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Merching

20.08.2020

Urnenstelen in Merching werden teurer als gedacht

Urnen auf dem Merchinger Friedhof. Bald soll es dort neue Urnenstelen geben.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

Plus Die Gemeinde Merching muss mehr für die Urnenstelen ausgeben, als ursprünglich gedacht. Zudem denkt sie über die Anlage eines Urnenfeldes auf dem Friedhof nach.

Die Gemeinde Merching möchte neuen Platz für Urnen auf dem Friedhof schaffen. Wie sich in der vergangenen Gemeinderatssitzung herausstellte, werden die Stelen mit rund 23.400 Euro aber teurer als zunächst angenommen. Bei der Berechnung hatte sich ein Fehler eingeschlichen.

Der Gemeinderat hatte sich bereits in der Sitzung Ende Juni für die Variante entschieden. Die neuen Grabstellen sollen wie die beiden älteren, die im Zuge dieser Maßnahme gereinigt werden, in einem Kreis angeordnet werden. Die Nachfrage nach dieser Bestattungsart sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gründe dafür seien vor allem der geringere Pflegeaufwand, insbesondere wenn Angehörige weit entfernt wohnen würden.

Neue Urnenstelen: Arbeiten sollen nach der Sommerpause beginnen

Bauhofleiter Tom Schimpfle bestätigte, dass mit den Vorbereitungen für die neue Urnenstelenanlage nach Möglichkeit nach der Sommerpause begonnen werden soll: Der Bauhof wird einige Arbeiten übernehmen. Monika Scheibenbogen regte an, auch über die Anlage von Urnenfeldern nachzudenken: In Kissing und Mering gibt es diese Bestattungsart bereits. Dazu werden in den Boden Urnen eingelassen, die etwa um einen Baum angeordnet sein können, und mit einer Gedenkplatte versiegelt. Die Verwaltung wird nun prüfen, welche Auflagen dazu nötig sind.

Ebenfalls Thema war das Betriebsleiterwohnhaus. Bereits Ende Oktober 2019 wurde in Steinach einem Grundstückseigner mit Schreinerei der Bau eines Hauses genehmigt. Eine Ungenauigkeit in der Planzeichnung, die das Grundstück exakt zwischen dem westlichen und östlichen Grundstücksteil abgrenzte, war nun Anlass für eine erneute Diskussion im Gemeinderat. Diese neue Aufarbeitung hatte auch der Bauausschuss mehrheitlich empfohlen. Zusätzlich sollten dann aber für den Grundstücksanteil der Schreinerei die maximal zulässigen Vollgeschosse ebenfalls rechtlich abgegrenzt werden.

Merchinger Räte diskutieren intensiv über Betriebsleiterwohnhaus

Was auf dem Papier auf den ersten Blick wie eine Formalität aussah, wurde im Gemeinderat jedoch zu einer intensiven Diskussion: Im April hatte der Rat den Antrag bereits abgelehnt. Der Fall wurde jedoch noch einmal per Aktenstudium nachgeprüft und mit beteiligten ehemaligen Räten besprochen. Geplant war ursprünglich, dass in der aktuellen Sitzung eine namentliche Abstimmung erfolgen sollte. So wäre es rechtlich nachvollziehbar gewesen, wenn eine gerichtliche Aufarbeitung des Falls mit eventuellen Schadensersatzforderungen gefolgt wäre.

Dies wurde allerdings vom Rat vehement abgelehnt. Auch deshalb, weil sich neu hinzugekommene Räte nicht in der Lage sahen, die Materie, die sich über Jahre hinzieht, neutral aufzuarbeiten. Denn ursprünglich wurde eine entsprechende Bauvoranfrage bereits 1984 mit dem Erwerb des Grundstücks behandelt, die hinfällig wurde, weil die Frist verstrichen war. Ab Januar 1998 wurden die Pläne bezüglich einer Erweiterung mit Betriebsgebäuden und einem Betriebsleiterwohnhaus über das gesamte Grundstück wieder aufgenommen. Entsprechend kontrovers waren die Meinungen und Erfahrungen, welche die Räte zur Diskussion beisteuerten. Letztlich wurde die Änderung mit 9:5 Stimmen positiv beschieden.

Marktgemeinde Merching unterstützt die Volkshochschule

Weitere Themen im Gemeinderat Merching waren:

Der Breitbandausbau in Merching war Thema im Gemeinderat.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Daten: Zur Lieferung der Daten, die der Bundesnetzagentur zu einem Informationssystem für den Breitbandausbau dienen sollen, wurde der Gemeinde ein Vertrag angeboten. Dem stimmte der Rat einstimmig zu. In den Infrastrukturatlas sollen etwa bestehende Glasfaserleitungen, Straßenlaternen, Leerrohre, Abwasserleitungen und Ampeln aufgenommen werden. Im Falle eines negativen Beschlusses seitens der Gemeinde wäre die Kommune trotzdem zur Mitwirkung verpflichtet gewesen, wenn sich relevante Infrastrukturen für den Ausbau ergeben hätten.

Volkshochschule: Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie kann sich die Volkshochschule im Kreis finanziell nicht selbst tragen. Basierend auf dem Beschluss der Mitgliederversammlung sollen nun die Finanzlücken zur Hälfte durch die Gemeinde, entsprechend ihrer Einwohnerzahl, gedeckt werden: Auf Merching entfallen nun 2900 Euro, die nicht in den Haushalt eingeplant wurden. Die Gemeinde wurde bisher noch nie zu einer Zuzahlung aufgefordert. Entsprechend überrascht über die außerplanmäßige Summe war man im Merchinger Rat – befürwortete aber dennoch eine Unterstützung der Vhs.

Bücherei: Wie in jedem Jahr genehmigte der Rat einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro für die Pfarrbücherei in Merching. Damit sollen wieder neue Bücher erworben werden.

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