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Soziales

03.12.2018

Friedberger Kinderheimverein stellt sich neu auf

Im nächsten Herbst will der Kinderheimverein mit dem Bau eines modernen Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Aichacher Straße/Herrgottsruhstraße beginnen.
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Im nächsten Herbst will der Kinderheimverein mit dem Bau eines modernen Wohn- und Geschäftshauses an der Ecke Aichacher Straße/Herrgottsruhstraße beginnen.
Bild: Büro Benz + Ziegler

Die Aufgaben sind auf ehrenamtlicher Basis kaum mehr zu bewältigen. Im Herbst 2019 soll der Neubau an der Herrgottsruhstraße begonnen werden.

Die Tage des Kinderheimvereins Friedberg in seiner bisherigen Form als „normaler“ ehrenamtlich geführter Verein sind gezählt. Schon in wenigen Monaten wird eine Neuordnung mit zwei hauptamtlichen Vorständen Platz greifen, die der Größe und der Bedeutung des „mittleren Großunternehmens“ mit Personalkosten in Höhe von über fünf Millionen Euro und einer Bilanz von 7,8 Millionen Euro Rechnung trägt. Auf der Jahreshauptversammlung wurden jetzt schon die personellen Weichen dazu gestellt. Die notwendige komplette Neufassung der Satzung wird voraussichtlich im April/Mai 2019 den Mitgliedern zur Entscheidung vorgelegt.

Vorsitzender Günther Riebel begründete nicht zum ersten Male, dass eine Trennung zwischen dem operativen Geschäft und den Tätigkeiten eines ehrenamtlichen Vorstandes notwendig wird. Er skizzierte die neue Unternehmensform und berichtete, dass neben der langjährigen Geschäftsführerin Gudrun Keller-Buchheit seit Anfang November mit Richard Schulan ein zweiter hauptamtlicher Geschäftsführer angestellt ist, der dann in der Neufassung des Vereins einer der beiden Vorstände sein wird.

Die Macher des neuen Kinderheimvereins: (von links) Bernhard Beyrle, Richard Schulan, Achim Maas, Gudrun Keller-Buchheit, Dietmar Limmer, Thomas Winter, Pater Steffen Brühl, Joachim Spannagl und Günther Riebel.

Wie Steuerprüfer Josef Böck mit den Zahlen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung darlegte, ist der Verein finanziell in der Lage, seine immensen Aufgaben gut zu erfüllen. Diese wurden von Geschäftsführerin Gudrun Keller-Buchheit anschaulich herausgestellt. Im Jahre 2017 sind 455 Kinder in mittlerweile sechs Tagesstätten und 23 Gruppen betreut worden, dazu kommen die 45 Kinder und Jugendlichen im Georg-Fendt-Haus (Kinderheim) und 62 Betreute in ambulanten Hilfen. Die Geschäftsführerin stellte ihren Erzieherinnen, den Kinderpflegerinnen und dem gesamten Personal – derzeit 122 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen – ein sehr gutes Zeugnis aus.

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Vorsitzender Günther Riebel unterrichtete über den Stand der laufenden und geplanten Bauvorhaben. So freute er sich über die in wenigen Wochen fertiggestellte Generalsanierung „Am Wasserturm“ (Kostenträger vor allem Stadt Friedberg) und bezeichnete die Inbetriebnahme der Kita St. Thomas in Rederzhausen als großen Gewinn. Immer konkreter wird der Neubau des Prälat-Alberstötter-Hauses an der Herrgottsruhstraße mit etwa zwanzig seniorengerechten Mietwohnungen und Büroräumen. Im Herbst 2019 könnte auf dem 1100 Quadratmeter großen Grundstück vielleicht schon begonnen werden.

Die turnusmäßigen Neuwahlen wurden unter der Leitung von Pater Steffen Brühl abgewickelt. Die Amtszeit endet gleichwohl schon in wenigen Monaten mit Inkrafttreten der neuen Organisationsform (siehe unten). Alle Posten sind bestätigt worden. Mit Hubert Geiger und Klaus Greppmeir haben allerdings zwei langjährige „Gesichter“ des Vereins um Entlastung gebeten.

Lesen Sie mehr über die Zukunftspläne: Friedberger Kinderheimverein plant Neubau

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