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Aichach-Friedberg

28.08.2020

Größtes Bauprojekt im Landkreis: So kommt die Pallotti-Schule voran

Die Baugrube der neuen Vinzenz-Pallotti-Schule am Friedberger Volksfestplatz ist fertig.
Bild: Manfred Schnell

Plus Die Arbeiten am Rohbau der Pallotti-Schule am Friedberger Volksfestplatz beginnen jetzt. Stadt und Landkreis verhandeln über jetzigen Standort. Dort entstehen Wohnhäuser.

Die große Baugrube für den Neubau der Vinzenz-Pallotti-Schule am Friedberger Volksfestplatz ist fertig. Nach Angaben des Landratsamtes liegen die Arbeiten trotz der Corona-Pandemie im Zeitplan. Der Grund: Bisher wurden nur Erdarbeiten und Abbrucharbeiten durchgeführt. Die vorgeschriebenen Abstände konnten problemlos eingehalten werden; die Arbeiter saßen meist in Fahrzeugen. Wie geht es nun weiter?

In diesen Tagen beginnen die Arbeiten am Rohbau. Das Projekt ist das größte und teuerste des Landkreises in den kommenden Jahren: Auf 34,5 Millionen Euro (plus Baukostensteigerung) werden die Baukosten geschätzt, zusammen mit dem Grundstück macht das 37 Millionen. Die fast 240 Schüler sollen im Herbst 2022 von der Wiffertshauser Straße an den Volksfestplatz umziehen. Die Zeit drängt, denn die Schule hat Brandschutzprobleme und nur noch eine befristete „Betriebserlaubnis“.

Das ist der Plan für die neue Pallotti-Schule in Friedberg

Es entstehen ein zweigeschossiges Schulgebäude mit Untergeschoss und Innenhof sowie eine Doppelturnhalle. Beide Dächer sind begrünt und mit Photovoltaikanlagen bestückt. Geplant sind 20 Klassenzimmer plus Differenzierungsräume, auch Platz für die Mittagsversorgung sowie weitere Angebote für den Ganztagsunterricht sind vorhanden auf den 6.670 Quadratmetern im Schulgebäude plus 1830 Quadratmetern in der Sporthalle, die auch Vereine nutzen können.

Auf dem jetzigen Schulgelände an der Wiffertshauser Straße sollen Wohnhäuser entstehen. Erste Gespräche zwischen dem Landkreis Aichach-Friedberg und der Stadt Friedberg dazu hätten bereits stattgefunden, teilte das Landratsamt auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Dem Landkreis gehört das Grundstück, nachdem er es vor gut drei Jahren aus einem langfristigen Erbpachtvertrag herauskaufen konnte. Die künftige Wohnbebauung ist Bestandteil des Vertragspaketes, das Stadt und Landkreis im Vorfeld des Neubaus aushandelten. Denn die Stadt Friedberg war Eigentümerin der Flächen, auf denen nun der Neubau der Schule entsteht.

Neue Wohnungen für Friedberg

An der Wiffertshauser Straße geht es um ein Areal von etwa 22.000 Quadratmetern. Der dortige Verkehrsübungsplatz soll umziehen und seine Fläche einbezogen werden. Man rechnet damit, dass Wohnraum für 200 bis 300 Menschen entstehen wird, und zwar in einer gemischten Bauweise von Geschosswohnungsbau bis hin zu Reihen- und Doppelhäusern. Gedacht ist angesichts der angespannten Situation auf dem Friedberger Immobilienmarkt auch an geförderten Wohnraum, den die Kreis-Wohnbau-Gesellschaft errichten könnte.

So soll die neue Vinzenz-Pallotti-Schule aussehen.
Bild: Landratsamt (Visualisierung)

Entschieden sei noch nichts, doch Kreis- und Stadtrat wollten das Thema noch dieses Jahr angehen, hieß es zuletzt. Bis dort Menschen einziehen können, werden noch einige Jahre vergehen. Allein das Bebauungsplanverfahren könnte sich 2,5 Jahre hinziehen. (Hier geht es zu einem ausführlichen Bericht über die geplanten Häuser.)

Der Friedberger Vollksfestplatz soll neu überplant werden

Die Stadt Friedberg möchte außerdem den Volksfestplatz neu überplanen lassen. Hier drängen sich immer mehr Nutzungen von Schulen über Parkplätze bis hin zum Musikpavillon – und nicht zuletzt das jährliche Volksfest. Auch als mögliches Ziel einer verlängerten Straßenbahnlinie 6 ist er im Gespräch. Wie der Friedberger ÖPNV-Beauftrage Prof. Manfred Schnell sagte, wäre eine Wendeschleife dort dann am besten unterirdisch machbar.

Die Vinzenz-Pallotti-Schule steht auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Kreisbauausschusses nach der Sommerpause im Landratsamt. Am 14. September gibt es dort einen Sachstandsbericht.

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