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Garten auf der Dachterrasse: Gestalten und bepflanzen des eigenen Dachgartens

Eine Dachterrasse blüht über den Dächern Augsburgs zum Salon auf
Auf der Dachterrasse von Andreas Sauerlacher ist über die Jahre ein Garten entstanden. Wie er seinen Dachgarten pflegt und was dort wächst erfahren Sie hier.
Foto: Nikolas Hagele

Andreas Sauerlacher hat in Augsburg einen Garten auf seiner Dachterrasse angelegt. Wir verraten Ihnen welche Pflanzen er in seinem Dachgarten hat und wie er sie pflegt.

Die Dachterrasse ist für Stadtbevölkerung wahrscheinlich die Traumvorstellung schlechthin. Hier lässt sich Trubel mit grüner Oase verbinden. Andreas Sauerlacher hat so eine Variante des urbanen Paradieses auf dem eigenen Dach. Noch dazu hat der Mann Geschmack. Und kann gut mit Pflanzen und Wasserschnecken umgehen – doch dazu später mehr. Sein 40 Quadratmeter großer Freiluftraum ist nach Südosten ausgerichtet. Sprich: Sonne satt. Das machen nicht alle Gewächse anstandslos mit. Diese Erfahrung machte Sauerlacher gleich zu Beginn seiner Dachterrassenzeit vor rund 17 Jahren. Damals zog er, schweren Herzens, vom Mauerberg Richtung Königsplatz. Für seine grünen Mitbewohner ging es vom schattigen Nordseiten-Innenhof hoch aufs Sonnendeck. Ein Kulturschock, den nur ein Buchs und eine sehr robuste Sorte der Funkie überlebten. Die beiden gibt es allerdings heute noch.

Pflanzen für die Dachterrasse: Papyrus hält hohen Temperaturen stand

Sie haben natürlich schnell Zuwachs bekommen. Denn es gibt einige Gewächse, denen die starke Sonneneinstrahlung und Temperaturen von bisweilen über 40 Grad Celsius nichts ausmachen. Papyrus zum Beispiel. In sieben Terrakottatöpfen gedeiht die orientalische Pflanze in Augsburgs luftigen Höhen. Allerdings nur dann, wenn der Topf zu jeder Zeit im Wasser steht. Das bedeutet für den Gärtner Unterteller wässern – im Sommer mehrmals täglich. Sowieso ist Sauerlacher viel mit Gießen beschäftigt. Die Arbeit empfindet er wie ein Verschwinden. Ein Schlupfloch in einen Zustand ohne Raum und Zeit über den Dächern seiner Stadt.

Hier oben wächst alles in Töpfen. Die Kübel sind in Stufen angeordnet, sodass die oberen Pflanzen den unteren mit ihrem Laub Schatten spenden. So findet man unter Funkien und Buchs zu gegebener Zeit sogar Erdbeeren. „Die habe ich aus Mitleid gekauft“, erzählt Sauerlacher. „Die sahen so elend aus in der Gartenhandlung, da musste ich sie mitnehmen.“ Sie danken es ihm jährlich mit leckeren Früchten und kleinen Ablegern.

Foto: © Nikolas Hagele

Und was ist eigentlich die dominierende Farbe da oben? Da überlegt der Terrassenbesitzer kurz: „Himmelblau. Durchsetzt allerdings mit roten oder türkisen Farbknallern.“ Die kommen von asiatischen Papierschirmen, die, obwohl reines Naturprodukt, sogar Nässe aushalten und deshalb zum festen Inventar des Sommerzimmers gehören. Genauso wie ein alter Flokati-Teppich, der vor sich hin gilbt. Das soll er auch. Sauerlachers Dachgarten ist kein Ort der Perfektion und reiner Schönheit. Für den Gestalter und Illustrator sind natürlicher Zerfall und Alter eng mit Ästhetik verbunden. Deshalb quillt die Euphorbia im Sommer üppig aus einem alten, brüchigen Topf, nicht aus herkömmlicher Kunststoffware. Die zarten, winzigen, weißen Blüten der saisonalen Pflanze treten in so großer Zahl auf, dass sie an Schaum erinnern. Seinen größten Topf hat der Gestalter in einen kleinen Teich verwandelt.

Zwergseerosen auf der Dachterrasse? Im Topf ist auch das möglich

Sogar einige Zwergseerosen blühen elegant auf der kleinen Wasserfläche. Wegen der Algenbildung im Terrakotta-Teich schaffte Sauerlacher auf den Rat eines Kollegen hin sechs Wasserschnecken an. „Ich dachte mit den sechs Posthornschnecken ist in dem kleinen Becken bestimmt mords was los“, so Sauerlacher. Nichts da. Die Schnecken waren nicht mehr gesehen. „Ich dachte, dass alle gestorben sind.“ Bis zum Herbst, als er das Wasser aus dem Teich nahm. Da fand er alle Kriecher wieder. Die überwintern jetzt in seiner Speisekammer, zusammen mit einer sterbenden Seerose. Spätestens im April werden sie wieder in die Anonymität des Miniatursees entlassen. Dann nämlich kommt langsam wieder Leben aufs Dach. Für Sauerlacher ist es jährlich Anlass für ein Glas Champagner, wenn sich im Frühjahr die Natur wieder ihren Weg bahnt und Räume entstehen. Der Gärtner muss dabei natürlich etwas nachhelfen. Allerdings nicht mit Chemie! Die Pflanzen werden nach dem Umtopfen mit Kaffeesatz oder Brennnessel-Jauche gedüngt.

Ein großes Problem bei Topfpflanzen: Nach gewisser Zeit brauchen sie mehr Platz, sprich einen größeren Topf. Man findet schon ein paar riesige Exemplare aus Italien auf den 40 Quadratmetern Dachterrasse. Aber irgendwann ist Schluss. Wenn auch das Stutzen des Wurzelballens nichts mehr hilft, muss er die Pflanzen aus Platzmangel weggeben. Schließlich besteht die Terrassenausstattung bei weitem nicht nur aus Grünzeug. Und weil es in den warmen Monaten eben wie ein zusätzliches Zimmer genutzt wird, quasi wie ein „Salon“, stehen zwischen zahlreichen Töpfen auch zwei Biedermeiertischchen und Designerkorbstühle aus den Sechzigern. Da wäre jetzt nur noch die Frage, was im Winter auf dem Sauerlacher‘schen Dach passiert. „Das nervt!“, ist die Antwort. Gemeint ist das Abbauen, Abdecken und Stapeln, was jeden Herbst ansteht. „Es ist traurig zu sehen, wie der Raum, der den Sommer über entstanden ist, vor den Augen zerfällt“, erzählt Sauerlacher. „Außerdem sieht es dann bis April blöd aus.“ Aber jetzt ist erst mal Frühling – also Zeit für Neues auf dem Dach!

Posthornschnecken für den Mini-Teich auf der Dachterrasse

Posthornschnecken sind fester Bestandteil eines jeden Aquariums. Nicht etwa, weil sie mit ihrer dunklen, bräunlichen Farbe ein besonderer Eyecatcher wären, sondern weil ihre Anwesenheit – oder vielmehr ihr nahezu unstillbarer Hunger – sich positiv auf die Wasserqualität auswirkt. Dabei übernimmt sie sinnbildlich die Rolle des Mülleimers im Aquarium und weidet Algen, abgestorbene Pflanzenteile und anderen Unrat im Nass zuverlässig ab. Gesunde Pflanzenteile verschmäht die kleine Schnecke, stattdessen versorgt sie sie mit wichtigen Nährstoffen. Wer eine Epidemie des Tierchens fürchtet sei beruhigt: Erst nach drei Jahren wird es geschlechtsreif. Und um sich zur regelrechten Plage zu entwickeln, müsste das Wasser ohnehin derart verschmutzt sein, dass die Schnecke das kleinste Übel wäre. Was für Aquaristen gut ist, kann für Teichbesitzer natürlich nicht schlecht sein. Und so eignet sich die Posthornschnecke auch vorzüglich für den Einsatz in kleineren und größeren Gartengewässern.

Steckbrief:

  • Name: Weißrand-Wolfsmilch
  • Botanischer Name: Euphorbia marginata
  • Familie: Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
  • Gattung: Wolfsmilch (Euphorbia)
  • Lebensraum: ursprünglich Nordamerika und
    Mexiko, heute auch stark in Mitteleuropa kultiviert
  • Lebenserwartung: einjährig
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Blütenfarbe: weiß mit einem grünen Mittelteil
  • Wuchshöhe: bis zu 100 Zentimeter
  • Boden: leichter, sandig-kiesiger Boden mit
    mittlerem bis hohem Nährstoffgehalt und
    neutralem pH-Wert
  • Pflegehinweis:
    möglichst sonniger Standort
    nicht ohne Handschuhe berühren, da sie unter
    Umständen zu Hautreizungen führt
    alle Pflanzenteile sind giftig, daher Vorsicht mit
    Kindern oder Haustieren
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