Newsticker

Seehofer will einheitliche EU-Einreisebedingungen für Paare in Corona-Zeit
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Friedhofsmauer kippt wohl nicht um

22.09.2009

Friedhofsmauer kippt wohl nicht um

Merching Die gute Nachricht vorweg: Von der Merchinger Friedhofsmauer droht keine Gefahr. Ein statisches Gutachten belegt, dass zwar Schäden und Risse im Putz sowie Durchfeuchtung in der Wand vorliegen, aber die Standfestigkeit gegeben ist. Darüber informierte Bürgermeister Martin Walch (FW) die Gemeinderäte.

Zusammen mit Vertretern der Kirche waren Walch und der Statiker Stefan Mögele vor Ort und machten sich ein Bild von der maroden Friedhofsmauer. Wie berichtet, befürchteten Walch und Vertreter der Kirche, dass die Mauer infolge der Bauarbeiten an der Hauptstraße so stark in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, dass ein Grundbruch oder gar noch schlimmer Einsturzgefahr drohen könnte.

Diese Befürchtungen wurden vom nun vorliegenden statischen Gutachten nicht bestätigt. "Die Grundwand und die Pfeilervorlagen zeigen einzelne Rissbildungen beziehungsweise Putzabplatzungen. Es sind jedoch keine gravierenden Rissbildungen zu beobachten, die auf ein bevorstehendes Versagen der Wandstandsicherheit hindeuten würden", heißt es in dem Gutachten. Die beobachteten Substanzschäden resultieren aus der mangelnden Einbindetiefe der Wand, die infolge von Frost zu Hebungen und Setzungen führen.

Für die Putzabplatzungen sei die Durchfeuchtung der Wand ursächlich. "Die subjektiv als starke Neigung nach außen empfundene Lage der Grundwand hat sich dabei nicht bestätigt", lautet das statische Ergebnis der Vermessungen. Im Gesamtbaukörper Stützwand-Erdreich habe sich ein Gleichgewichtszustand eingestellt. "Bedenken aus statischer Sicht bezüglich der Standsicherheit der Wand bestehen nicht, wenn die vorhandene Situation unverändert bleibt", heißt es weiter. Zudem würde ein Umkippen der Mauer sich nicht schlagartig abspielen, sondern sich im Vorfeld durch starke Rissbildung und Schiefstellung ankündigen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Und genau darin liegt der Knackpunkt für die Gemeinde, denn die Situation bleibt durch die Bauarbeiten an der Hauptstraße nicht unverändert. Wegen der mangelhaften Fundamenttiefe und der unausweichlichen Durchfeuchtung der Mauer muss dennoch auf jeden Fall repariert werden. Die Mauer könnte nämlich nicht nur kippen, sondern es könnte auch zu einem Grundbruch unter dem Fundament kommen. Diese Gefahr werde durch die Baumaßnahme drastisch größer.

Als Sicherungsmaßnahmen mussten partielle Teilunterfangungen der Wand im Bereich der Pfeilervorlagen erfolgen. Dafür wurden Kosten in Höhe von 4500 Euro veranschlagt. "In Absprache mit dem staatlichen Bauamt habe ich erreicht, dass unserer Kommune 1500 Euro bezuschusst werden", informierte Walch. Den Rest trägt bislang noch die Gemeinde. Dr. Werner Schrom (CSU) lobte das Engagement des Gemeindeoberhaupts beim Ausbau der Hauptstraße und schlug vor, dass sich die Kirchenstiftung an den Kosten beteiligt. "Das wäre nur fair", so Schrom.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren