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Friedberg

25.07.2010

Sie hinterlassen ihre Spuren

1. Schulleiterin der Hauptschule Friedberg, Magdalena Singer (Dritte von links) freut sich mit den Klassenbesten (von links): Reinhard Raab, Florian Zeuke, Lukas Zeitler, Dominik Kirchberger, Jasmin Schwankhart, Melissa Plöckl, Franziska Graf. Foto: Miriam Schmidt
Bild: Miriam Schmidt

90 Schüler werden heuer in der Hauptschule Friedberg verabschiedet. Und alle sind sich einige: Sie hinterlassen ihre Spuren.

"Sirtaki" tanzten Schüler bei der Abschlussfeier der Hauptschule Friedberg in der Turnhalle der Grundschule Friedberg-Süd - dabei stand das Fest aber gar nicht unter dem Motto "Griechischer Abend". Die Tänzer, Schüler der 10. Klasse, hatten sich mit dem Auftritt etwas Besonderes für ihren Klassenleiter Wilfried Kaiser ausgedacht. Nach 36 Jahren verlässt dieser nämlich die Hauptschule Friedberg und geht in den Ruhestand nach Griechenland.

Solange waren die 90 Absolventen zwar nicht auf der Schule. Ein bisschen traurig macht sie ihr Abschied aber trotzdem. "Wir glauben schon jetzt, dass wir die Schulzeit immer gut in Erinnerung haben werden", sagte Schüler Semih Bayram. Gemeinsam mit Jasmin Schwankhart ließ er Höhepunkte wie den Faschingsball, den Ndanda-Pausenverkauf oder die Abschlussfahrt noch ein Mal Revue passieren. An die Abschlussfahrten der neunten und zehnten Klassen nach Budapest und Berlin sollte außerdem eine Bilder-Präsentation mit witzigen Untertiteln erinnern. Doch nicht immer ist der Schulalltag so spaßig. "Besonders dann nicht, wenn man an einem heißen Sommertag, statt hitzefrei zu bekommen, im Klassenraum einen Test schreiben muss - oder wenn man im Winter statt einer coolen Schneeballschlacht zum vielleicht uncoolen Schulsport gebeten wird", daran erinnerte Dr. Peter Bergmair, erster Bürgermeister von Friedberg. Dabei nahm er Bezug auf einen Häuptling der Fidschi-Inseln, dem das Schulsystem in den USA völlig fremd war.

In ihrer Schulzeit haben die Absolventen Spuren hinterlassen. Sei es ein Kunstwerk, Abfall auf dem Pausenhof oder bei den Mitmenschen - "wenn du zurückschaust, siehst du, dass du Spuren hinterlassen hast", sagte Lehrer Franz Bradl in einer Besinnung. Jetzt müssten die Schüler entscheiden, wohin es geht.

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Wünsche für den neuen Lebensweg

Für den neuen Lebensweg hatte Elternbeiratsvorsitzende Sabine Schiele ihre Wünsche wie Freiheit, Strebsamkeit und Gesundheit für die Schüler aufgeschrieben und auf eine "Wünsch dir was Rakete" geklebt, die sie später steigen ließ. "Eigentlich würde ich euch gerne heute Abend ein Feuerwerk spendieren - nur dass wir uns vom Elternbeirat das nicht leisten können", sagte Sabine Schiele.

Doch Glück alleine reicht nicht. Natürlich müssen die Absolventen auch etwas tun, um ihre Ziele zu erreichen. 86 Schülern sind die künftigen Spuren im Sinne einer Berufsausbildung oder an einer weiterführenden Schule schon vor Augen. Ob die Zusammenarbeit mit den Kollegen oder Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit: "Es kommt auf dich an", erinnerte Schulleiterin Magdalena Singer die Absolventen.

Der erste Schritt ist mit dem Abschluss schon getan und so konnten sich die Absolventen über ihre Zeugnisse freuen. Diese wurden vor der Feier klassenintern in persönlicher Atmosphäre überreicht. So wurden bei dem Fest nur die Besten auf die Bühne geholt. Geschafft hätten die Schüler das ohne ihre Lehrer nicht. Diese haben so einiges mit den Schülern durchgemacht, wie sich im Sketch "Der ganz normale Wahnsinn" der Klasse 9b gemeinsam mit Klassenleiter Michael Busse-Roth zeigte. In diesem fragte ein Schüler beispielsweise im Winter nach Hitzefrei. "Das war nur ein Sketch", betonte Claudia Faßnacht, stellvertretende Schulleiterin, die durch den Abend leitete. (mirs)

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