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Mering

12.05.2018

Tierkrematorium soll ins Lechfeld kommen

Der Bauausschuss Mering hat darüber beraten, ob sich in Mering ein Tierkrematorium ansiedeln darf.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Landratsamt sieht eine Bebauung an dieser Stelle kritisch. Meringer Räte sind jedoch anderer Auffassung und begründen diesen Schritt.

In direkter Nachbarschaft zum Tierfutterhersteller Sonac soll in der Lechfeldstraße in Mering ein neues Tierkrematorium entstehen. Über die Umnutzung des bisherigen Firmengebäudes diskutierten die Mitglieder des Meringer Bauausschusses.

Geplant ist dort, ein bereits bestehendes Gebäude zu einem Tierkrematorium umzubauen. Zudem will der Grundstückseigner noch vier Hallen neu errichten. Nach Informationen von Bürgermeister Hans-Dieter Kandler sind Unterstellmöglichkeiten für Wohnwagen und Wohnmobile geplant. „Die sind mir allemal lieber dort in der Halle als bei uns auf den Straßen in den Wohngebieten“, stellte Kandler fest.

Für Petra von Thienen (Grüne) ist eine Bebauung in diesem Gebiet nicht vorstellbar. „Hier sollten wir keinen Präzedenzfall schaffen und deshalb keine neuen Hallen zulassen.“ Nach Auffassung des Landratsamtes liegt das Vorhaben im Außenbereich und widerspricht dem Flächennutzungsplan. Das Grundstück sei als Grünfläche im Bebauungsplan ausgewiesen. Da es sich um die Ansiedlung eines neuen, eigenständigen Gewerbebetriebs handle, könne man auch nicht von der Erweiterung eines bestehenden Unternehmens sprechen. Wenn man sich für den Neubau ausspreche, dann müsste der Flächennutzungsplan geändert werden, so das Landratsamt. Wobei auch das nicht so einfach umzusetzen sei, da das Vorhaben gegen landesplanerische Ziele verstoße.

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Bürgermeister Hans-Dieter Kandler teilt diese Meinung des zuständigen Sachbearbeiters am Landratsamt nicht. „Ich bin der Meinung, dass gegen die Umnutzung des bestehenden Gebäudes nichts spricht.“ Gehe man hier den Weg des Landratsamtes, könne der Besitzer sein Gebäude ja nur noch leer stehen lassen. Georg Resch (CSU) sprach sich ebenfalls für das Tierkrematorium aus. „Das ist doch hier genau in einem Gebiet, wo es niemanden stört.“ Wo, wenn nicht an dieser Stelle könne man so ein Vorhaben realisieren.

Auch gegenüber den Lagerhallen zeigte sich seine Fraktion gesprächsbereit, sofern die Nutzung klar definiert sei. Mehrheitlich wurde das Einvernehmen vonseiten der Gemeinde für das Tierkrematorium erteilt und der Errichtung der vier Lagerhallen zugestimmt. Sollte eine Änderung des Bebauungsplanes oder des Flächennutzungsplanes nötig sein, trägt die Kosten der Antragsteller. (sev)

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