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Mering

01.10.2018

Große Zukunftspläne zum Jubiläum in Mering

Brigitta Hofmann uundDomkapitular Andreas Magg (Zweiter von rechts) freuen sich, dass Eva Finkenzeller (Mitte) der Caritas erhalten blieb u Andreas Mäder der neue Einrichtungsleiter wird.
Bild: Heike John

 Das Caritas-Seniorenzentrum St. Theresia in Mering soll erweitert werden. Der neue Einrichtungsleiter stellt sich beim Fest den Besuchern vor

 Mit dem Bau ihres Seniorenheims schufen die Theresienschwestern vor 30 Jahren die erste Altenpflege-Einrichtung in Mering. Anlässlich des Jubiläums fand nun auch ein Wechsel in der Einrichtungsleitung statt. Die bisherige Chefin Eva Finkenzeller wechselt in die Geschäftsführung des Trägers, der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH, und unterstützt dort künftig die langjährige Geschäftsführerin Brigitta Hofmann. Nachfolger in St. Theresia ist Thomas Mäder, der im Unterschied zu Eva Finkenzeller eine Vollzeitstelle bekleiden wird. Das wird nötig, denn die Caritas will das Theresienheim, das bisher Platz für 60 Bewohner bietet, aufstocken.

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Erste Gespräche mit der Heimaufsicht seien schon gelaufen, bestätigt CAB-Geschäfstführerin Brigitta Hofmann. Die Expansion des vor 30 Jahren errichteten Hauses ist in Richtung des Mutterhauses der Theresienschwestern geplant. Diese wollen sich aufgrund mangelnden Nachwuchses räumlich verkleinern.

Die Erweiterungspläne der Caritas gehen Hand in Hand mit dem Rückzug des Ordens und sind erneut ein Beweis für das gute Miteinander der Theresienschwestern mit dem neuen Betriebsträger.

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Es begann, als die Ordensfrauen 2011 nach 23 Jahren die Leitung des Seniorenheims übergaben. An die Anfänge erinnerte Schwester Hildegard Mast in einem Rückblick. Damals war es nicht nur der Wunsch der Theresienschwestern, ein Alten- und Pflegeheim an das Mutterhaus anzubauen, sondern auch die Gemeinde war schon seit längerem an einem Altenpflegeheim für Mering interessiert.

Bereits im September 1979 war die Suche nach einem geeigneten Träger Thema einer Gemeinderatssitzung. Im Juni 1983 wurde in der Marktgemeinde sogar ein überparteilicher Verein zur Förderung eines Altenheims in Mering gegründet, wie Schwester Hildegard anhand von Zeitungsartikeln recherchierte. Es zog sich jedoch noch weitere drei Jahre hin, bis die Schwestern im Oktober 1986 nach dem Verkauf ihres früheren Mutterhauses, des Apostolatshauses in Gleusdorf bei Bamberg, mit dem Bau beginnen konnten.

Ein weiterer finanzieller Grundstock war das für den Bau eines Altenheims gebundene Vermächtnis der Geschwister Hafenmeier. Auch der Markt Mering, der Landkreis und der Freistaat Bayern gaben größere Zuschüsse und Firmen, Banken, Privatpersonen und sogar Privatinitiativen halfen etwa durch die Organisation von Straßenfesten mit Spenden. Zwei Jahre später, 1988, konnten die ersten 35 Heimbewohner das Weihnachtsfest im neu errichteten Alten- und Pflegeheim feiern. „Damals ging ein Traum für Mering in Erfüllung“, so sprach Merings zweiter Bürgermeister Florian Mayer in seinen Grußworten.

Auch 30 Jahre später wird gefeiert in Mering

Gefeiert wurde nun auch 30 Jahre später. Dazu zelebrierte Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Andreas Magg in der Hauskapelle eine Festmesse mit vielen Gästen. Für die Pfarrei St. Michael nahm Josef Afatchao als Konzelebrant teil, für die Pallottiner Pater Steffen Brühl. Der heutige Friedberger Stadtpfarrer war es, der die Schwestern vor sieben Jahren auf der Suche nach einem neuen Betriebsträger unterstützte. Inzwischen ist die Caritas in Mering seit 2003 auch mit einem zweiten Seniorenzentrum St. Agnes vertreten und stellte mit der Übernahme der Sozialstation Mering auch die Pflege im ambulanten Bereich sicher.

Der Neue startet mit viel Elan

Von positiven Synergie-Effekten sprach deshalb der CAB Aufsichtsratsvorsitzende Walter Michale in seinen Grußworten. Der Vorteil sei, dass bewährte Fachkräfte auch bei einem Wechsel der Caritas erhalten bleiben könnten, wie Caritasdirektor Andreas Magg betonte. Bereits am Vortag führte er im Rahmen der Einweihung der ökumenischen Sozialstation in den Räumlichkeiten des Landsberger Heilig Geist-Spitals die scheidende Einrichtungsleiterin von Eva Finkenzeller in ihr neues Amt ein. Ihr Nachfolger Thomas Mäder arbeitete dort zwei Jahre als Assistent der Einrichtungsleitung. Der 39-Jährige dreifache Familienvater war zunächst in der freien Wirtschaft tätig und orientierte sich vor einigen Jahren neu. Dass er nun der Zahlenwelt den Rücken gekehrt habe, sei vielleicht nicht finanziell, aber auf jeden Fall menschlich ein Aufstieg, fand Magg. Er und auch Brigitta Hofmann sind sich sicher, dass Mäder aufgrund seiner Fähigkeiten der richtige Mann ist, um den mit der Erweiterung des Seniorenzentrums St. Theresia verbundenen Umbau zu stemmen. „Er ist ein Allrounder mit dem Herz am richtigen Fleck“, hieß es.

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