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Sammelstelle

22.01.2019

Kissing erhöht die Preise für die Grüngutentsorgung

Die Grüngutentsorgung hat im Kissinger Hauptausschuss für Diskussionen gesorgt.
Bild: Anton Schlickenrieder (Symbol)

Bei der Grüngutentsorgung steht eine deutliche Preiserhöhung an. Wie das im Ausschuss begründet wird.

Diskussionsbedarf gab es in der Sitzung des Kissinger Haupt- und Finanzausschusses bezüglich der beantragten Preisanpassung für Privatanlieferungen an der Grüngutsammelstelle. Laut Angaben der Antrag stellenden Firma Käßmeyer seien die derzeitigen Preise unwirtschaftlich und nicht mehr kostendeckend.

Problem ist, dass die Preise in Kissing seit neun Jahren nicht mehr erhöht wurden und weit unter denen der angrenzenden Gemeinden liegen. Die Betreiberfirma will daher zum nächst möglichen Zeitpunkt die Preise für private Grüngutanlieferungen von 6,20 Euro auf 9,50 Euro pro Kubikmeter erhöhen. Die Abgabe von Wurzeln soll in Zukunft 40 Euro statt bisher 37,50 Euro pro Kubikmeter kosten.

Reinhard Gürtner findet die Preiserhöhung überzogen

Reinhard Gürtner von der CSU fand die Preiserhöhung völlig überzogen: „Es ist doch nicht unser Problem als Gemeinde, wenn die Firma Käßmeyer es in den letzten Jahren versäumt hat, die Preise moderat zu erhöhen.“

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Dieser Position schlossen sich zwar die anderen Ausschussmitglieder an. Zweite Bürgermeisterin Silvia Rinderhagen gab allerdings zu bedenken, dass aufgrund der niedrigen Preise in Kissing ein Entsorgungstourismus vor allem aus Mering und Friedberg zu beobachten sei, wo die Preise bereits dem jetzt geforderten Level entsprechen.

Der Amtsleiter des Kissinger Hauptamtes, Hubert Geiger, plädierte für eine einvernehmliche Lösung mit dem Betreiber: „Der Vertrag ist relativ offen formuliert. Unter einer „angemessenen“ Erhöhung könnte man auch den Betrag verstehen, den die Nachbargemeinden erheben.“

Problematik soll weiter erörtert werden

Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, dass die Verwaltung der Firma Käßmeyer in einem ersten Schritt eine Erhöhung um 20 bis 25 Prozent anbieten solle. Außerdem wird diese Problematik weiter in den Fraktionen erörtert.

Straßen Einig war sich das versammelte Gremium darüber, dass die Gemeinde auf die endgültige Herstellung der Erschließungsanlagen „Stichstraße Bahnhofstraße“ und „Stichstraße Bachgasse“ verzichtet, da weder die Gemeinde noch die Anlieger ein Interesse an der Anbringung einer Teerdecke haben. Im ersten Falle müsste die Gemeinde zwar ab April 2021 für die Fertigstellung alleine aufkommen. Erst ein erneuter Gemeinderatsbeschluss nähme die Gemeinde diesbezüglich aber wieder in die Pflicht.

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