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Sicherheit

16.11.2017

Kläranlage muss saniert werden

Deutliche Mängel sind am Geländer erkennbar.
Bild: Werner Satzger

Schon nach sechs Jahren müssen in Pfaffenhofen umfangreiche Arbeiten am Becken stattfinden

2011 ging die neue Kläranlage der Gemeinde Pfaffenhofen an der Glonn bei Wagenhofen ans Netz, jetzt muss sie erstmals saniert werden.

Rund 260 Meter Geländer an den gesamten Kläranlagenbecken müssen aus Stabilitäts- und Sicherheitsgründen ausgetauscht werden. Außerdem sollen zusätzlich an zwei Belebungsbecken jeweils ein zwei Meter langer Arbeitssteg montiert werden, um z. B. bei Reinigungsarbeiten ein sicheres Arbeiten gewährleisten zu können.

Der Austausch ist notwendig, da das verwendete Material aus GFK, ein Faser-Kunststoff-Verbund aus Kunststoff und Glasfasern, durch UV-Strahlung und sonstige Umwelteinflüsse porös wurde und nicht mehr der Statik entspricht.

Kläranlage muss saniert werden

Da zum damaligen Zeitpunkt das GFK-Material zu 100 Prozent den Anforderungen gerecht wurde, stimmte der Gemeinderat auch aus Kostengründen, im Vergleich zu einer Edelstahlausführung, der Verwendung dieses Materials im Zuge des Kläranlagenneubaus 2012 zu.

Da die ausführende Firma bei der Schlussrechnung auch kein Prüfzeugnis vorlegen konnte, obwohl der Hersteller dies aber in Aussicht stellte, behielt die Gemeinde damals den zu zahlenden Geldbetrag für den Einbau dieses Gewerks ein. Nach kurzer Zeit stellten sich bereits erste Schäden an der Tragkonstruktion eines Bediensteges heraus, die jedoch von der ausführenden Firma problemlos ausgetauscht wurden. Die Gemeinde hat aufgrund dieser Erfahrung in Zusammenarbeit mit einem beauftragten Ingenieurbüro eine Rechtsanwaltskanzlei eingeschaltet, um die rechtliche Situation zu klären.

Gutachtertermine (Dauer rund zwei Jahre) mit dem Hersteller und der beauftragten Firma, welche einen Austausch der Bedienstege und des Geländers aus Sicht der Gemeinde bestätigten, fanden ebenfalls statt. Nach der schwierigen Konstellation der Rechtswege: Rechtsbeziehung Gemeinde – Auftragnehmer – Hersteller des Produkts, liegt jetzt nach fünf Jahren für die Pfaffenhofener Gemeinde ein akzeptables Ergebnis vor. Mit der verantwortlichen Firma, welche im Jahr 2012 den Einbau durchführte, konnte in guter Zusammenarbeit ein Konsens erarbeitet werden, der den kostenlosen Rückbau, Entsorgung und den Wiedereinbau aus Edelstahlmaterial vorsieht.

Laut Angebot beträgt die Differenz der Materialmehrkosten von GFK zu Edelstahl 77973 Euro, welche die Gemeinde Pfaffenhofen trägt. Die Kosten von 4593 Euro für die zwei zusätzlichen Bedien-/Arbeitspodeste muss ebenfalls die Gemeinde bezahlen. Dem Sanierungskonzept vom Architektur- und Ingenieurbüro WipflerPLAN stimmte der Pfaffenhofener Gemeinderat einstimmig zu. Die Ausführung der Sanierungsarbeiten soll voraussichtlich noch heuer und im Frühjahr 2018 erfolgen.

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