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Soziales

09.12.2019

Kinderheimverein gibt sich eine neue Struktur

Gudrun Keller-Buchheit wurde nach 27-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführerin des Kinderheimvereins mit viel Lob verabschiedet. Unter anderem von Pater Steffen Brühl (links) sowie den Vorständen Günther Riebel und Joachim Spannagl (rechts).Foto: Otmar Selder

Künftig gibt es zwei hauptamtliche Vorstände, die von einem Aufsichtsrat kontrolliert werden

Der Kinderheimverein Friedberg ist bei seiner Neuaufstellung einen großen Schritt vorangekommen. Dies stellte der Vorsitzende Günther Riebel bei der Jahreshauptversammlung fest mit Blick auf die organisatorische Trennung zwischen dem laufenden Geschäft und der Steuerung durch die bisher ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder. Künftig werden zwei hauptamtliche Vorstände die Geschicke leiten, die von einem Aufsichtsrat beraten und überwacht werden. Kaufmännischer Vorstand wird der bisherige Geschäftsführer Richard Schulan, den pädagogischen Part übernimmt demnächst Doris Stadler als Nachfolgerin von Gudrun Keller-Buchheit (wir berichteten).

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Der Jahresabschluss 2018 des Kinderheimvereins weist eine Bilanzsumme von über acht Millionen Euro auf. In acht Tagesstätten und einem Hort sind im Berichtsjahr 530 Kinder sowie durch ambulante Fachdienste sechzig Familien betreut worden. Die Jahresrechnung, vorgestellt wie immer von Josef Böck, unterscheidet sich nicht wesentlich von den Fixpunkten des Vorjahres. Der größte „Brocken“ schlägt mit 5,3 Millionen Euro auf, das sind naturgemäß die Personalausgaben.

Richard Schulan kündigte zudem Neuerungen wie Jugenderziehungsarbeit an Schulen und eine Trägerschaft für einen Familien-Stützpunkt Friedberg mit dem Anlaufpunkt Divano im Pfarrzentrum an. Baumaßnahmen, die den Kinderheimverein Jahr für Jahr begleiten, werden ihren Höhepunkt im April 2020 erleben, wenn die 19 altersgerechten Wohnungen im Zentrum der Stadt entstehen. Hierfür hätten sich bereits dreißig Interessenten angemeldet. Der Neubau soll im vierten Quartal 2021 eingeweiht werden. Eine neue Kindertagesstätte unter der Trägerschaft des Kinderheimvereins plant die Stadt an der Ecke Bozener Straße/B300 für das Jahr 2021.

Mitglied Manfred Schnell brachte am Schluss der Versammlung unter dem Beifall der Anwesenden die harmonische Stimmung auf den Punkt: Er dankte der Vorstandschaft und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die immense Leistung des Vereins. Diese Äußerung sei ihm ein Bedürfnis im Rückblick auf die etwas emotionsbehaftete außerordentliche Versammlung, bei der es um personelle Festlegungen beim künftigen Aufsichtsrat in der neuen Satzung ging. (pt)

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