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Freizeit

10.08.2017

Was ein Tag auf dem Volksfest kostet

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Andreas Bolleininger kam mit seinem Sohn Kilian am Familientag zum Friedberger Volksfest. Denn ein bisschen Geld lässt sich dank der günstigeren Angebote sparen.
Bild: Felicitas Lachmayr

Das Friedberger Volksfest ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Aber wie viel geben Eltern eigentlich aus, wenn sie den ganzen Tag mit ihren Kindern unterwegs sind?

Gebrannte Mandeln, eine Runde im Kettenkarussell, eine Zuckerwatte und dann noch zweimal Autoscooter – das Friedberger Volksfest ist für Kinder ein Paradies. Doch für Eltern fordert es nicht nur Geduld und Nerven, sondern auch einen vollen Geldbeutel. Denn so ein Tag auf dem Volksfest mit der ganzen Familie kann teuer werden. Der Familientag soll den Geldbeutel entlasten. Doch wie viel geben die Besucher eigentlich aus bei ihrer Runde über den Rummel?

„Bei uns waren es etwa 15 Euro“, sagt Andreas Bolleininger. Er ist mit seiner Frau und seinen beiden Kindern unterwegs. „Wir sind extra zum Familientag gekommen“, erzählt der 35-Jährige. Denn da spare man ein bisschen was. „Wir sind seit einer Stunde da, aber jetzt reicht es dann auch mit den vielen Leuten und der Lautstärke“, sagt Bolleininger. Sein Sohn Kilian habe sich die ganze Woche auf den Tag gefreut. Zum ersten Mal saß er heute im Autoscooter. „Wir haben zwei Minuten durchgelacht“, erzählt Bolleininger. Aber nach zwei weiteren Fahrgeschäften sei es gut. „Er ist noch genügsam“, sagt Bolleininger lachend. Da reiche einmal fahren.

Am Familientag kosten die Fahrgeschäfte weniger

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Anders sieht es bei Lukas aus. Stolz hält der Zehnjährige drei Fahrtickets für die Kinderbahn in der Hand. Die verschiedenen Autos der Bahn wollen getestet werden und seine kleine Cousine Sofie darf auch eine Runde mitfahren. „Man muss den Kindern in den Ferien schon etwas bieten“, sagt Ingeborg Ludwig, die Oma der beiden. Sie ist mit ihren beiden Töchtern und den zwei Enkeln unterwegs. Es lohne sich auf jeden Fall, am Familientag herzukommen. „Noch haben meine Töchter alles bezahlt, aber ich spendiere dann die zweite Runde“, sagt Ludwig schmunzelnd. Ihrer Schätzung nach dürften es schon 30 Euro sein, die man ausgebe. Autoscooter, Kettenkarussell, zwei Stofftiere, gebrannte Mandeln, ein paar Runden auf der Kinderbahn, da kommt einiges zusammen.

Am Familientag kosten die Fahrgeschäfte weniger. Mindestens einen Euro pro Fahrt, bei drei oder fünf Fahrten auch mehr. So kostet eine Runde im Kettenkarussell oder in der Kinderbahn zwei statt drei Euro. Davon profitieren nicht nur die Eltern. „Ich verlange zwar weniger, aber dafür ist an dem Tag umso mehr los“, erzählt Mario Spoo, der die Kinderbahn betreibt. „Das Geschäft läuft dann mehr über die Menge als über den Preis.“

Spaß zählt mehr als Geld

Um den finanziellen Überblick zu behalten, hat sich Manuela Mahl aus Friedberg ein einfaches Konzept überlegt. „Meine Kinder bekommen jeweils zehn Euro und damit können sie selbst haushalten und überlegen, mit was sie wie oft fahren möchten“, sagt sie. Im Schnitt seien das vier oder fünf Fahrten und dann sei Schluss. Das Kettenkarussell und die Kinderbahn stünden hoch im Kurs. „Am Ende spendiere ich vielleicht noch eine extra Runde“, sagt Mahl. Sie ist überzeugt, dass es sich lohnt, am Familientag herzukommen.

Das findet auch Franziska Doga, die mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern zum Volksfest kam. „50 Euro werden es schon sein, die man hier ausgibt“, schätzt sie. Am Familientag sei es günstiger als sonst. „Allerdings dürfen die Kinder auch öfter fahren“, sagt sie lachend. So bleibt es am Ende offen, ob die Eltern tatsächlich etwas sparen oder die Kinder einfach zwei extra Runden drehen. Letztendlich zählt der Spaß doch mehr als das Geld.

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