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Kissing

11.09.2019

Seniorenbeauftragter soll ältere Menschen unterstützen

In Kissing gibt es viele ältere Menschen, die einsam sind. Ein Seniorenbeauftragter könnte einen Helferkreis für Besuche aufbauen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Der Kulturausschuss in Kissing will eine entsprechende Stelle schaffen. Wofür der Seniorenbeauftragte gebraucht wird.

Die Gemeinde Kissing plant, die Stelle eines Seniorenreferenten zu schaffen. Dieser soll die älteren Menschen in der Gemeinde auf verschiedene Weise unterstützen. Der Jugend- und Kulturausschuss hat nun den Weg in diese Richtung geebnet. Allerdings gab es in nichtöffentlicher Sitzung Beratungsbedarf über die Vertragsdetails.

In einer vergangenen Sitzung des Gemeinderats war die Verwaltung bereits beauftragt worden, eine Kooperationsvereinbarung mit der Katholischen Jugendfürsorge auszuhandeln. Die ist Träger des Mehrgenerationenhauses Casa Cambio, wo der Seniorenreferent angesiedelt werden soll.

MGH-Leiterin Brigitte Dunkenberger erklärte in der Sitzung erneut, wie wichtig die Stelle in ihren Augen ist. Das Casa Cambio bietet schon länger einen Fahrdienst an. Inzwischen gebe es zehn Ehrenamtliche hinter dem Steuer, die rund 1000 Fahrten pro Jahr schultern. 80 Fahrgäste nähmen den Dienst regelmäßig in Anspruch. „Viele fragen den Fahrer dann aber, ob er nicht noch einen Kaffee trinken will.“ Das müssten die Ehrenamtlichen aber aus Zeitgründen ablehnen.

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Viele Senioren in Kissing sind einsam

Ein Seniorenreferent könnte ein Netzwerk von Freiwilligen schaffen, die einsame Senioren besuchen. Ein weiteres Feld sei die steigende Zahl der pflegenden Angehörigen. Die bräuchten dringend eine zentrale Anlaufstelle bei Fragen zu staatlichen Leistungen und Hilfsangeboten. Zudem könnte auch hier ein Helferkreis gegründet werden. „Viele Angehörige drohen auszubrennen“, sagte Dunkenberger. Da seien zwei Stunden Entlastung schon hilfreich.

Die Gemeinde Kissing rechnet mit Fördergeldern vom bayerischen Sozialministerium. Die nachhaltige Unterstützung der Senioren, die Etablierung von Angeboten, der Aufbau eines Netzwerkes und die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle mit Ansprechpartner seien dafür die Voraussetzung, heißt es in der Sitzungsunterlage. Aufgrund der Vernetzung in Kissing und des neutralen Angebots für alle Bürger in der Gemeinde sei das Mehrgenerationenhaus optimal für die Ansiedlung der Stelle.

Vertragsdetails müssen noch geklärt werden

Michael Eder von der CSU sprach sich für das Konzept aus. Zudem merkte er an, dass es im Gemeinderat zurzeit keinen Seniorenbeauftragten gibt. „Ich hoffe, dass wir den Posten in der nächsten Periode wieder besetzen können.“

Silvia Rinderhagen von der SPD sagte, dass die Aufstellung eines Seniorenkonzepts eine wichtige Aufgabe der Gemeinde sei. Ihre Fraktion habe aber noch Klärungsbedarf im Hinblick auf die Vertragsdetails. Darum wurde im öffentlichen Teil kein Beschluss gefasst.

Im Hinblick auf den nichtöffentlichen Teil der Sitzung erklärte der geschäftsleitende Beamte Hubert Geiger auf Anfrage: „Der Jugend- und Kulturausschuss hat zugestimmt, dass es einen Seniorenreferenten in Kissing geben soll.“ Es müssten aber noch Vertragsdetails mit der Katholischen Jugendfürsorge geklärt werden. Danach müsste das Ganze vom Gemeinderat abgesegnet werden.

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