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18.06.2020

Flagge mit dem Regenbogen wird gehisst

Kissing unterstützt Lesben und Schwule

Die Grünen haben im Gemeinderat angeregt, dass Kissing sich an der Aktion „Global Digital Pride“ beteiligt. Dazu soll am Samstag, 27. Juni, am Rathaus als Zeichen der Solidarität mit der Lesben-Schwulen-Bisexuellen- und Transgender-Bewegung eine Regenbogenflagge gehisst werden.

Hintergrund ist, dass wegen der Coronakrise in diesem Jahr weltweit nahezu alle Christopher Street Days ausfallen. An diesem Tag wird für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstriert. Katrin Müllegger-Steiger von den Grünen schreibt in einem Brief an den Gemeinderat, dass durch den Ausfall des Christopher Street Days die „Sichtbarkeit für queere Menschen“ ihren wichtigsten Faktor verliere. „Vielen ehrenamtlich tätigen Vereinen im Bereich der Beratung, Selbsthilfe, Gewaltprävention und Aufklärung fallen grundlegende Finanzen weg – ihre teils lebenswichtige Arbeit ist im Fortbestand extrem gefährdet.“ Die Sichtbarkeit von queeren Menschen sei zur Schaffung von Akzeptanz und zum Abbau von Vorurteilen maßgeblich.

In der Sitzung erklärte Müllegger-Steiger, dass sich viele Kommunen in der Nachbarschaft beteiligten. In Friedberg und Mering werde beispielsweise die Regenbogenflagge gehisst. Sie wundere sich, warum der Kissinger Gemeinderat überhaupt einen Beschluss fassen müsse. Bürgermeister Reinhard Gürtner antwortete: „Sie haben ja einen Antrag gestellt.“ Er unterstützte das Vorhaben aber. Michael Eder von der CSU fragte: „Wer wird die Flagge bezahlen?“ Aus den Reihen der Grünen hieß es, dass die Gemeinde dafür zuständig sei. Der geschäftsleitende Beamte Hubert Geiger sagte: „Ich habe eine Flagge für 107 Euro gefunden.“ Letztlich entschied der Gemeinderat einstimmig, die Flagge an dem Samstag hissen zu lassen.

Die Gemeinde Kissing unterstützt die Ambulante Kranken- und Altenpflege Mering in diesem Jahr mit einem Zuschuss von rund 14000 Euro. (schr-)

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