Newsticker

Deutscher Ethikrat lehnt Corona-Immunitätsnachweis ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Mering will mit Bildung trumpfen

11.01.2010

Mering will mit Bildung trumpfen

Mering "Wir brauchen nicht nur Zuschauer und Schiedsrichter in unserer Gesellschaft, sondern auch Mitspieler", brachte es der Bundestagsabgeordnete Eduard Oswald gestern beim Neujahrsempfang der Meringer CSU auf einen einfachen Nenner.

Er forderte in seinem Grußwort vor allem die jungen Menschen dazu auf, sich für die Politik einzusetzen: "Jetzt können Sie die Weichen für das nächste Jahrzehnt stellen."

Oswald zeigte sich in "tiefer Sorge" um die Volksparteien: "Unsere Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn wir uns nicht nur um Einzelinteressen, sondern auch um das Gemeinwohl kümmern."

Darum sei Engagement auch über die eigene Betroffenheit hinaus gefordert. Dabei gelte aber: "Wer's bequem haben will, der hat in der Politik nichts verloren." Der Vorsitzende des Bundeswirtschaftsausschusses machte deutlich, dass Deutschland mit Bildung trumpfen kann. Deshalb verstehe er es sehr gut, wenn Mering sich für ein Gymnasium vor Ort einsetze.

Mering will mit Bildung trumpfen

Und die Bürger der Marktgemeinde dürfen weiter hoffen. Das versprach Rupert Reitberger, der stellvertretend für Landrat Christian Knauer nach Mering gekommen war. "Schulpolitik ist keine parteipolitische sondern eine strukturpolitische Entscheidung." Er hob hervor, dass die Einigkeit unter den Kommunen notwendig sei, damit weder Kissing noch Merching oder Mering ins Hintertreffen gerieten.

Reitberger freute sich, den Meringer Bürgern beim Neujahrsempfang über die positive Entwicklung der Kliniken an der Paar berichten zu können: "Noch vor drei Jahren wiesen die Kliniken ein Defizit von fünf Millionen Euro auf, jetzt stehen wir zum Jahr 2009 bei unter einer Million Euro im Minus." Durch Investitionen habe der Kreis eine Qualität bei den Kliniken erreicht, die zu diesem Erfolg geführt hätten.

Bilanz für die Meringer CSU zog der Ortsvorsitzende Florian Mayer, der sich zu Beginn bei seinem Vorgänger Manfred Drexl, "dem Vater des Neujahrsempfangs", bedankte.

Das Gymnasium für die Marktgemeinde sei 2009 ein großes Ziel gewesen, das nun auch 2010 die politischen Gremien beschäftigen werde. Mayer hoffte auf eine "gute Lösung für alle drei Kommunen" und forderte alle zu Kompromissbereitschaft auf. "Wenn wir das nicht sind, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn andere Gemeinden sich andere Partner suchen."

Das bedeute keine Absage an die Hauptschule in Mering, aber vielleicht ist die Auflösung notwendig, um ein Gymnasium für Mering zu erhalten. Ein weiteres Projekt, das im Gemeinderat auch von der CSU unterstützt wurde, war der Bau der neuen Dreifach-Turnhalle, die 2009 eingeweiht wurde. "Dieser Tag war ein Meilenstein für unseren Ort."

Ein Meilenstein sei auch die Bücherei, die am kommenden Wochenende eingeweiht werde. Bei all diesen Projekten habe der Landkreis die Kommune nicht im Stich gelassen und unterstützt, richtet Mayer sein Lob an Landrat Christian Knauer. Der CSU-Ortsvorsitzende versprach den Bürgern, dass auch in diesem Jahr wieder mit Eigeninitiative im Marktgemeinderat vorangegangen werde. Außerdem will er den Dialog mit den Bürgern noch mehr suchen. Als Showeinlage präsentierte der Meringer Kreis "Kunst-Siam-Kultur" eine Tanzeinlage. Nattaya Yim-in tanzte den Thailändischen Tanz und begeisterte ihr Publikum.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren