Ringen

29.11.2018

Hallbergmoos ist doch zu stark

Im klassischen Stil entschied Lennart Bieringer durch seine aktivere Ringweise das Duell knapp für sich. Doch der TSC Mering setzte sich an diesem Tag im Team nicht gegen Hallbergmoos durch.
Bild: Biallowons

Bei der 10:22-Niederlage des TSC Mering bleibt die große Überraschung aus. Aber Niklas Guha gewinnt seinen Spitzenkampf

Vor dem Spitzenduell der Bayernliga Süd zwischen dem drittplatzierten TSC Mering und dem Tabellenzweiten aus Hallbergmoos war den Verantwortlichen des TSC bewusst, dass „es nicht leicht werden würde“. Nach der Niederlage gegen den Favoriten räumte TSC-Sportwart Peter Tränkl ein: „Wir haben immerhin vier von neun regulären Kämpfen gewonnen. Mehr war an diesem Tag nicht drin.“

Dies galt auch für die Begegnung zwischen Luca Gelb und Matthias Wimmer im Schwergewicht. Der junge TSCler landete nach einer halben Minute auf den Schultern. Zuvor hatten die Gastgeber bereits vier Zähler kampflos einfahren können, denn der TSC konnte im Fliegengewicht keinen Ringer stellen (Stand 8:0). Bis 61 Kilo gab Kilian Krupna im freien Stil sein Bestes, um die Niederlage gegen Ex-Meringer Rene Winter in Grenzen zu halten. Der Youngster erfüllte seine Aufgabe mit nur drei abgegebenen Mannschaftspunkten gut (Stand 11:0).

Ebenfalls seinen Soll erfüllte Zsolt Dajka bis 98 Kilo griechisch-römisch: Der Ungar fertigte Hubert Otipka mit einer Durchdreherserie überlegen ab und holte die ersten Punkte für das Team aus Mering (Stand 11:4). Einen spannenden und engen Kampf sahen die Zuschauer bis 66 Kilo. Im klassischen Stil entschied Lennart Bieringer durch seine aktivere Ringweise das Duell gegen Andreas Walbrun am Ende mit 3:1 knapp für sich (Stand 11:5). Noch näher ran kam Mering durch Bartosz Sofinski bis 86 Kilo Freistil. Der zweite ausländische Athlet des TSC erlaubte sich gegen Emrah Aydin nur eine Unaufmerksamkeit, siegte schließlich souverän mit 10:4 (Stand 11:8). Nur anfangs konnte Moritz Zeitler seinen Gewichtsvorteil bis 71 Kilo Freistil gegen Ivan Zamfirov zur Geltung bringen, doch in der restlichen Kampfzeit war der Moldavier zu schnell für den Meringer und siegte klar (Stand 14:8). Doch der Kampf des Abends sollte erst jetzt bestritten werden.

In der Klasse bis 80 Kilo griechisch-römisch standen sich mit Jakob Jung und Niklas Guha die beiden besten Ringer dieser Klasse gegenüber. Dabei durchlebten beide Fanlager ein Wechselbad der Gefühle: Erst hatte Jung seinen Kontrahenten nach einem Kopfzug am Rande der Schulterniederlage und brachte die Halle zum Toben, dann kämpfte sich Guha zurück und feierte mit seinen Fans den knappen Sieg (Stand 14:10). Damit baut Guha seine Serie auf elf Siege und nur eine Niederlage aus. Die Gäste konnten wieder etwas Hoffnung schöpfen, doch diese wurde bei bis 75 Kilo griechisch-römisch schnell zerstört. Benedikt Rieger hatte gegen Vladislavs Jakubovics keine Chance und verlor nach nur einer Minute deutlich (Stand 18:10). Ähnlich erging es Nico Winter bis 75 Kilo Freistil. Trotz heftiger Gegenwehr musste er sich noch vor Ablauf der Kampfzeit gegen Andreas Pflügler hoch geschlagen geben. Mit den letzten vier Punkten für Hallbergmoos war der 22:10-Triumph des Favoriten aus München perfekt. Der TSC behauptet dennoch den dritten Platz der Bayernliga Süd und bestreitet am kommenden Wochenende den letzten Heimkampf der Saison.

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