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Mering

24.04.2019

Gemeinderat will Merings Charakter erhalten

Der Marktgemeinderat hat einen Bebauungsplan für den Schererberg festgelegt.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbol)

Der Bebauungsplan Schererberg regelt die Gestaltung eines ganz markanten Viertels im Ort.

Entlang der Augsburger Straße ist das alte Mering noch zu erkennen. Doch auch hier wird sich in den kommenden Jahren einiges tun. Gerade die alten Hofstellen bieten Platz für neue Bebauung. Damit diese im Sinne der Ortsentwicklung erfolgt, hatte der Gemeinderat beschlossen, künftige Vorhaben mit dem Bebauungsplan „Am Schererberg“ zu regeln.

Kein qualifizierter Bebauungsplan möglich

Den Entwurf dazu stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung das Büro Opla vor. Friederike John erläuterte das Vorhaben, das wegen der bestehenden Bedingungen gewissen Beschränkungen unterliegt. So sei kein qualifizierter Bebauungsplan möglich, also ein Bebauungsplan, der eine konkrete Nutzung wie Wohnen, Gewerbe oder auch eine Mischung aus beidem festlegt. „Wir haben hier so eine starke Durchmischung, dass man das nicht festlegen kann“, erklärte sie. Auch sei nicht absehbar, in welche Richtung die Nutzung in Zukunft gehe. Bei künftigen Genehmigungen müsse die Art der baulichen Nutzung daher weiter gemäß dem Paragrafen 34 entschieden werden, bei dem es darauf ankommt, ob sich ein Vorhaben in die nähere Umgebung einfügt. Davon abgesehen legt der Bebauungsplan aber durchaus eine Reihe von Vorgaben fest. Friederike John schlug dabei eine Aufteilung in zwei Bereiche vor. Demnach unterscheidet der Entwurf die Grundstücke, die direkt an der Augsburger Straße liegen und diejenigen, die sich in zweiter Reihe dahinter befinden.

Genaue Vorgaben für die Anwesen

Für die von der Augsburger Straße aus sichtbaren Anwesen schlägt sie strengere Vorgaben vor. So sollen diese – außer in Ausnahmen – mit dem Giebel zur Straße stehen, ein Satteldach haben und maximal zwei Geschoße plus Dach. Dahinter soll die Dachausrichtung den Eigentümern frei überlassen sein, auch von der Dachform und -farbe gibt es größere Freiheiten. CSU-Fraktionssprecher Georg Resch betonte, dass auch die an der Kirchstraße liegenden Gebäude eine das Ortsbild prägende Funktion haben. Deswegen war es ihm ein Anliegen, dass hier ebenfalls das Giebeldach als einzig zulässige Form festgeschrieben wird.

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Mit dieser Abänderung stimmte der Gemeinderat dem Bebauungsplanentwurf mehrheitlich zu. Dieser geht nun in die öffentliche Auslegung.

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