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Friedberg

20.11.2020

Neue Reihenhäuser und Wohnblöcke in Friedberg-Ost

Der Stadtrat machte jetzt den Weg frei für die Nachverdichtung auf dem Grundstück zwischen Konradinstraße, Gutenbergstraße und Aichacher Straße.
Bild: Ute Krogull (Archivfoto)

Plus Das Bauvorhaben an der Konradinstraße beschäftigt den Friedberger Stadtrat bereits seit Anfang 2017. Jetzt macht die Stadt den Weg frei.

Nach einem jahrelangen Tauziehen zwischen Bauherren, Stadt und Anwohnern kann jetzt das Grundstück zwischen Konradin-, Gutenberg- und Aichacher Straße bebaut werden - und zwar in Weise, die gegenüber der ursprünglichen Planung nur in einem Detail verändert ist. Im Friedberger Stadtrat fiel die Diskussion diesmal kurz aus.

Bereits im Frühling 2017 wurden erstmals Pläne für die rund 6500 Quadratmeter große Fläche bei der Stadt eingereicht, die das Vorhaben zunächst als genehmigungsfähig betrachtete. Zunächst waren zwei Grundstückseigentümer an dem Projekt beteiligt; der eine wollte zwei Wohnblocks entlang der Aichacher Straße bauen, der andere elf Reihenhäuser im westlichen Teil des Grundstücks.

Nachverdichtung in Friedberg: Probleme bei der Zufahrt

Dann zeigten sich jedoch Probleme bei der Zufahrt zum südlichen Teil des Grundstücks. Die sollte über einen Stichweg von der Gutenbergstraße her geführt werden, der zwar der Stadt gehört, aber nie öffentlich gewidmet war und deshalb nach Rechtsauffassung der Stadt nicht als Erschließung dienen kann. Für eine Zufahrt von der Konradinstraße her fehlte andererseits der Platz.

Die die Anwohner befürchteten durch diese Verdichtung negative Auswirkungen auf ihr Viertel . Neben einer Reduzierung der Gebäude forderten sie, dass die Zufahrt über die gut ausgebaute Konradinstraße und nicht über die Gutenbergstraße erfolgt. Sie verlangen daher, dass die Bebauung über einen Bebauungsplan geregelt wird, in den ihre Interessen einfließen. Deshalb beschloss der Stadtrat im September 2018 die Einleitung eines solchen Verfahrens und eine Veränderungssperre für das gesamte Grundstück.

Inzwischen ist das Areal in der Hand eines einzigen Eigentümers, der wie vom Stadtrat gewünscht die Zufahrten neu geregelt hat. Die Tiefgarage der Wohnblocks werden von der Konradinstraße her erschlossen, die der Reihenhäuser von der Gutenbergstraße. Der Verkehrsplaner Prof. Harald Kurzak beurteilt die verkehrliche Gesamtsituation als "nicht wesentlich schlechter als heute in Hauptverkehrszeiten". Maximal acht Pkw pro Stunde kommen nach seiner Einschätzung auf der Konradinstraße pro Stunde dazu. Die Belastung werde um gut zehn Prozent ansteigen. Kurzak rechnet damit, dass ein Teil des Autofahrer wegen der schwierigen Einbiegesituation auf die Aichacher Straße lieber gleich den Umweg über die Zeppelin- und die Joseph-Hohenbleicher-Straße nimmt.

Wohnblocks an der Aichacher Straße sorgen für Lärmschutz

Unverändert ist hingegen das Maß der Bebauung, die der Stadtrat ja bereits 2017 für genehmigungsfähig hielt. Laut Baureferentin Lilian Sedlmair hätte wohl auch ein Bebauungsplanverfahren zu keinem deutlich anderen Ergebnis geführt. Eine Riegelbebauung entlang der Aichacher Straße biete sich als Lärmschutz für die hinterliegenden Häuser an. Auch sei aus planerischer Sicht eine viergeschossige städtebauliche Dominante im Kreuzungsbereich Aichacher Straße/Konradinstraße durchaus gefällig. Die Reihenhäuser zur Gutenbergstraße sollen mit drei bzw. zwei Geschossen abgestuft werden. Vergleichbare Bauten in der Umgebung gebe es bereits, die Abstandsflächen seien eingehalten.

"Eine Lösung, mit der die Anwohner leben können", sagte Bürgermeister Roland Eichmann. Als sehr positiv bewertete auch Egon Stamp (Grüne) diese innerstädtische Nachverdichtung. Kritische Anmerkungen gab es nur von seiner Fraktionskollegin Eva Bahner, die gegen die Aufhebung der Veränderungssperre stimmte. Es gebe an der Aichacher Straße kein einziges Haus, das höher als zwei Stockwerke und Dach sei, sagte sie.

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