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Bürgerversammlung

29.11.2016

Merchinger wünschen sich einen Supermarkt

Die Merchinger warten hier auf den Radweg nach Unterbergen - und regten auch eine entschärfte Lösung für diese unfallträchtige Stelle an.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Bürgermeister Martin Walch blickt mit Sorge auf die wachsenden Nachbargemeinden. Welche Projekte in Merching anstehen.

Viele große Projekte hat Merching bereits verwirklicht, doch auf Bürgermeister Martin Walch und den Gemeinderat warten noch einige Aufgaben. In der jüngsten Bürgerversammlung informierte er über die Arbeit der Kommune.

Durch den Engpass im Einwohnermeldeamt werde im Frühjahr ein weiterer Arbeitsplatz geschaffen. Dafür wird der Bürgermeister mit dem Einwohnermeldeamt die Räumlichkeiten tauschen. Ab 1. Januar gelten für das Einwohnermeldeamt neue Öffnungszeiten, individuelle Termine nach Anmeldung werden wie bisher beibehalten. Das Angebot, online die Wasserstände abzulesen bleibe, sei nach vielfachen Rückmeldungen aber nun wieder auch handschriftlich möglich. Clarissa Walch steht den Merchingern seit Kurzem neben Rowitha Goltze als weitere Standesbeamtin zu Verfügung. Sie führt wie ihre Kollegin und die beiden Bürgermeister neben ihren alltäglichen Aufgaben auch Trauungen durch.

Im Gewerbegebiet am Lerchenberg wurde in diesem Jahr das letzte Grundstück veräußert. Im Gewerbegebiet am Mandichopark würde der Forum-Verlag die Pläne zum Bau von Parkplätzen und weiteren Firmengebäuden gerne konkretisieren. Dies ist allerdings ohne Ausgleichsflächen von 6000 Quadratmeter nicht möglich, wie das Landratsamt informierte. Diese hat die Gemeinde so nicht zu Verfügung. Walch wird sich mit dem Geschäftsführer des Verlages zu einem Gespräch treffen und bittet Grundstücksbesitzer, die auf Merchinger Flur geeignete Flächen besitzen, an ihn heranzutreten.

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Geplant sind für 2016 einige Bauprojekte: Das umfassendste dürfte die Sanierung der Grund- und Mittelschule Merching mit dem Kellergeschoss und den neuen Werkräumen sein, das ausschließlich aus Eigenmitteln der Gemeinde bezahlt wird. Dabei müsse man hinsichtlich der Räumlichkeiten auch immer das große Wachstum der Nachbargemeinde Mering im Auge behalten, das Bürgermeister Martin Walch „mit Sorge verfolge“. Ins Jahr 2017 hat sich der Ausbau der Ortsverbindungsstraße nach Hochdorf verschoben. Auch der Baubeginn des Feuerwehrhauses in Steinach wird nach hohem bürokratischen Aufwand wohl endlich 2017 stattfinden können (wir berichteten). Konkret werden auch die Planungen zum 3. Abschnitt der Hauptstraße mit Verkehrsinsel als Querungshilfe, Grundstückverhandlungen und Gehweg werden. Anders als in Steinach und Hochdorf, wo die Überlegungen für die Ansiedlung eines Supermarkt, keine Reaktionen hervorriefen, meldeten sich in Merching die Bürger. Walch betonte, dass die Investoren vor allem an einer Lösung über der B2 auf Höhe des „Oberdorfes“ interessiert seien. Anita Menge war dagegen: Man könne gut darauf verzichten auf der grünen Wiese einen Supermarkt zu errichten. Innerorts werde ein Laden benötigt, unterstrich sie. Sie regte an, beim nächsten Gemeindebrief einen Abschnitt als Umfrage miteinzuplanen. Roman Dafertshofer fand, dass ein Supermarkt sehr wohl benötigt werden würde. Das „Unterdorf“ sei durch die Nähe zu Mering ja bestens versorgt, aber das „Oberdorf“ würde den Laden benötigen. Für Bernd Weiß ist ein Supermarkt „nur im Ort sinnvoll“. Am besten fände er die Lage nahe der Apotheke und der Bäckerei Storch hinter der Telefonzelle. Walch entgegnete, die Investoren „würden nicht in den Ort hinein investieren. Dies sei auch aufgrund der Parkplatzsituation zu komplex.“

Das Thema Baugebiete beschäftigte die Merchinger ebenfalls sehr. Erst kürzlich hatte die Gemeinde Grundstückskäufe getätigt, es stünde aber noch keine konkrete Planung dahinter. Bernd Weiß fand, man solle die Ausschreibung der Baugebiete besser gleich in Angriff nehmen, um einen „Stau“ bei den Bauwerbern zu vermeiden. Walch lenkte ein, interessierte Einheimische sollten sich melden, gegebenenfalls werde man das Prozedere beschleunigen. Anita Menge hakte wegen dem Baugebiet Ostendstraße Kirchfeldstraße nach. Hierfür seien der Gemeinde aber keine konkreten Pläne bekannt, der Grund befinde sich in Privatbesitz. Ein Bauträger hätte dafür Interesse geäußert. Der für 2017 geplante Ausbau des Geh- und Radwegs an der Ortsverbindungsstraße Mering Unterbergen beschäftigte die Merchinger. Stefan Bernhard begrüßte den Entschluss, den Radweg zu bauen und schlug vor, die gefährliche Kreuzung, an der sich immer wieder schwere Unfälle ereigneten, bei der Gelegenheit vor allem für Fußgänger und Radfahrer zu entschärfen: ein Kreisverkehr oder ein Tunnel für die Fußgänger und Radfahrer sei denkbar. Walch meinte, so eine Lösung sei teuer und er habe „nicht die ganz große Hoffnung, sich mit den Bürgermeisterkollegen darüber zu einigen“. Spontan sprach er eine Lösung mit einer Bretterwand, ähnlich wie am Zollhaus Richtung Landsberg, an.

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