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Kultur

21.10.2014

Tosender Beifall für den „Feuervogel“

Prinz Iwan (Carolina Nees, rechts) erfährt von Prinzessin Zarevna (Shantala Vallentin), dass der Zauberer nicht unbesiegbar ist.
Bild: Heike Scherer

Gelungene Inszenierung in Mering als Bühnenwerk für zwei Personen

Gespannt warteten die Besucher – auch viele Kinder waren gekommen – auf die Premiere von Igor Strawinskys „Der Feuervogel“, zu der das Duo Papagena in die St.-Johannes-Kirche eingeladen hatte. Die etwa einstündige, überaus spannende Aufführung begeisterte die Zuhörer so sehr, dass sie den beiden Schauspielerinnen und Musikerinnen lang anhaltenden Beifall spendeten. Auch die Eltern der Studentinnen sahen das Stück zum ersten Mal und freuten sich über die gelungene Inszenierung.

Seit April 2013 standen Carolina Nees und Shantala Vallentin, die sich bei ihrem Musikstudium in Nürnberg kennenlernten, 80 Mal als Duo Papagena mit Mozarts „Zauberflöte“ auf der Bühne. In nur drei Monaten bereiteten sie ihr zweites Bühnenwerk „Der Feuervogel“ zur Aufführung vor. Shantalas Freund, der in Paris Oboe studiert, schrieb die Orchesterfassung für die vier Instrumente Querflöte, Oboe, Piccolo und Englischhorn um, sodass die beiden Künstlerinnen ab August proben konnten. „Die Musik ist sehr schwer zu spielen, aber die Handlung ist überaus spannend. Deswegen haben wir uns gemeinsam für dieses moderne Werk entschieden“, erklärte Shantala Vallentin nach der Aufführung. Sie studiert derzeit in München Querflöte für den Masterabschluss, während Carolina Nees in Mannheim ihren Master für Oboe erwerben wird. Deswegen konnten sie hauptsächlich in Mering zusammen üben.

Sehr schneller Kostümwechsel

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Während Carolina Nees die Rolle des Erzählers und des Prinzen Iwan übernahm, musste Shantala Vallentin sehr schnell die Kostüme wechseln, um zuerst den Feuervogel, später die Prinzessin Zarevna sowie den bösen Zauberer Koschtschej zu spielen. Prinz Iwan befindet sich auf dem Weg in den Zauberwald, wohin sich schon viele mutige Männer aufgemacht haben, um die entführte Prinzessin zu befreien, aber keiner von ihnen kehrte zurück. Plötzlich erscheint der rot und golden leuchtende Feuervogel und zwitschert auf seiner Piccoloflöte. Er verrät dem Prinzen den geheimen Weg zum Palast des Zauberers und gibt ihm eine Feder, mit der er ihn zu Hilfe rufen kann. Die Prinzessin erzählt von anderen entführten Prinzessinnen – Vallentin setzt drei Kindern aus dem Publikum eine Krone auf. Durch sie erfährt Iwan, dass der Zauberer Koschtschej besiegbar ist, wenn der Prinz den Inhalt einer von Monstern bewachten Truhe zerstört.

Als der böse Zauberer mit einer Maske erschien, bekamen doch manche der kleineren Kinder Angst und flüchteten sich auf den Schoß der Oma. Der Zauberer fordert die Zuschauer, die seine Armee verkörpern, auf, mit den Füßen zu stampfen, und will Iwan in ein Tier verwandeln. In großer Angst fragt Iwan das Publikum um Rat und ruft den Feuervogel zu Hilfe. Während dieser mit Zauberfunken und Gesang alle zum Schlafen bringt, gelingt es Iwan, die Truhe zu finden und den Inhalt, ein Ei in einem Schwein, zu zerstören. Er wird König und heiratet die Prinzessin, den Feuervogel sieht er nie wieder.

Wer sich über das Duo Papagena informieren möchte, hat dazu auf der Internetseite www.duo-papagena.de die Gelegenheit. Eine Buchung ist über die Adresse duo.papagena@gmail.com oder unter 0176/32130763 oder 0176/32187381 möglich. Das Stück ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet. Gerne kommen die Künstlerinnen in Schulen oder größere Säle.

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