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Motocross

20.01.2020

Team Sturm aus Kissing räumt gewaltig ab

Der Amerikaner Mike Alessi zeigt für das Team Sturm aus Kissing in Dortmund eine klasse Leistung.
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Der Amerikaner Mike Alessi zeigt für das Team Sturm aus Kissing in Dortmund eine klasse Leistung.
Foto: Steve Bauerschmidt

Plus In der Westfalenhalle sichert sich Anthony Bourdon den Titel „Prinz von Dortmund“. Insgesamt stehen die Kissinger zwölf Mal auf dem Podest.

Das Motocross-Team Sturm legte beim Finale des ADAC SX-Cup 2019/2020 in der Dortmunder Westfalenhalle eine herausragende Leistung aufs Parkett. An allen drei Tagen war die Halle mit 28500 Zuschauern ausverkauft und die Stimmung kochte.

Aufgrund Verletzungen oder anderweitiger Verpflichtungen wurde im Team gewechselt. Neu an Bord waren in der SX1-Klasse der Amerikaner Kyle Chisholm, in der SX2-Klasse US-Boy Joey Crown und die Franzosen Anthony Bourdon, Julien Rossally sowie in der SX125-Klasse Dorian Koch.

Motocross in Kissing: Sturm-Piloten auf Platz eins und zwei

In der SX125-Klasse, die den Nachwuchs im Supercross fördert, zeigten die beiden Sturm-Piloten Pius Bergmann und Dorian Koch ab dem ersten Training, dass mit ihnen zu rechnen sein würde. Beim Rennen lagen dann im Finale Bergmann auf eins und Koch auf zwei, bis kurz vor Schluss sah es nach einem lupenreinen Doppelsieg aus. Dann jedoch wurde Koch aber noch von einem Mitstreiter unsanft abgeräumt und musste sich mit dem vierten Rang zufriedengeben. In der Gesamtwertung aller drei Tage schaffte das Team Sturm aber den Doppelsieg: Bergmann siegte vor Koch.

In der SX2, also bei den „jungen Wilden“, war Team Sturm stark vertreten. Dare Demartile führte seit Chemnitz die Klasse an, Neuverpflichtung Joey Crown zeigte seine Klasse schon in Genf mit dem Sieg und die beiden Franzosen Bourdon und Rossally waren in der französischen SX2-Serie die schnellsten. Demartile gewann sein Halbfinale, aber im Finale machten ihm die Nerven einen Strich durch die Rechnung – er wurde Elfter. Der Rest der SX2-Stürmer war immer vorne zu finden. Im Finale am ersten Tag wurde Crown Zweiter, Bourdon fuhr ungefährdet auf dem dritten und Roussally auf dem sechsten Platz ins Ziel. An Tag zwei schied Demartile im Halbfinale aus. Die anderen drei trumpften auf. Im Finale schoss Crown aus dem Gatter und legte einen spektakulären Lauf hin und fuhr souverän als Erster über die Ziellinie, gefolgt von Bourdon und Roussaly. Lange sah es nach einem reinen Sturm-Podium aus, aber Julien Roussally rutschte noch auf Platz vier. Am dritten Tag bot sich das gleiche Bild: In den Trainings war in jeder Gruppe ein Sturm-Fahrer der schnellste. Im Finale führten Joey Crown und Anthony Bourdon, als Crown nach einem Fehler auf Rang vier zurückfiel. Anthony Bourdon siegte, Crown kletterte noch auf Platz drei und Roussally hatte das Rennen nach einem Startcrash frühzeitig beendet.

Ein Schaukampf für die Zuschauer

In der Gesamtwertung waren Anthony Bourdon und Joey Crown punktgleich, aufgrund des Tagessiegs am letzten Tag wurde Bourdon zum „Prinz von Dortmund“ gekürt. Julien Rossally wurde Gesamtfünfter.

In der SX1-Klasse war Mike Alessi in jedem Training unter den schnellsten Leuten. Für Neuverpflichtung Kyle Chisholm war das Event nach dem Training schon gelaufen: Ein heftiger Sturz zwang ihn zur Pause. Mike Alessi wollte für das Team alles rausholen, was möglich war. Vor dem Finale stand noch das „Bar2Bar-Race“, ein Schaukampf für die Zuschauer, auf dem Programm. Alessi holte sich problemlos den Sieg und damit den ersten Erfolg in der großen Klasse für die Bayern.

Auch im Finalrennen ging Alessi mit der Spitzengruppe auf die wilde Fahrt. Nach harten Kämpfen wurde er Vierter mit nur hauchdünnen drei Sekunden Rückstand zum Sieger.

Anthony Bourdon wurde in der Westfalenhalle zum „Prinz von Dortmund“ gekrönt. Auch er fährt für das Team Sturm aus Kissing.
Foto: Steve Bauerschmidt

Auch am zweiten Tag war Mike Alessi super drauf und immer bei den Top-Leuten dabei. Im Finale musste er aber in der Spitzengruppe einmal kurz zu Boden und mehr als der siebte Platz war nicht mehr zu erreichen.

Auch im Finale des dritten Tages wurde er nach einem Fahrfehler wieder Siebter. Kyle Chisholm fuhr nach seinem Sturz wieder und der fünfte Platz im Finale war noch ein versöhnlicher Abschied. Mike Alessi holte sich in der Dortmund- und in der SX-Cup-Wertung jeweils den vierten Platz.

Mit dem SX125 Sieger von Dortmund, dem Prinz und Vize-Prinz von Dortmund in der SX2 sowie einem schnellen Mike Alessi, dazu insgesamt zwölf Podiumsplatzierungen im gesamten SX-Cup, festigte das Team Sturm seinen Status als eines der besten und erfolgreichsten Teams im europäischen Supercross-Fahrerlager.

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