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Stadtentwicklung

18.02.2016

Flüchtlinge lassen Friedberg wachsen

So viel Zuwachs wie seit Langem nicht mehr gab es 2015 im Friedberger Krankenhaus. (Archivbild)
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So viel Zuwachs wie seit Langem nicht mehr gab es 2015 im Friedberger Krankenhaus. (Archivbild)
Bild: Andreas Schmidt

 Ob bei freudigen oder traurigen Anlässen – fast überall geht es voran. Bürgerbüro meldet so viele Geburten, Hochzeiten und Todesfälle wie seit Langem nicht mehr.

Schneller als erwartet, verspricht Friedberg jetzt eine 30000-Einwohner-Stadt zu werden. Dazu fehlten gestern gerade einmal 230 Bürger. Im gesamten vergangenen Jahr ist Friedberg um etwa 250 Einwohner auf 29700 zum Jahresende gewachsen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Friedberger Bürgerbüros hervor. Dessen Leiter Hans-Jürgen Trinkl führt den Anstieg insbesondere auf Asylbewerber zurück. Aber nicht ausschließlich. „Es sind auch viele Deutsche zugezogen“, verweist Trinkl zum Beispiel auf den inzwischen bezogenen Wohnblock der Baugenossenschaft an der Wiffertshauser Straße. Setzt sich der Trend des vergangenen Jahres fort, dürfte die seit Langem angepeilte Schallmauer der 30000 Einwohner spätestens im nächsten Jahr durchbrochen werden.

Insgesamt betrachtet vermeldet das Bürgerbüro einen Wachstumskurs in vielen Bereichen.

Geburten Für das Jahr 2014 konnte sich Trinkl einen Einbruch bei den Friedberger Geburtenzahlen nicht recht erklären. Doch die Delle von damals ist 2015 wieder ausgemerzt worden. In Friedberg kamen im Vorjahr 614 Babys auf die Welt. Einen solchen Geburtenboom gab es in Friedberg zuletzt in den 1990er-Jahren. Drei der Neugeborenen sind zu Hause auf die Welt gekommen.

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Vornamen Einen neuen Spitzenreiter bei den beliebtesten Vornamen gibt es bei den Buben. 16 Babys wurden Maximilian genannt. Ein Vorname, der im Jahr davor nicht einmal im Spitzentrio vertreten war. Alexander (13-mal) und Jakob (zehnmal) sind dafür jeweils eine Position nach hinten gerutscht. Bei den Mädchen haben Maria (27) und Sophie (19) in verschiedenen Schreibweisen ihre Spitzenpositionen behauptet.

Eheschließungen In Friedberg haben sich im Vorjahr 245 Paare „getraut“ – so viele wie seit Langem nicht mehr. Bürgerbüroleiter Trinkl vermutet: „Heiraten ist wieder modern.“ Gut angenommen wurde wieder die Möglichkeit, am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag zu heiraten. „Wir können uns vor Anfragen kaum retten“, sagt Trinkl. Darum kommen am Wochenende nur Friedberger Paare zum Zuge. In diesem Jahr besteht während des Altstadtfestes im Juli wieder die Möglichkeit, sich im historischen Gewand das Jawort zu geben.

Sterbefälle Neben freudigen Ereignissen hatten auch traurige Hochkonjunktur im vergangenen Jahr. Die 426 Sterbefälle (2014: 362) sind so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Da wirken sich laut Trinkl ein steigender Altersdurchschnitt und die vielen Seniorenheime aus.

Kirchenaustritte Aus ihren Kirchen haben sich im Vorjahr 231 Friedberger verabschiedet – weniger als 2014, als das Bürgerbüro 261 Kirchenaustritte verzeichnete.

Ausländeranteil Deutlich angestiegen ist die Zahl der in Friedberg lebenden Ausländer auf 2223 zum Jahreswechsel (2014: 1900) Damit hat sich der Ausländeranteil unter den Friedbergern auf 7,5 Prozent erhöht. Dies liegt vor allem an Asylbewerben. Die Zahl der Ausländer aus dem Nahen Osten und aus Asien hat sich auf 369 Personen (2014: 180) mehr als verdoppelt. Einen deutlichen Anstieg gab es aber auch bei den 934 EU-Bürgern (2014: 838), die in Friedberg wohnen. Bürgerbüroleiter Trinkl führt dies insbesondere auf einen Zuzug aus Rumänien zurück.

Gewerbe In diesem Bereich fällt auf, dass mit 23 Gaststättenerlaubnissen (2014: 7) außergewöhnlich viele erteilt worden sind. Dies liegt aber nicht nur daran, dass sich die Gastronomie in Friedberg stark wandelt, sondern auch daran, dass eine Neuregelung genutzt wurde. So erteilte das Bürgerbüro Gaststätten-Dauererlaubnisse für regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen. Dies nutzten beispielsweise Fieranten des Friedberger Advent-Markts.

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