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Castingshow

13.10.2019

Sängerin aus Friedberg arbeitet bei "The Voice of Germany"

Jacky Hoeger aus Stätzling arbeitet als "Side-Coach" im Team von Alice Merton bei "The Voice of Germany".
Bild: Ida König

Popstar Alice Merton ist eine von vier Coaches, die bei "The Voice of Germany" Talenten zum Sieg verhelfen wollen. Ihr zur Seite steht die Friedbergerin Jacky Hoeger.

Mit dem eigenen Gesang das Publikum im Saal, die Zuschauer vor dem Fernseher und am besten alle vier Coaches begeistern: Das wollen die Kandidaten der Castingshow "The Voice of Germany", die aktuell abwechselnd auf ProSieben und Sat.1 läuft. Nach der ersten Runde beginnen nun die "Battles", bei denen je zwei Sänger oder Gruppen aus einem Team gegeneinander antreten und mit einem Gesamtpaket aus Gesang und Bühnenpräsenz überzeugen müssen. Dafür wählen die vier Coaches mit ihren Kandidaten passende Songs aus, die sie mit ihnen bis zur Bühnenreife einstudieren. Unterstützung bekommt Coach Alice Merton dabei von Jacky Hoeger aus dem Friedberger Ortsteil Stätzling.

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Die Musikerin unterstützt als Side-Coach die Kommunikation zwischen Alice Merton, den Talenten und der Produktionsfirma, übernimmt bei Bedarf erweiterte Proben mit den Kandidaten und steht ihnen bei Sorgen und Problemen zur Seite. "Auf dieser riesigen Bühne zu stehen, ist schon für erfahrene Sänger eine große Herausforderung", sagt Hoeger. Dazu komme die Atmosphäre einer Fernsehshow mit unzähligen Mitarbeitern und der Gedanke an Millionen Menschen vor dem Fernseher. "Man kann sich also ausmalen, unter welchem Druck die Teilnehmer stehen, gerade wenn sie erst wenig oder gar keine Bühnenerfahrung mitbringen", erklärt die 28-Jährige.

Jacky Hoeger arbeitet für Alice Merton bei "The Voice of Germany"

Die beiden Sängerinnen Jacky Hoeger und Alice Merton lernten sich im Studium an der Popakademie Mannheim kennen. "Alice Merton war eine derjenigen, die mit Abstand am meisten geprobt und am härtesten gearbeitet haben", erzählt Hoeger. Alice Merton hatte ihren Durchbruch mit dem Hit "No Roots" vor knapp drei Jahren.

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Jacky Hoeger legte sich nicht auf einen Weg fest. "Man hat mir oft gesagt: 'Komm' mal auf den Punkt'", erzählt sie. Aber das sei für sie nicht das Richtige gewesen. Zwar stehen der Gesang und das Unterrichten mittlerweile klar in ihrem beruflichen Mittelpunkt, doch die Projekte sind vielfältig. "Es gibt einfach viele Dinge, die mir Spaß machen und auf die ich nicht verzichten möchte." Ihre eigene Musik, bei der sie gerne auch die Instrumente selbst spielt, veröffentlicht sie unter dem Künstlernamen Jacky Kanlop, eine eigenen CD ist bereits in Arbeit. Außerdem unterrichtet sie Gesang, singt für A-Capella-Gruppen, arrangiert Backgroundchöre und wird für Studioaufnahmen gebucht, bei denen sie zuletzt Gesangsparts für einen Kinofilm eingesungen hat. Bleibt ihr noch Zeit, dann malt sie, fotografiert und dreht eigene Videos. "Besonders die Kombination auf Film und Musik fasziniert mich", sagt die Vollblutkünstlerin.

Um noch mehr zu lernen und andere Einflüsse zu sammelte, studierte sie zwei Semester in Chicago und zog für ein Praktikum nach London. Dort änderte sie auch die Schreibweise ihres Nachnamens Höger in Hoeger und kürzte ihren Vornamen Jacqueline ab.

Was "The Voice of Germany" den Kandidaten bringt

Mit "The Voice of Germany" kommt nun die erste große Fernsehproduktion zum Erfahrungsschatz der Musikerin hinzu. "Die Arbeit mit den Talenten ist mir vertraut, aber der riesige Apparat an Mitarbeitern, der hinter einer Fernsehshow steckt, ist in so einem Umfang neu für mich." Sie sei gespannt, wie die Teilnehmer die Chance für sich nutzen können und wer im Anschluss an die Sendung seinen Weg als Sänger weiterfolgen wird. "Nur weil jemand rausfliegt, bedeutet das ja nicht das Ende einer möglichen Musikkarriere", sagt sie. Das neue Wissen, die gesammelten Erfahrungen und die Kontakte zu Musikmusikern und -sängern seien schließlich die besten Voraussetzungen, um weiterzumachen.

Selbst an einer Castingshow teilzunehmen und sich von anderen bewerten zu lassen, kommt für Jacky Hoeger übrigens nicht in Frage - "da übe ich lieber zwei Stunden Percussion", sagt sie und lacht.

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