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Friedberg

05.03.2019

So trotzt der Friedberger Fasching dem Wetter

Der Faschingsumzug in Friedberg fand trotz des schlechten Wetters statt.
Bild: Peter Fastl

Fast wäre der Faschingsumzug in Friedberg aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Wegen des Sturms kommen nur 5000 Besucher. Das Wetter hat weitere Auswirkungen.

Nur 5000 Zuschauer, also halb so viele wie erwartet, kamen am Dienstagnachmittag zum Friedberger Faschingsumzug. Sturmtief „Bennet“ und die Frage, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden würde, hatten offensichtlich viele abgeschreckt. Bei denen, die der Kälte trotzten, war die Stimmung trotzdem bestens – vielleicht, weil für sie mehr Süßigkeiten abfielen.

50 Wagen und Fußgruppen - das ist Rekord in Friedberg

Eine Rekordteilnehmerzahl von 50 Wagen und Fußgruppen startete um 14 Uhr den Marsch vom Volksfestplatz durch die Innenstadt. Auf die Teilnehmer hatte der Sturm keine negativen Auswirkungen, wie Stadtsprecher Frank Büschel berichtete. Alle Wagen konnten an den Start gehen. Sie waren vorher auf Sturmfestigkeit überprüft worden. Lautstärkemessungen gab es ebenfalls wieder – die alle teilnehmenden Gruppen bestanden. Auch sonst gab es bis Redaktionsschluss keine problematischen Vorfälle.

Das bunte Treiben auf dem Marienplatz hatte die Stadt am Dienstagvormittag aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Wind war so stark, dass die Mitarbeiter des Bauhofs die Bühne nicht ohne Gefahr hätten hochfahren können. Sie wurde deshalb wieder abgebaut. Nur einige Buden verkauften Getränke und Snacks. Viele Besucher hatten sich im Radio oder auf der Website unserer Zeitung informiert, ob der Umzug stattfinden würde.

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Bild: Peter Fastl

So Ruth und Fritz Schöppler aus Friedberg, die mit mehreren Schichten angetan als Piraten der Kälte trotzten. Skiunterwäsche, Fleece-Jacke und windfeste Radlhose gehörten zu ihrer Ausrüstung. Statt auf den Marienplatz zog es sie zum Kehrhaus dann in eines der Lokale, die sich schnell füllten.

Die Teilnehmer des Faschingsumzugs haben sich gegen die Kälte gewappnet

Dick eingemummt waren auch die Teilnehmer: Prinzenpaare hüllten sich in Wolldecken, Funkenmariechen tanzten mit Schals und Ohrenwärmern. Zahlreich war die Zahl der Plüschtiere – praktischerweise halten die Ganzkörper-Tierkostüme rundum warm. Jana Klinger von den Faschingsfreunden Stauden sagte zu „Bennet“: „Natürlich war es mit einem Risiko verbunden, nach Friedberg zu reisen. Wir mussten ja 60 Kilometer fahren.“ Spaß hatte die Gruppe auf ihrem Vampir-Wagen trotzdem.

Honoriert wurde, dass sich viele Wagen und Gruppen Mühe mit der liebevollen Kostümierung gegeben hatten. Auch mehr Friedberg-Motive als in den vergangenen Jahren gab es, darunter die Schlossgespenster (DJK), Froschprinzen aus dem Schloss (Treue Friedberger Faschingsfans), die Kräuterweiber als Pollerweiber und die „SPD hochprozentig“ die den Ausschank von Cocktails auf der Tiefgaragen-Party thematisierte und die Friedberger Allgemeine auf die Schippe nahm.

Diese Gruppen wurden in Friedberg prämiert

Bei der Prämierung gewann die Fußgruppe „Frieda kommt...!“ aus Prittriching vor dem Förderverein Grund- und Mittelschule Stätzling/Derching mit dem Motto „Schule beGEISTert“ und den Treuen Friedberger Faschingsfans.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Die richtige Entscheidung

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