Newsticker
Stiko will Empfehlung zum AstraZeneca-Impfstoff in Kürze ändern
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Nach Leseraktion: Friedberg installiert neue Laternen

Sicherheit in Friedberg

09.01.2019

Nach Leseraktion: Friedberg installiert neue Laternen

In einigen kritischen Bereichen im Friedberger Stadtgebiet sollen neue Straßenlaternen aufgestellt werden.
Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolfoto)

Die Stadtverwaltung hat Hinweise unserer Leser überprüft – und verbessert die Beleuchtung. Wie hoch aber ist das Sicherheitsrisiko in Friedberg überhaupt?

Viele Menschen stören sich an dunklen Ecken in der Stadt – weil sie sich nicht sicher fühlen, oder weil sie Sorge haben, zu stolpern. Deswegen startete unsere Zeitung eine Leseraktion: Friedberger sollten melden, wo in der Stadt Lampen fehlen. Die Zuschriften leiteten wir an die Stadtverwaltung weiter. Mittlerweile hat diese alle kritischen Stellen überprüft – und sie sieht Handlungsbedarf.

Stefan Meyr vom Tiefbauamt berichtet, dass er sich bei der Überprüfung gefragt habe, warum sich an manchen Stellen nicht schon früher Bürger gemeldet haben – so offensichtlich seien die Mängel gewesen. „Die Aktion hat auf jeden Fall etwas gebracht“, sagt er deshalb. Warum aber hat die Stadt die Defizite nicht früher selbst erkannt? Die Verwaltung sei in dieser Hinsicht auf die Bürger angewiesen, sagt Meyr. Um regelmäßig das komplette Stadtgebiet bei Dunkelheit abzufahren gebe es schlicht nicht genug Personal. Wer weitere kritische Stellen kennt, solle sich daher unbedingt an die Stadt wenden.

In Friedberg gibt es kaum Straßenkriminalität

Bereits vor vier Jahren hatte unsere Zeitung eine vergleichbare Aktion gestartet, nachdem Jugendliche im Schutz einer defekten Straßenlaterne einen Passanten Unterm Berg überfallen hatten. Dem Dienststellenleiter der Polizei Friedberg Alexander Wagenpfeil zufolge sind solche Vorfälle allerdings die Ausnahme. In Friedberg gebe es kaum Straßenkriminalität. „Wir haben hier keine Täter, die in der Dunkelheit herumschleichen und auf ihre Opfer warten“, sagte er. Er rät jedem, der sich in bestimmten Bereichen nicht sicher fühlt: Lieber ein paar Schritte mehr gehen und den Bereich umlaufen.

Falls man in der Dunkelheit doch einmal auf einen Täter treffen sollte, empfiehlt Wagenpfeil laut zu schreien, wegzurennen und eine Gegend aufzusuchen, die belebter ist. Konfrontieren sollte man den Täter zum eigenen Schutz nicht. Wenn eine Auseinandersetzung unvermeidbar ist, rät Wagenpfeil zu klaren Ansagen. Ein „Hau ab“ oder „Verschwinde“ könne unsichere Angreifer vertreiben, so Wagenpfeil. Wie man sich in kritischen Situationen behauptet oder im Notfall einen Täter mit gezielten Tritten und Schlägen vertreibt, können Bürger in Kursen der Volkshochschule oder des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord in Augsburg lernen. Mehr Lampen in der Stadt seien aus Sicht der Polizei immer zu begrüßen, erklärt der Friedberger Dienststellenleiter: „Eine gute Beleuchtung ist ein Zeichen von Sicherheit“, sagt er.

Hier will die Stadt Friedberg neue Lampen installieren

  • Sankt Afra zur B2 Weil sich der Bereich außerorts befindet, muss der Stadtrat in die Entscheidung über die Beleuchtung eingebunden werden.
  • Maria-Alber-Straße/Burgfriedenstraße Hier handelt es sich teilweise um Augsburger Stadtgebiet. Deshalb sind Absprachen erforderlich. Grundsätzlich sieht die Stadt aber auch hier Handlungsbedarf.
  • Andechsstraße 8 bis Maria-Alber-Straße Hier werden in diesem Jahr Lampen installiert.
  • Zufahrt zum Friedberger See Weil der Bereich außerorts liegt, muss der Stadtrat über neue Lampen entscheiden.
  • Treppe Achstraße zum Wasserwärterhaus An dieser Stelle sieht die Stadt Handlungsbedarf. Wann und was genau verändert wird, wird noch geprüft.
  • Volksfestplatz Da der Bereich im Zuge des Neubaus der Vinzenz-Pallotti-Schule ohnehin neu überplant wird (wir berichteten), wartet die Verwaltung politische Entscheidungen.
  • Laubenweg in Derching Hier fehlt laut Verwaltung mindestens eine Leuchte. Sie soll im Laufe des Jahres installiert werden.
  • Stadtgraben: Haagstraße bis AOK Diese dunkle Ecke hält die Verwaltung für vertretbar. Trotzdem wird geprüft, ob eine Lampe kommt.
  • Brunecker Straße 52 bis 58 Wie Stefan Meyr berichtet, gab es an dieser Stelle dem Umstieg auf LED-Leuchten Beschwerden darüber, dass das Licht zu hell sei. Daraufhin rüstete die Stadt mit Abschirmblechen nach. „Das haben wir offenbar zu gut gemeint“, sagt Meyr: Denn ein Leser meldete die Stelle im Rahmen unserer Aktion. Nun soll noch einmal nachjustiert werden.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: An kritischen Stellen: im Zweifel für die Lampe

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren