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Musik

12.01.2017

Noch einmal Weihnachten

Der Singkreis Gempfing mit Erich Hofgärtner am Pult gastierte in St. Martin in Dasing. Foto: Manuela Rieger

Singkreis Gempfing gibt Konzert in der Dasinger Martinskirche

Viel Beachtung fand das A-cappella-Konzert des Singkreises Gempfing in der Pfarrkirche St. Martin in Dasing. Das Programm bot einen Querschnitt über Weihnachtslieder aus den vergangenen Jahrhunderten wie auch der Neuzeit. Unterteilt wurde es in einzelne Blöcke wie die Huldigung Mariens oder die Andacht der Hirten oder der Heiligen Drei Könige. Das Konzert mit Vertonungen der alten Texte in Gegenüberstellung von Kompositionen der Renaissance und der Moderne ließ das Weihnachtsgefühl noch einmal aufleben, gab Raum, der Weihnachtszeit einen besinnlichen Ausklang zu verleihen. Der Singkreis unter der Leitung von Erich Hofgärtner begann mit Max Reger, Carl Orff und Benjamin Britten, die Mutter Maria zu ehren. Die Adventszeit endete mit der Motette „Machet die Tore weit“ von Andreas Hammerschmidt. Das Programm zeigte sich als gelungene Mischung, doch die Umsetzung hätte eine bessere Anpassung der Lautstärke an die Kirche verlangt.

Die verschiedenen Teile des Adventskonzertes begeisterten das Publikum mit gesanglichen Leckerbissen begnadeter Komponisten: Andreas Hammerschmidts „Machet die Tore weit“, Heinrich Kaminskis „Maria durch ein Dornwald ging“ in der Bearbeitung von Hans Rudolf Zöbeley oder Adventi ének von Zoltán Kodály. „Es ist ein Ros’ entsprungen“ – wer diese Worte liest, hat unweigerlich eine bestimmte Melodie im Kopf, neben der bekannten Fassung von Michael Praetorius und Hugo Distler wurde das Lied in einer Fassung von Jan Sandström aus dem Jahr 1990 gesungen, die den (unangetasteten) Satz von Praetorius in eine gesummte, sanft mythische Klangwolke hüllte.

Im frühen Barock gab es noch andere, die den Gedanken an das Weihnachtsereignis mit dem an Rettung und Erlösung sehr direkt formulierten: Johannes Eccard, ebenfalls 16. Jahrhundert schrieb „Übers Gebirg Maria ging“ und „Ich lag in tiefster Todesnacht“. Dazwischen immer wieder Texte von dem Theologen Dr. Florian Kolbinger. Mit den Königen von Peter Cornelius endete das Programm, das Publikum dankte den Sängerinnen und Sängern mit herzlichem Applaus.

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