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Die Ess-Kastanie: Alle Infos zum langlebigen Nutzbaum

Der Esskastanienbaum kann viele hundert Jahre alt werden. Einen Steckbrief und Infos zum Wachstum und zur Pflege gibt es hier.
Foto: Fotolia

Die Ess-Kastanie gehört zu den langlebigsten Bäumen weltweit und ist nahezu unvergänglich. Wir haben einen Steckbrief, Pflege-Tipps und alle Infos zum Esskastanienbaum für Sie.

Ewig zu leben ist seit jeher ein Traum der Menschheit. In diesem Punkt aber ist uns die Natur einen großen Schritt voraus: Im Tierreich etwa überdauert die sogenannte „Unsterbliche Qualle“, ein bizarr wirkendes Wesen aus dem Mittelmeer mit dem ebenso bizarren Namen „Turritopsis dohrnii“, den Tod, indem sie sich immer und immer wieder reproduziert – so lange sie nicht gefressen wird, versteht sich. Und auch in der Pflanzenwelt gibt es Arten, die quasi unvergänglich sind. Darunter auch der Baum des Jahres 2018.

Kein Weihnachtsmarkt ohne einen Maronenstand. Das Aroma der feinen, gerösteten Nüsse ist unverkennbar und aus der Adventszeit nicht wegzudenken. Als „Brot des kleinen Mannes“ bezeichnete man die Früchte der Ess-Kastanie zu früheren Zeiten. Zwar lässt sich aus ihnen unter anderem tatsächlich ein wohlschmeckendes Brot backen, und auch hinsichtlich des Nährwertes – die Nüsse liefern rund 200 Kalorien pro 100 Gramm bei wenig Fett und hohem Ballaststoffanteil – können Esskastanien durchaus mit anderen Grundnahrungsmitteln wie etwa der Kartoffel mithalten; der Name leitet sich ursprünglich aber wohl vom Aussehen der braunen Leckerbissen ab, welches tatsächlich mit etwas Fantasie einem Laib Brot ähnelt.

Der Esskastanienbaum ist nahezu unsterblich

Der Baum an dem die Delikatesse wächst hat aber noch weit mehr zu bieten: Ein strapazierfähiges Holz etwa, das jahrhundertelang für Haus- und Möbelbau, aber auch zur Herstellung von Fassdauben in der Winzerei genutzt wurde. Einen attraktiven Energieträger zur Herstellung von Brennstoffen wie Hackschnitzel oder Pellets. Und die eingangs beschriebene Fähigkeit, dem Tod von der Schippe zu springen.

Kastanien.
Foto: Fotolia

Doch wie funktioniert das nun eigentlich mit der Unsterblichkeit der Ess-Kastanie? Bäume dieser Art wachsen gerne in die Breite. Deutschlands dickstes Exemplar befindet sich im Karlsruher Schlossgarten und weist einen stolzen Umfang von 9,70 Metern vor. Im Alter neigen diese gigantischen Stämme jedoch dazu, hohl zu werden – und bei entsprechender Witterung abzubrechen. Dies tut dem Lebenswillen des hölzernen Burschen jedoch keinen Abbruch: Er treibt an der Stammbasis neue Triebe aus, die dann wieder zu richtigen Bäumen heranwachsen können. Ein Zyklus, der sich theoretisch endlos wiederholen kann.

Tatsächlich gibt es Zeugnisse, dass dieser Vorgang in der Geschichte keine Seltenheit, sondern sogar eher die Regel war. So befinden sich in Sizilien nahe des Ortes Sant’Alfio eine noch immer treibenden Ess-Kastanie, die laut Experten auf mindestens 2000 Lebensjahre geschätzt wird. Sie besteht bis heute aus mehreren Stammfragmenten, dessen mächtigster allein einen Umfang von 22 Metern hat. Eine mittelalterliche Legende besagt, dass einst Königin Johanna I. von Kastilien bei einer Treibjagd von einem Unwetter überrascht wurde und mitsamt ihrer Entourage bestehend aus einhundert Reitern unter dem riesigen Kastanienbaum Schutz fand. Seither wird dieser Baum als „Castagno dei cento Cavalli“ bezeichnet – Kastanienbaum der hundert Pferde. Ein wahrlich poetischer Name für einen Unsterblichen. Die Qualle aus dem Mittelmeer wäre neidisch…

Esskastanienbaum: Steckbrief, Wachstum und Pflege

Kastanie ist nicht gleich Kastanie. Während hierzulande Rosskastanien zahlreiche Alleen und Biergärten zieren, sind Ess- oder Edel-Kastanien in Deutschland eher selten gesehen. Wer aufgrund der Namensähnlichkeit eine enge Verwandtschaft annimmt, der irrt: Rosskastanien zählen – wie etwa Ahorne – zu den Seifenbaumgewächsen, Edel-Kastanien zu den Buchengewächsen. Der Unterschied wird schon rein optisch deutlich, wenn man Blätter oder Blüten der beiden Bäume vergleicht. Und wer anstelle von Maroni die tatsächlich nahezu identisch wirkenden Rosskastanien in den Ofen packt, darf sich auf eine bittere Pille einstellen: Die braunen Samenkerne der Rosskastanien schmecken bestenfalls Pferden und haben mit den süßen Nüssen bis auf das Aussehen nichts gemein.

Steckbrief:

  • Name: Ess-Kastanie
  • Botanischer Name: Castanea sativa
  • Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
  • Unterfamilie: Quercoideae
  • Lebensraum: Mittelmeerraum, Südengland-
  • und irland sowie vereinzelt nördlich der Alpen
  • in Deutschland und Südskandinavien
  • Lebenserwartung: bis zu 1000 Jahre
  • Blütezeit: Juni bis Juli
  • Blütenfarbe: gelb an kätzchenähnlichen ­Blütenständen
  • Wuchshöhe: bis zu 35 Meter
  • Boden: frisch, locker und tiefgründig mit ­geringem Kalk- und hohem Kalium-Gehalt

Pflegehinweis:

  • Rückschnitt nur bei Jungbäumen notwendig,
  • um den Wuchs zu lenken
  • Alle acht bis zehn Jahre einen Auslichtungsschnitt vornehmen
  • Schnittstellen mit Spezialwundverschlussmittel behandeln
  • Jungbäume vor kalten Wintertagen schützen
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