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Mering

06.10.2016

Erste Schritte in der Tanzwelt der Profis

Anna Zesakes war begeistert von der besonderen Chance, das sie am Volkstheater Rostock bekamen.
Bild: Natalie Brockmann

Zwei Ballettschülerinnen aus Mering bekommen einen Einblick in das Volkstheater Rostock. Wie sie diese ungewöhnliche Chance erhielten.

Federleicht und lächelnd, scheinbar mühelos über die Tanzfläche schweben. Das ist der Arbeitsalltag, den Tänzer absolvieren. Dahinter steckt knochenharte Arbeit und jahrelanges Training. Eine die es geschafft hat, ist Natalie Brockmann, die aus Mering stammt und seit 2015 als künstlerische Assistentin am Volkstheater Rostock arbeitet, wo sie 2009 als Tänzerin begann.

Immer noch freundschaftlich ist sie mit ihrer Mentorin Emma Reitmair und ihrer Kollegin Anna Mayr vom Tanzpunkt Mering verbunden. Bei Emma Reitmair lernte sie ihre ersten Tanzschritte, mit Anna Mayrs moderner Choreografie gewann sie 2004 den Kunstförderpreis der Stadt Augsburg.

Nachwuchsförderung ist Brockmann wichtig

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Brockmann ist um die Nachwuchsförderung bemüht. Vor Kurzem kam sie von einem ihrer vielen Workshops aus Sibirien zurück. Alle drei wissen aus Erfahrung: Kontakte sind Gold wert. Das gilt überall im Arbeitsleben, aber besonders in der kleinen Tanzwelt. Zwei sehr begabten und talentierten Schülerinnen aus Mering konnte Anna Mayr nun mit der Unterstützung von Natalie Brockmann und Katja Taranu, der Compagniechefin des Volkstheaters Rostock, einen kleinen Traum verwirklichen. Eine Woche lang durften die 18-jährige Anna Zesakes und die 16 Jahre alte Mirjam Motzke mit den Profis der Compagnie trainieren.

„Wer so engagiert und fleißig arbeitet, soll dafür auch belohnt werden.“, freut sich Anna Mayr für die beiden. „Das Training ist die eine Sache, aber die Arbeit am Theater ist noch einmal eine völlig andere Welt.“ Begeistert berichten die beiden Mädchen von ihrer Woche am Theater. Der zweite Assistent Daniele Varallo, der auch als aktiver Tänzer tätig ist, nahm sich viel Zeit für Anna und Mirjam und so durften die beiden neben Trainingstagen mit dem Ensemble auch Bühnenproben hautnah erleben. „Am Mittwoch hatten wir das erste Mal Training mit Katja, der Compagniechefin, und wir waren erst mal total verwirrt“, geben sie lachend zu. Aber die ersten Unsicherheiten legten sich rasch. Nicht zuletzt wegen dem Engagement und der Hilfsbereitschaft der Tänzer, die halfen, Fehler gleich zu korrigieren.

Überstunden für die Mädchen aus Mering

Auch Anna Mayr ist begeistert von der freundlichen Aufnahme: „Das geht alles von ihrer privaten Zeit ab. Da haben die Tänzer freiwillig ordentlich Überstunden gemacht.“ Am meisten hat Mirjam Motzke und Anna Zesakes jedoch beeindruckt, als sie Natalie Brockmann mit in die Maske und Schneiderei nahm und sie hinterher bei den Proben Partnering üben durften. Im modernen Ballet als Pas de deux bekannt, ist dieses Duett einer Tänzerin und eines Tänzers meist der Höhepunkt eines Balletts.

„Die Woche war so schön, wir haben so viel mitgenommen und so viel gelernt!“, schwärmen Anna und Mirjam. „Wir wollen unbedingt bald wieder kommen!“ Die Chancen dafür stehen ziemlich gut: „Chefin Katja Taranu hat uns das sogar angeboten!“

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