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Konzert

16.04.2019

In Merching bezirzt der Figaro die Sisi

Dirigierten erfolgreich ein sehr abwechslungsreiches Frühlingskonzert in Merching: Franzi Beyerlein und Andreas Pimpl. Foto: Christina Riedmann-Pooch

Schwungvoll startet der Musikverein mit den Dirigenten Franzi Beyerlein und Andreas Pimpl in den Frühling

Knappe drei Monate ist es her, dass die zierliche, temperamentvolle Franziska Beyerlein samt Saxofon als Dirigentin in das Leben des Musikvereins Merching wirbelte – beim Frühjahrskonzert sprang sie nun ins kalte Wasser und führte souverän den Taktstock.

Damit der Sprung nicht ganz so eiskalt ausfiel, unterstützte sie der erfahrene Andreas Pimpl, der die vergangenen eineinhalb Jahre als Interims-Dirigent fungierte und nebenbei charmant und kurzweilig durchs Programm führte. Mit sanften, fast träumerischen Klängen wurden die Zuhörer samt Ehrengast Andreas Rabl vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund und die Zuhörer zunächst mit der Yorkshire Ballad auf die Grüne Insel entführt.

Doch dann peppte der temperamentvolle „Figaro“, der Barbier von Sevilla als Heiratsvermittler das Liebesleben seiner Mitspieler kräftig auf, sorgte bei den Zuhörern auch dank Theresa Merkl (Klarinette) für den ersten Ohrwurm des Abends – sogar auf bequemen Stühlen, nicht auf harten Steinstufen wie etwa in der Arena di Verona.

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Schwungvolle Polkas etwa von „Freund zu Freund“ mit einem hörenswerten Solo von Andreas Pimpl und Christoph Grabmann, mitreißende lyrische Melodien, wie „Schloss Orth“, welche wegen der gelungenen musikalischen Umsetzung die zauberhafte Umgebung des Salzkammerguts vors geistige Auge zauberten, ließen die Zuhörer die Zeit vergessen. Gestärkt mit einem leckeren Buffet genehmigten sich die Musiker nochmals einen Abstecher ins Salzkammergut „Ins weiße Rössl“, wo die Pagen in die Rolle des „Figaros“ schlüpften, trafen auf die „Kaiserin Sisi“ und überzeugten mit der „Kuschel-Polka“, die von den Solisten Lukas Storch, Andreas Pimpl, Markus Storch und Christoph Grabmann noch den letzten Kick bekamen.

Obwohl ohne Lichtschwert dirigiert, gelang auch der Abstecher ins Weltall – ein Best of von Star Wars. Übrigens ausdrücklich und speziell dem erstmals fotografierten schwarzen Loch gewidmet.

Vorsitzende Hannah Hintersberger dankte allen Gönnern und Helfern, darunter auch dem Eglinger Schwesternverein für das ausgeliehene Podest. Theresa Merkl fand treffende Worte für die beiden Dirigenten und freute sich ganz besonders, wieder eine Dirigentin zu haben. Franziska Beyerlein bekam von ihren Musikern nicht nur eine Kleinigkeit als Dank, sondern ein kleines Ehrenpodest, das Lukas Storch extra für sie angefertigt hatte, damit sie beim Dirigieren nie den Überblick verliere: „Aber sei versichert, liebe Franzi, bei den Proben und gerade heute Abend wächst du geradezu aus dir heraus.“

Auch Andreas Pimpl freute sich über die Ablösung und meinte verschmitzt: „Jetzt muss ich nicht mehr wie der Figaro hier und da herum sausen – endlich kann ich mich wieder nur auf drei Dinge konzentrieren: Ein wenig Moderieren, hauptsächlich Trompete spielen und unserer Dirigentin galant aufs Podest helfen.“ Mit zwei ausgelassenen Zugaben dem Spider Rag, bei dem die Altsaxofone so richtig ihre Finger tanzen ließen und dem Puttin on the Ritz, holten sich die Musiker ihren wohlverdienten, begeisterten Abschiedsapplaus.

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