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Austausch

13.10.2016

Realschüler freuen sich auf Freunde aus Frankreich

Lena aus der Klasse 9c der Realschule Mering (links) freute sich über die Ankunft ihrer Austauschpartnerin Alice aus Ambérieu, bei der sie im März eine Woche zu Besuch war.
Bild: Heike Scherer

38 Jugendliche aus Ambérieu sind zu Gast in Mering und haben in den nächsten Tagen viel vor

Lena besucht die Klasse 9c der Staatlichen Realschule Mering und war im März bei Alice zu Gast. Sie freute sich riesig, ihre „Correspondante“ aus der Partnerstadt Ambérieu in Mering zum Gegenbesuch willkommen zu heißen. 38 junge Franzosen und Französinnen, die seit zwei oder drei Jahren Deutsch lernen, kamen nach neunstündiger Busfahrt am Dienstagabend mit ihren drei Lehrerinnen in Mering an und werden für eine Woche in den deutschen Austauschfamilien bleiben.

Schon seit 1983 besteht der Austausch zwischen der Realschule Mering und dem Collège Saint-Exupéry in Ambérieu, den Andrea Lanzinger und ihre französische Kollegin Christel Grandjean organisieren. „Aufgrund einer Schulreform können Schüler erst ab zwölf Jahren Deutsch lernen und haben weniger Unterrichtsstunden als früher. Es gab Streiks, Unterschriftensammlungen und Demonstrationen gegen diese Entscheidung, aber vergeblich. Im Mai sind Wahlen und wir hoffen auf einen neuen Kultusminister“, erzählt die Deutschlehrerin Christel Grandjean, die seit zwanzig Jahren ihre Schüler nach Mering begleitet und sich mit den Kolleginnen Florence Gilet und Laurence Pinedo auf die bevorstehende Woche in der Partnerstadt freut.

In Mering unterstützen Kristina Krimm und Miriam Biallas die Hauptorganisatorin Andrea Lanzinger. Hauptziel des Austausches ist es, die Sprache des Partnerlandes zu üben und Freundschaften zu schließen. Da die Gemeinden den Austausch finanziell stark bezuschussen, ist dies zu einem äußerst günstigen Preis möglich, wofür sich die deutschen Gasteltern bei der Gemeinde Mering bedanken möchten.

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Bürgermeister Hans-Dieter Kandler begrüßte die jungen Gäste, die zwei Wochen nach dem offiziellen Besuch der Gästegruppe aus Ambérieu eintrafen, in seiner Gemeinde. „Diesmal ist es ein Austausch der Jugend und ich wünsche den jungen Franzosen gute Gespräche und schöne Ausflüge“, sagte er. Da die beiden Lehrerinnen „alte Hasen“ seien, wird die Woche wieder bestens organisiert sein, ergänzte er und amüsierte die Zuhörer, denn diese Bezeichnung gibt es so im Französischen nicht. Auch Schulleiter Andreas Pimpl freute sich, die jungen Gäste nach einer Anreise ohne Stau mit einem internationalen Buffet der Gasteltern willkommen zu heißen. Als Zeichen der Freundschaft hatten sie um die Platten mit Speisen Servietten in den Farben Frankreichs gelegt und auch an der Wand hingen die deutsche und französische Fahne nebeneinander.

Im März besichtigten die Meringer Realschüler bei ihrem Aufenthalt die Städte Lyon und Annecy sowie die Tropfsteinhöhle La Balme. Ihre französischen Austauschpartner werden einen Tag den Unterricht an der Realschule Mering miterleben, bevor sie am Donnerstag in Nördlingen die Altstadt und das Rieskratermuseum besichtigen. Am Freitag steht für die 13- und 14-jährigen Gäste das Bavaria Filmstudio und ein Stadtrundgang zu Fuß durch die Altstadt von München auf dem Programm. Das Wochenende werden sie individuell mit ihren Familien verbringen. Augsburg lernen sie am letzten Tag ihrer Reise kennen.

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