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Mering

19.05.2019

Wo Kulturen sich friedlich begegnen

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Die Kinder der Tanzschule Alisa begeisterten mit ihren russischen und ukrainischen Nationaltänzen.
Bild: Sabine Roth

In der Meringer Mehrzweckhalle treffen Afrika, Asien und Europa aufeinander. Rund 300 Besucher erleben ein Festival mit farbenprächtigen Aufführungen.

Insgesamt 17 Gruppen standen auf der Liste des bunten Programms am Samstagnachmittag. An die 300 Besucher wollten sich so ein Schauspiel natürlich nicht entgehen lassen und kamen in die Meringer Mehrzweckhalle, um sich alles anzusehen, aber auch um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Über zwölf Nationalitäten vereint der Internationale Kultur Verein Mering (IKM), der dieses Festival bereits seit 2013 jedes Jahr im Mai ausrichtet. Bunt waren auch das reichhaltige Kuchenbuffet und die Speisen aus der ganzen Welt. Der gebratene Reis mit Gemüse und Bohnen sowie scharfem Hähnchen und Samosas, den indische Teigtaschen, roch schon von Weitem so gut, dass man zugreifen musste.

Mitglieder des Meringer Vereins backen Kuchen

Charlotte aus Kamerun kam aus der Schweiz angereist, um beim Kochen zu helfen. Die Kuchen werden jedes Jahr von den Mitgliedern des Vereins selbst gebacken. Franz Kralj aus Ried, das neueste Mitglied im Verein, hat drei Kuchen mitgebracht: eine Sachertorte, einen Erdbeerkuchen und Lemmingtons, ein australisches Gebäck mit Kokos und Schokolade.

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Internationales Festival in Mering

Bunt war es nicht nur am Buffet, auch an den Tischen saßen die Menschen unterschiedlichster Nationen beisammen und tauschten sich aus. Die meisten nahmen sich Zeit und sahen sich das bunte Programm an. Die IKM-Vorsitzende Maureen Lermer war begeistert über die Vielfalt an Darbietungen. „Das Programm ist das Wichtigste für uns. Ein Event dieser Größe erfordert viel Mut und großen Einsatz.

Das muss Gruppen aus verschiedenen Ländern vereinen. Und das ist uns diesmal wieder gelungen. Aber auch die Vielfalt am Buffet begeistert mich. So viele Kuchen hatten wir noch nie“, freute sich Lermer und strahlte über das ganze Gesicht. Besonders dankte sie ihren Mitgliedern für ihren Einsatz. Die Künstlersuche sei jedes Mal sehr aufwendig und bleibt bis zum Schluss spannend.

Einige Gruppen sind in Mering neu dabei

Es gab einige bewährte Programmpunkte, doch diesmal waren viele Gruppen neu dabei. Los ging es um 15 Uhr mit den Kindern, die internationale Flaggen in den Händen hielten und durch die mit Fahnen und Blumen bunt geschmückte Halle einzogen. Sie ließen das Motto des IKM „Sich mit Respekt, Toleranz und Offenheit begegnen“ gemeinsam mit Maureen Lermer auf der Bühne lebendig werden.

„Das ist eine bunte Veranstaltung und ich freue mich jedes Mal wieder, dass alle Kulturen miteinander feiern, lachen und sich austauschen“, so Bürgermeister Hans-Dieter Kandler bei der Begrüßung zum achten Internationalen Festival.

In der Meringer Mehrzweckhalle geht es Schlag auf Schlag

Gleich danach ging es Schlag auf Schlag. Drei Kindertanzgruppen des Tanzstudios Effekt aus Kissing brachten Schwung auf die Bühne. Danach entführten der Trachtenverein Friedberg und Almarausch Mering in die bayerische Tradition, und die Schulband der Realschule Mering begeisterte mit ihrer Sängerin Jessi und Abba-Songs aus dem Musical „Mama Mia“ sowie dem Lied Soul Sister.

Als nächstes sorgte die Tanzschule Alisa aus Augsburg mit drei Gruppen und ihren aufwendigen Gewändern und dem Kopfschmuck aus Russland und der Ukraine für Furore. Da wundert es nicht, dass sie auf Platz sechs der erfolgreichsten Tanzschulen in Deutschland stehen und einen Wettbewerb nach dem anderen gewinnen. Danach gab es Tänze aus Thailand mit den Thai Tanzkids, und Malaika Lermer präsentierte mehrere Songs.

Luan Fernando bringt das Publikum zum Schwärmen

Nach einer Pause ging es weiter mit den DeeDots, einer Accoustic Popgruppe aus Dachau und Mering, danach dominierten südamerikanische Klänge mit dem Brasilianer Luan Fernando an seiner Gitarre, der mit seiner weichen Stimme das Publikum zum Schwärmen brachte.

Anschließend wurde es bei der Modenschau richtig bunt und farbig auf der Bühne: Die neuesten Kreationen der Mode „Ndemela 2019, Fantasy & Harmony“ standen im Rampenlicht. Als Models waren Mitglieder des IKM und ihre Kinder dabei, aber auch die Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr mit ihrer Tochter.

Danach ging es weiter mit den Korean Drums aus Augsburg und der Tanzschule Tulay, die schon traditionell mit ihrem Bauchtanz für eine tolle Stimmung sorgte. Einen Kontrast dazu brachten die Rockband „The Kraimers“ aus Mering und der französische Sänger Aimay. Zum Finale begeisterte die Tanzschule Baila Bavaria mit ihren Salsa-Tänzen. Sie animierten die Besucher auf die Bühne zu kommen und mitzumachen. Danach wurde mit DJ Sam KISS bis in die späten Abendstunden weiter getanzt.

IKM gewinnt neue Mitglieder

„Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit rund 300 Besuchern. Die Tradition und das Moderne passten wunderbar zusammen. Afrika und Europa feierten friedlich miteinander“, freute sich Maureen Lermer. Auch zwei neue Mitglieder konnten geworben werden: die Mexikanerin Dennys Vidal Díaz de Krüger, die erst seit kurzem in Mering wohnt, und der Meringer Stefan Hummel.

„Toll finde ich, dass der Erlös für einen guten Zweck an Menschen in der Region geht. Wichtig ist es auch, dass die Kinder sich hier beim Festival kennenlernen“, sagt Sylvia Beyerle aus Augsburg, bekannt als Sängerin Mombee. Auch sie ist bunt. Ihre Mutter ist Griechin, der Vater stammt aus Puerto Rico. Geboren ist sie in Augsburg. Dass hier auf dem Land so friedlich gefeiert wird, gefällt ihr gut.

Erlös geht an die Ambulante Pflege in Mering

Die Einnahmen des Festivals gehen diesmal an die Ambulante Pflege in Mering, weil hier alten und kranken Menschen geholfen wird, dass sie möglichst lange noch in ihrem gewohnten Umfeld selbstständig leben können. Die Höhe der Spende gibt der IKM noch bekannt. Wer jetzt Lust hat, beim Verein mitzumachen, ist gerne willkommen.

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