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Gestaltung

13.02.2015

Kunst am Bau über mehrere Stockwerke

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3 Bilder
Wolfram Grzabka hat an seinem Computer in einem Altstadthaus am Friedberger Berg an den Entwürfen für die Fassadenbilder gearbeitet.
Bild: Andreas Schmidt

In einem Friedberger Altstadthaus entworfene „Spurenbilder“ ziehen in Aachen Blicke auf sich

„Ideen, Ideen, Ideen“, steht draußen an der Werbeagentur von Wolfram Grzabka oben am Friedberger Berg. Eher kleinformatig umgesetzte Ideen dieses Kreativen haben zumindest alle an Kunst und Geschichte interessierten Friedberger schon in den Händen gehabt: Beispielsweise Kulturkalender der Stadt, Stadtführungsbroschüren, Werbekarten für das Museum usw. ... Seit Kurzem haben aber vor allem Aachener wirklich Großformatiges von Grzabka immer wieder im Blick. Für zwei Wohngebäude hat er dort „Spurenbilder“ als Kunst am Bau gestaltet. Sie reichen über mehrere Stockwerke.

Auf lange Sicht wird diese witterungsbeständige Kunst am Bau an einer verkehrsreichen Straße in Hauptbahnhofnähe und gegenüber einer Schule vielen in Aachen ins Auge fallen. Nur vorübergehend gab es 1999 einen kleineren Vorgänger in Friedberg beim damaligen Skulpturenpfad. Grzabka hatte damals an die Fassade des Stemmerhauses mit Stahlseilen einen Digitaldruck befestigt. Das Motiv war ebenfalls schon ein „Spurenbild“.

Welche Spuren Grzabka dafür aufgespürt, schwarz-weiß fotografiert und künstlerisch verfremdet hat, bleibt das Geheimnis des Künstlers. 2002 machten vervielfältigte Spurenbilder, die in Friedberger Geschäften auslagen, ihre Runde in der Stadt. Grzabka zeigte unter anderem „Spurenbilder“ auch schon in Ausstellungen in Aachen.

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Dorthin hat er über seine Frau, Gabriela Palm, einen familiären Draht. Und der Friedberger knüpfte auch geschäftliche Kontakte. So entwickelte Grzabka im Rahmen von Sanierungen Farbkonzepte für Fassaden von sechs größeren Gebäuden. Der Friedberger hat einen bisher schmucklosen grauen Kasten aus den 1960er-Jahren farblich ziemlich aufgepeppt – mit Apricot für die Fassade und Granitgrau für den Sockel. Zusätzlich hatte er die Idee, auf eine große kahle Wand ein künstlerisches Ausrufzeichen zu setzen. Die zuständige Wohnbaugesellschaft war einverstanden.

Entstanden ist das 7,50 Meter hohe Bild am Computer-Monitor in einem Friedberger Altstadthaus. Das abstrakte schwarze Spurenmotiv auf rotem Untergrund ließ Grzabka auf Folie drucken, die dann wiederum auf Dibond-Verbundmaterial aufgezogen worden ist. Ein Alurahmen hält das gut haltbare Spurenbild an der Hauswand. Grzabka ging es darum, dass sich sein Spurenbild harmonisch, aber nicht fade in die Fassade einfügt. Er sieht sich da in einer jahrhundertealten Tradition: der Lüftlmalerei. Doch bei Grzabka ist das Ergebnis nicht volkstümlich, sondern abstrakt. Trotzdem ist dies bei Mietern und auch Handwerkern gut angekommen.

So gut, dass der Grafikdesigner eine weitere hohe Spur an einer Aachener Hausfassade hinterlassen hat. Diese reicht mit blauem Hintergrund und einer Höhe von 10 Metern sogar über vier Etagen.

Ob noch weitere Fassadenbilder folgen werden, ist derzeit noch unklar. Grzabka zielt darauf nicht mit Gewalt ab, sondern wenn sich passende Gelegenheiten ergeben würden. So lange hofft der Friedberger, dass Passanten in Aachen sich vor den zwei „Spurenbildern“ aus Friedberg fragen: Was könnte das sein?

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