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30.07.2010

Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

Gut gelaunt präsentierte Reinhold Demel, Chef der Agentur für Arbeit Augsburg, die Arbeitslosenzahlen. "Die Quote sinkt zum fünften Mal in Folge und steht jetzt bei 5,0 Prozent", sagte er. Dies entspricht etwas mehr als 17 000 Arbeitslosen in der Region Augsburg. Anfang des Jahres waren es noch über 20 000 Menschen.

"Die Konjunktur ist angesprungen. Die Zahl der Kurzarbeiter ist weiter auf etwa 6000 gesunken und wir verzeichnen einen Anstieg bei der Zeitarbeit. Sie zieht beim Aufschwung immer als Erstes an", so der Agenturchef. In diesem Bereich wurden diesen Monat fast 900 der insgesamt 1670 neuen Stellen gemeldet. Vor allem Ausländer profitieren vom Konjunkturaufschwung. Diese seien traditionell sehr stark im produzierenden Gewerbe und in der Zeitarbeit vertreten, erklärte Demel. Sehr zufrieden ist er auch mit dem Stellenbestand von fast 3200 Angeboten. "Damit liegen wir noch über den Werten vom Oktober 2008. Das war der letzte Monat, bevor wir die Wirtschaftskrise spürten."

Metzger und Köche sind gefragt

Auch bei den Ausbildungsstellen verzeichnete die Agentur im Juli mehr Angebote als in den beiden Vorjahren. Allerdings kommen heuer über 4000 Bewerber auf 3200 Stellen, das heißt: auf acht Stellen kommen zehn Bewerber. Die Jugendlichen sind laut Demel vor allem an Berufen im Dienstleistungssektor interessiert. Wer als Metzger, Bäckereiverkäufer oder Koch anfangen will, hat hingegen gute Chancen. Hier gibt es laut Agenturchef noch freie Stellen. "Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage stimmt noch nicht. Die Firmen sollten für ihre Zukunft vorsorgen und uns weitere Ausbildungsstellen melden", mahnte Demel.

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Weniger Arbeitnehmer zahlen Sozialabgaben

Neue Zahlen legte die Agentur nun auch zu den sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen vor. Deren Zahl lag am Stichtag, dem 31. Dezember 2009, bei weniger als 210 000 Menschen. Die Behörde registrierte einen Rückgang um über 1400 sozialversicherungspflichtige Jobs. Besonders stark betroffen war das produzierende Gewerbe (minus 2700). In der öffentlichen Verwaltung wurden hingegen am häufigsten Arbeitnehmer eingestellt (plus 943).

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