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Hörmannsberg

20.05.2019

In Hörmannsberg auf dem Bobbycar den Berg hinab

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4 Bilder
Simon aus Kissing und Eva aus Hörmannsberg lieferten sich ein spannendes Rennen.
Bild: Oliver Wolff

Zum sechsten Mal veranstaltet die freiwillige Feuerwehr Hörmannsberg das beliebte Rennen. Kommandant Werner Sanktjohanser hat dabei ein bestimmtes Ziel im Blick.

„Bereit machen zum Start“, ruft Rennleiter Werner Sanktjohanser ins Mikrofon. Die sechsjährige Eva Werner aus Hörmannsberg begibt sich auf die hölzerne Startrampe, schnallt ihren Helm an und setzt sich auf das Bobbycar. Konzentriert wartet sie auf die Startfreigabe. 150 Meter Streckenlänge und ein Höhenunterschied von acht Metern liegen vor ihr.

Den ersten Durchgang hat sie schon erfolgreich bestritten, nun tritt sie gegen den ebenfalls sechsjährigen Simon aus Kissing an. „Achtung, fertig, los!“, schallt es aus dem Lautsprecher. Das Rückhaltebrett löst sich und die beiden düsen mit ihrem roten Kindergefährt den mit Banden abgesicherten Radweg hinab. Dieses Mal hat es Eva nicht als Erste ins Ziel geschafft, Simon war ihr etwa fünf Meter voraus. „Vielleicht klappt es im nächsten Jahr“, sagen ihre Eltern aufmunternd.

Zusammengehörigkeitsgefühl soll gestärkt werden

Am Sonntag war das jährliche Bobbycar-Rennen der freiwilligen Feuerwehr Hörmannsberg. Bereits zum sechsten Mal veranstaltet der Verein das Rennen, auch um das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen der Bevölkerung und der Feuerwehr zu stärken, wie Kommandant Sanktjohanser erklärt. „Auch wir haben wie fast jede Gemeinde Nachwuchsprobleme.“

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Die Feuerwehr Hörmannsberg wurde im Jahr 1902 gegründet, heute sind von den insgesamt 150 Mitgliedern 50 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau aktiv. Zuletzt sei mit dem Neubau der Fahrzeughalle für das Tragkraftspritzenfahrzeug und der Büroräume die Jugendarbeit auf der Strecke geblieben. „Wir haben viel in Eigenregie gebaut“, sagt der 39-jährige Kommandant. Nun wollen sie mit dieser Aktionen bei den Kindern mehr Interesse an der Feuerwehr wecken. Zum Bobbycar-Rennen am Ortsausgang Richtung Mering sind insgesamt 56 Teilnehmer aus Hörmannsberg und Umgebung gekommen.

Zurück zur Startposition beim Bobbycar-Rennen in Hörmannsberg.
Bild: Oliver Wolff

Das Rennen unterliegt einem strengen Reglement: So müssen alle Rennfahrer einen Schutzhelm, feste Schuhe und Handschuhe tragen. „Man wird hier bis zu 25 km/h schnell“, sagt Sanktjohanser. Auch müsse jedes Fahrzeug eine Hupe haben. Ein zusätzlicher Antrieb sei nicht gestattet, lediglich die Räder dürfen beispielsweise mit Kugellagern modifiziert und die Lenkstange verlängert werden. In einer von zwei Rennklassen dürfen nur Bobbycars im Originalzustand verwendet werden. „Wer hält, stößt oder zieht, wird disqualifiziert“, sagt der Rennleiter. Beim Wettkampf ging es aber kameradschaftlich und rücksichtsvoll zu. Lediglich ein paar Fahrradfahrer verirrten sich auf der Strecke.

Rennen in Hörmannsberg ist in drei Altersgruppen unterteilt

Das Rennen ist in drei Altersgruppen unterteilt. Der jüngste Teilnehmer war zwei Jahre, der älteste 63 Jahre. Die Sieger wurden nach dem K.O.-Verfahren ermittelt. Unter allen Teilnehmern wurde ein neues Bobbycar verlost. Nach dem Rennen erzählte Eva, sie habe bei ihrer Oma einen Flyer von der Veranstaltung gelesen und wollte daraufhin unbedingt mitmachen. Die Sechsjährige sagte: „Ich mache sehr gerne Sport, das Rennen hat mir großen Spaß gemacht.“ Ihre Freunde Margarete und Matthias sind auch die Anhöhe heruntergefahren. Renn-Konkurrent Simon ist in der Gesamtwertung Zweiter geworden. Seine Taktik: Einfach herunterfahren, ohne zu überlegen. Nach der Siegerehrung gab es vor dem Feuerwehrhaus noch ein Grillfest.

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