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Mering

07.11.2017

Freie Bahn für das Meringer Sportheim

So soll das neue Meringer Sportheim dann einmal aussehen, aber davor gibt es noch einige Hürden für den MSV zu nehmen.
Bild: Architekturbüro Alen Jasarevic

 Der Weg für das neue Gebäude mit Gymnastikraum und Bistro ist geebnet, doch so einfach gelangt der  Sportverein Mering  noch nicht ans Ziel

 „Jetzt können wir bauen“, freuten sich am Montagabend die zahlreich erschienenen Mitglieder des Sportvereins Mering (MSV), nachdem der Bauausschuss den Bauantrag für das neue Sportheim einstimmig durchgewunken hatte. Doch bevor es zur Grundsteinlegung kommt, gibt es für die Verantwortlichen noch einige Hürden zu überwinden.

CSU-Fraktionsvorsitzender und MSV-Vorsitzender Georg Resch hielt sich in der Diskussion zurück und ließ stattdessen den Planer Alen Jasarevic sprechen. Der Meringer Architekt stellte das Projekt vor und ging auf die Fragen der Marktgemeinderäte ein.

Auf dem Sportgelände an der Tratteilstraße soll ein 62,5 Meter langes und 15 Meter breites Gebäude entstehen, das zwischen der bestehenden Tribüne und der ehemaligen Sportgaststätte platziert wird. Es ist mit zwei Etagen geplant, die neben Umkleiden, Duschen, Büros und behindertengerechten Sanitäranlagen auch einen Gymnastiksaal sowie ein Bistro enthalten. Da auch die Garagen abgebrochen werden sollen, ist ein Nebengebäude mit Abstellmöglichkeiten für Sportgeräte an dieser Stelle geplant. Hier wird zudem das Dach soweit vorgezogen, dass Fahrräder im Trockenen stehen können, erläuterte Alen Jasarevic. 3,65 Millionen Euro, so die vorläufigen Kostenrechnungen, werden für das Vorhaben fällig. Davon übernimmt die Gemeinde mit 2,7 Millionen den größten Anteil, den Rest finanziert der Bauherr, der MSV aus Eigenmitteln und Zuschüssen des Bayerischen Landessportverbands (zirka 600000 Euro).

Alte Sportgaststätte wird abgerissen

Erst wenn das neue Sportheim steht, bedeutet das auch das Aus für die Sportgaststätte. Sie soll abgerissen werden und Stellplätzen sowie der Erweiterung der Kindertagesstätte „Farbkleckse“ Platz machen.

Soweit der Plan, doch einer Umsetzung steht noch ein Vertrag aus dem Jahr 1970 im Weg und den der MSV nicht einfach aufgeben möchte. Er wurde damals geschlossen, als der Sportverein sein Sportgelände an den Markt Mering übergab und vor mehr als 40 Jahren auf das Gelände an der Tratteilstraße zog. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte Georg Resch den Inhalt des Notarvertrags: „Die Gemeinde Mering verpflichtet sich, die künftigen gemeindlichen Sportanlagen dem Sportverein Mering in der Weise zur Benützung zu überlassen, dass der volle Spiel- und Trainingsbetrieb des Vereins gewährleistet ist.“ Weiter heißt es: „Die Benützung der Sportanlagen wird dem Verein unentgeltlich gestattet.“

Notarvertrag soll konkretisiert werden

Bürgermeister Hans-Dieter Kandler machte deutlich, dass er zwar an diesem Notarvertrag nicht rütteln werde, ihn aber konkretisieren wolle. „Dieser Unendlichkeitsparagraf muss ein Ende haben“, sagte er. Das wolle er im Zuge eines Bau- und Überlassungsvertrages regeln, der zwischen der Marktgemeinde und dem MSV noch geschlossen werden müsse.

Der MSV hat bereits den vierten Entwurf dieses Vertrages in Abstimmung mit dem BLSV erarbeitet. „Nun liegt er bei der Verwaltung und schon bald soll es einen fünften Entwurf geben, der mir aber noch nicht vorliegt“, erklärt Resch. Ob es einen modifizierten Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Sportverein geben soll, das will Resch nicht alleine entscheiden. „Dazu wird es eine Mitgliederversammlung geben“, erläutert Resch das weitere Vorgehen. Den Mitgliedern soll der Vertrag vorgestellt werden und auf dieser Grundlage werde eine Entscheidung getroffen.

Kandler versicherte: „Wir haben bereits beim Bau der beiden Vereinsheime der KK-Schützen und der Trachtler sowie beim Turnverein und der Eduard-Ettensberger-Halle gezeigt, dass wir zum Wohle der Vereine handeln wollen.“ Keiner sei daran interessiert, einen Verein mit überhöhten Gebühren in den Ruin treiben zu wollen.

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