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Festival-Bilanz

05.07.2015

Musiker, Tänzer, Affe: alle mittendrin

Zu später Stunde, wenn es etwas abkühlte, wurde es voller auf dem Marienplatz.
Bild: Andreas Schmidt

Das Publikum auf dem Marienplatz bietet der Hitze Paroli. 2000 Gäste waren trotz 35 Grad im Schatten beim Open-Air.

Eine Runde im Marienbrunnen schwimmen – diesen Gedanken konnte man bei einigen sehnsüchtigen Blicken auf den Brunnen erahnen. Zumindest die Füße tauchte der ein oder andere Besucher des Mittendrin-Festivals kurz ins Wasser. Den Wunsch nach Abkühlung spürte man auch bei den Bands. Die Musiker nutzten jede Unterbrechung für Trinkpausen, The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra sangen beim Soundcheck Weihnachtslieder.

Für den Stadtjugendpfleger Matthias Hauskrecht war das diesjährige Mittendrin-Festival ein voller Erfolg – dem Wetter zum Trotz. „Die Hitze hat uns sicherlich Publikum geklaut. Es war einfach eher Badewetter“, so Matthias Hauskrecht. „Umso schöner, dass trotzdem so viele Leute da waren.“ Laut Security lockte die Veranstaltung insgesamt 2000 Besucher auf den Marienplatz. Der Freitag war dabei mit über 1000 Musikbegeisterten der am besten besuchte Tag.

Eröffnet hatte ihn die Band Natural Needs. Sie trommelten die Friedberger vom Baggersee zum Marienplatz und sorgten zu Beginn für glitzernden Konfettiregen. Die vier Musiker der Band Sicksation spielten den Friedberger Marienplatz anschließend in die Dämmerung. Zwei Bands, die mit Club Rock, Hardrock und Hip-Hop gerade bei der jüngeren Generation den Musiknerv trafen. Deren Zusage war von Friedberger Jugendrat und Jugendclub begeistert aufgenommen worden.

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Den Abschluss am Freitag machte The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra. Schon die ersten vier Takte reichten dem Publikum, um zu erkennen: Dieser Auftritt wird vielversprechend. Zum dritten Mal spielte die Ska-Pop-Band auf dem Mittendrin-Festival. „Wir kommen immer wieder gerne. Es ist fast schon wie zuhause“, scherzte Sänger Josef Stadlmaier. Bei Publikum und Band hat sofort die Chemie gestimmt. „Wenn wir auf die Bühne kommen, sind uns die Leute wohlgesonnen. Man schätzt sich gegenseitig.“ Zum Tanzen verteilte sich das Publikum über den Marienplatz. Der ausgelassene Tanzstil des ein oder anderen beanspruchte besonders viel Raum.

Den Samstag eröffnete das Tanzstudio Dance & More mit drei Hip-Hop-Formationen in unterschiedlichen Altersklassen. Zwischen den Auftritten präsentieren die drei Sänger der Band Nyro selbst geschriebene Songs. Die Schulband Baerenbande der Friedberger Konradin Realschule spielte im Anschluss Coversongs. Lehrerin Karin Baer begleitete an der E-Bass.

Ausfallen musste der Auftritt von Blind Capitals wegen Krankheit der Bandmitglieder. Somit knüpfte Based on a true Story direkt an. „Wir waren heute zum ersten Mal in Friedberg. Es ist echt toll hier, wir wollen auf alle Fälle noch einmal herkommen“, sagte Christian Elfinger, der Gitarrist der Band. Einzig das anfangs etwas dünn gesäte Publikum habe dem Vergnügen einen leichten Dämpfer verpasst. „Gegen Ende unseres Auftritts haben die Leute dann aber noch richtig gut mitgemacht, ich bin wirklich voll zufrieden“, sagte Christian Elfinger.

Für die Band Mr. Hill aus Kissing war die Hitze ein Glücksfall. „Dieses Mal haben wir aufs richtige Holz geklopft“, sagte Sänger und Schlagzeuger Ronny Hill. „Heute hat’s deshalb auch besonders Spaß gemacht.“ Beim Fête de la Musique zwei Wochen zuvor schüttete es zum Auftritt in Strömen.

Bei der Mischung aus Rock ‘n‘ Roll, Boogie und Blues bedurfte es beim Publikum nur einer kleinen Aufforderung zum Mitmachen. „Für Musiker ist es oft ein Problem, die Leute zu greifen“, so der Bandleader Ronny Hill. In Friedberg sehe das anders aus: „Die Friedberger machen mit Abstand am besten mit: klatschen, singen, tanzen.“

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