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Krankenhaus Friedberg

28.04.2015

So fließt weniger Schweiß bei der Wiederbelebung

Fördervereinsvorsitzender Rüdiger Lischka und Birgit Weiß von der Stadtsparkasse Augsburg übergaben eine Brustkorb-Kompressionsmaschine an Intensiv-Stationsleiter Michael Breitruck, Schwester Margit Lucchesi und Chefarzt Dr. Norbert Schneider.
Bild: Andreas Schmidt

Spende im Krankenhaus Friedberg erleichtert, Leben zu retten. Der Förderverein macht es möglich.

Friedberg Wiederbelebung ist eine anstrengende Sache. Bisher ist der Fördervereinsvorsitzende für das Krankenhaus Friedberg, Rüdiger Lischka, davon ausgegangen, dass vor allem Ersthelfer an der Unfallstelle ziemlich ins Schwitzen geraten. Denn die Herzdruckmassage zur Wiederbelebung ist anstrengend, wenn man hundert Mal pro Minute auf den Brustkorb drücken soll. Dass aber auch Rettungskräfte und später gegebenenfalls Ärzte und Pflegekräfte im Krankenhaus mit solcher Handarbeit Leben retten, war Lischka völlig neu. Nun bekommen die Klinikmitarbeiter auf der Intensivstation dabei Unterstützung durch „Lucas“. Dieses medizinische Gerät ist eine Spende des Friedberger Krankenhaus-Fördervereins. Es wird bei Herzstillstand dem Patienten angelegt und übernimmt dann automatisch nach einem Knopfdruck das Drücken auf den Brustkorb. So wird der Blutkreislauf in Gang gehalten.

Bisher haben da zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte abwechselnd Schwerstarbeit geleistet, wie Chefarzt Dr. Norbert Schneider erklärt. Bis zu einer Stunde konnte das dauern. „Danach war man schweißgebadet“, kann Intensiv-Stationsleiter Michael Breitruck aus Erfahrung berichten. Für ihn und seine Kolleginnen sowie Ärzte bedeutet das eine erhebliche Arbeitserleichterung bei der Reanimation. Die Konzentration gilt dann den anderen Maßnahmen zur Wiederbelebung. Inzwischen war „Lucas“ im Friedberger Krankenhaus schon mehrfach erfolgreich im Einsatz.

Weil es ein wirklich lebensrettendes Gerät ist, freut sich Fördervereinsvorsitzender Lischka besonders über diese Neuanschaffung. Nur ein weiterer „Lucas“ ist im Landkreis bisher im Rettungsdienst im Einsatz. Der Verein hat das Klinik-Exemplar für 11075 Euro angeschafft. Den Großteil davon, nämlich 7500 Euro, hat die Stadtsparkasse Augsburg beigesteuert. „Als Nachbarn unterstützen wir das gerne“, sagt Geschäftsstellenleiterin Birgit Weiß.

Übergeben wurde als weitere Spende des Fördervereins eine Gehhilfe für etwa 750 Euro. Auf der Unfallchirurgie/Orthopädie-Station soll dieser „Gehfrei“ Patienten mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen. Stationsleiterin Elisabeth Lange erklärt, dass dies vor allem unruhigen dementen Patienten zugutekommen wird. Ohne Sturzgefahr können sie somit beispielsweise auf dem Gang unterwegs sein.

Wie der Förderverein mit sonst nicht finanzierbaren zusätzlichen Anschaffungen helfen kann, wissen Ärzte und Pflegekräfte am besten. Vorsitzender Lischka freut sich schon auf weitere Ideen aus dem Krankenhaus.

Als Nächstes ist geplant, die Ambulanz mit einer Spielecke auszustatten, damit dort Kindern die Wartezeit schneller vergeht.

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