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Mering

15.11.2019

Mering zahlt für neuen Pfarrsaal bis zu 500.000 Euro

An Stelle des Papst-Johannes-Hauses will die Pfarrei etwas Kleineres bauen. Dafür gibt der Markt Mering einen Zuschuss.
Bild: Gönül Frey

Plus Kirche baut alleine und bietet einen Raum für bis zu 199 Besucher. Dafür zeigt sich der Markt Mering beim Zuschuss großzügig.

Von der großen Vision 2025 bis zu einer kleineren Kooperation mit der Kommune sind in Mering mittlerweile schon viele Modelle für den Neubau der Pfarrei St. Michael erwogen worden. Wie berichtet, will die Kirche jedoch nun auf dem heutigen Areal des Papst-Johannes-Hauses als alleiniger Bauherr auftreten.

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Als Zugeständnis an die Bedürfnisse Merings würde der Pfarrsaal jedoch mit Platz für 199 Besuchern größer gebaut, als es für die Pfarrgemeinde selbst unbedingt nötig wäre. Diese würde mit einem Raum für 120 Personen auskommen. Die Mehrkosten für den etwas größeren Bau beziffert Pfarrer Thomas Schwartz mit rund 500000 Euro und bittet die Kommune um einen entsprechenden Zuschuss, ähnlich wie er beispielsweise für die Sanierung der Kirche St. Michael oder den Neubau des evangelischen Gemeindezentrums gewährt worden ist.

Über diese Lösung hatte Schwartz vorab Bürgermeister Hans-Dieter Kandler in einem Gespräch und die Fraktionssprecher in einem Schreiben informiert. Kandler erklärte, dass er diesen Vorschlag gegenüber früheren Varianten bevorzuge, weil es so am unkompliziertesten sei. „Dann bauen sie das, was sie für richtig halten“, meinte er. Zuvor stand die Möglichkeit im Raum, dass der Pfarrsaal mit Kapazität für 250 Besucher errichtet würde. Der Markt Mering hätte dann sowohl die Mehrkosten von rund 1,8 Millionen Euro übernehmen sowie sich bei den laufenden Instandhaltungs- und Betriebskosten beteiligen sollen.

Mering zahlt für neuen Pfarrsaal bis zu 500.000 Euro

Bürgermeister will Geld lieber in die eigene Mehrzweckhalle investieren

Wie Bürgermeister Hans-Dieter Kandler erläuterte, hätte er das den Meringer nur schwer vermitteln können. Denn die Marktgemeinde besitze im Zentrum auch noch die Mehrzweckhalle, die Raum für fast 300 Sitzplätze biete, aber dringend sanierungsbedürftig sei. „Da haben wir – je nachdem wie wir es machen – ein bis zwei Millionen Euro Investitionsstau“, sagte er. In Anbetracht dessen wäre es schwierig gewesen eine Summe dieser Größenordnung in ein fremdes Objekt hineinzubuttern. Das habe der Pfarrer auch verstanden und entsprechend nach einem neuen Weg gesucht, der auch in der Bevölkerung akzeptabel ist.

Florian Mayer (CSU) befürwortete die jetzige Lösung ebenfalls und sprach sich auch dafür aus, den Zuschuss zu gewähren. Er hatte bereits einen entsprechenden Beschlussvorschlag formuliert, wonach der Markt Mering einen Zuschuss in Höhe von maximal 500000 Euro leistet. Diese Zusage soll laut Mayer auch nach Außen hin ein Signal der Unterstützung sein.

Grünen-Sprecherin Petra von Thienen erklärte, dass ihre Fraktion den Vorschlag unterstütze. SPD-Sprecher Markus David erklärte, dass er von der Kirche erst belastbare Zahlen haben möchte bevor er eine Höhe des Zuschusses festlege.

Schließlich beschloss der Gemeinderat einstimmig, einen Zuschuss in Höhe von bis zu zehn Prozent der nachgewiesenen Baukosten, maximal aber einen Betrag von 500.000 Euro, für den Neubau der Pfarrgemeinde zu zahlen.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Mering löst das Problem Pfarrsaal pragmatisch und den Artikel Pfarrer Schwartz will Gemeindehaus in Mering im Alleingang bauen

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