar vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Pascal Deuber vom Philharmonischen Staatsorchester Hamburg und Luise Bruch vom ORF Radio Symphonieorchester Wien spielen als Quintett und treten gemeinsam mit ambitionierten Laien in wechselnden Formationen auf. Im Großen Hornensemble finden sich 55 Musikerinnen und Musiker unter dem Dirigat von Andreas Thon. Neben ihm sind zwei weitere Friedberger mit von der Partie: Stefan Dietze und Maximilian Fürst. „Uns alle eint die Liebe zum Horn und zur Musik“, sagt Benjamin Liebhäuser, der auch die Moderation des Konzerts übernimmt.

Um die Teilnahme an diesem Projekt gab es ein regelrechtes Wettrennen, freut sich der Initiator. In einer Rundmail informierte er vor einiger Zeit seine Freunde über seine Plänen, die gemeinsamen Hüttenwochenende wieder aufleben zu lassen. Wer macht mit? Binnen 90 Sekunden waren alle Plätze belegt. Vom 26. bis 29. Oktober wird gemeinsam musiziert, gelacht, gegessen und getrunken. Und an dieser Wiedersehensfreude soll auch das Friedberger Publikum Anteil nehmen, wünscht sich Liebhäuser.

Termin Das Konzert findet am Samstag, 28. Oktober, um 16 Uhr in St. Jakob in Friedberg statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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