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Kultur

18.01.2019

Eine Künstlerfamilie und das Schloss

Bilder von Thomas Weil hängen als Leihgaben im Großen Saal des Friedberger Schlosses (oben). Thomas Weils Vorfahre Albrecht Adam fertigte 1804 diese Zeichnung vom Wittelsbacher Schloss in Friedberg an. 
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Bilder von Thomas Weil hängen als Leihgaben im Großen Saal des Friedberger Schlosses (oben). Thomas Weils Vorfahre Albrecht Adam fertigte 1804 diese Zeichnung vom Wittelsbacher Schloss in Friedberg an. 

Thomas Weil hat Bilder für den Saal zur Verfügung gestellt. Damit schließt sich ein Kreis

Wenn das Publikum in den Großen Saal des Schlosses kommt, sind zwischen all dem Holz und Balken vier Bilder ein Hingucker. Diese Werke sind Leihgaben von Thomas Weil. Der Architekt, Designer und Künstler, der in Rinnenthal lebt, hat sich auf den Bildern der Thematik Ornamente gewidmet. In gewisser Weise schließt sich so ein Kreis. Denn Weil ist nicht der Erste in seiner Familie, der Kunst und Wittelsbacher Schloss zusammenbringt.

„Die Legitimation, Künstler und kreativ zu sein, wurzelt tief in meiner Herkunft“, erzählt Thomas Weil. Angefangen hat alles mit dem Schlachtenmaler Albrecht Adam aus Nördlingen. Weil stammt aus dieser Künstlerfamilie, die sich bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Seine Vorfahren waren Maler, Kupferstecher und Architekten. Sein Vater war der Maler Professor Ernst Weil; seine Mutter Annemarie, geborene Adam, Bildhauerin. Kaum eine andere Künstlerfamilie war derart vielfältig und stetig mit dem künstlerischen Leben der bayerischen Hauptstadt verflochten wie die Adams. Zur sechsten Künstlergeneration gehört der 1944 geborene Thomas Weil. Schon im Alter von 15 Jahren begann er Material über gegenstandsfreie Kunst zu sammeln, studierte Architektur und widmete seine Leidenschaft dem Ornament und befasst sich heute intensiv mit dem floralen Ornament.

Weils Vorfahre Albrecht Adam, genannt der Schlachtenmaler, reiste viel. Er malte außer Gefechten Landschaften und fertigte viele Zeichnungen an, unter anderem vom Wittelsbacher Schloss in Friedberg im Jahr 1804. So schließt sich der Kreis einer Künstlerdynastie.

Die Bilder im Großen Saal von Thomas Weil spiegeln die Beschäftigung mit dem Ornament wieder. Die Werke sind voller Lebendigkeit und Vielfalt. Und demnächst werden noch weitere Werke Weils in dem historischen Bau zu sehen sein.

Im Frühjahr 2019 ist die Wiedereröffnung des Museums geplant. Es ist im Zuge der Sanierung in den Südflügel umgezogen. Ein Schwerpunkt der Präsentationen liegt auf den international bedeutsamen Uhren, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert in Friedberg produziert wurden. Dafür legt Thomas Weil zeichnerisch das Innenleben einiger Uhren frei.

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