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Ratgeber

28.01.2020

Coronavirus in Asien: So können China-Urlauber jetzt ihre Reise umbuchen

Angesichts des Coronavirus ist ein Urlaub in China derzeit nicht attraktiv. Für viele Urlauber, die eine Reise nach China gebucht haben, gibt es die Möglichkeit, jetzt umzubuchen.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Die ersten Reisen wären jetzt nach dem chinesischen Neujahrsfest gestartet. Was die Reiseveranstalter ihren Kunden anbieten.

Angesichts des sich immer stärker verbreitenden Coronavirus in Asien rät das Auswärtige Amt derzeit, nicht dringend notwendige Reisen nach China zu verschieben. Viele Reiseveranstalter bieten ihren Kunden an, ihre Reisen nach China umzubuchen oder zu stornieren. Einige Veranstalter haben ihre Reisen komplett abgesagt.

China-Reisen in Zeiten des Coronavirus: Das müssen Urlauber wissen

  • Tui-Kunden, die in den nächsten zwei Wochen eine China-Reise geplant haben, können gebührenfrei auf einen anderen Reisetermin umbuchen, wie der deutsche Branchenprimus am Montag auf Anfrage mitteilte. Aktuell hat Tui nach eigenen Angaben nur wenige Gäste in dem Land.
  • Auch DER-Touristik bietet kostenlose Stornierungen und Umbuchungen für China-Reisen mit Abreisetermin bis 31. März an. Die Veranstaltermarken Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen haben das Reich der Mitte im Programm. Aktuell ist eine knapp dreistellige Anzahl von Gästen in dem Land unterwegs. Sie würden mit SMS und Aushängen in den Hotels auf dem Laufenden gehalten, erklärte eine Unternehmenssprecherin.
  • Gäste der Münchner FTI Group können nach Angaben des Veranstalters China-Reisen mit Abreisedatum bis einschließlich 21. Februar kostenfrei umbuchen oder stornieren.
  • Der Studienreiseveranstalter Studiosus sagte unterdessen Reisen in das Land bis einschließlich 15. April ab (wir berichteten), da mit einer raschen Entspannung nicht gerechnet werden könne. Aktuell hat Studiosus eigenen Angaben zufolge keine Gäste in China. Der nächste Trip sollte ab dem 15. März stattfinden. China-Gäste mit Abreise bis zum 31. Mai können kostenlos umbuchen oder stornieren.
  • Auch der Studienreiseveranstalter Gebeco stoppte bis Ende Februar die geplanten Reisen. Den Gästen würden Alternativen angeboten. Bis Ende April können Kunden kostenlos umbuchen. Der Reiseveranstalter hat aktuell keine Gäste in China. Die ersten Reisen wären jetzt nach dem Neujahrsfest gestartet, erklärt eine Pressesprecherin. China sei für den Veranstalter durchaus ein wichtiges Reiseziel.

So reagieren die Fluggesellschaften auf das Coronavirus in China

  • Die Lufthansa streicht wegen des neuartigen Coronavirus ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft folgt damit ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften. Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian und soll zunächst bis zum 9. Februar gelten.
  • Bei Air China können Tickets kostenlos zurückgegeben werden, beziehungsweise behalten für ein Jahr ihre Gültigkeit ab Abflugdatum.
  • Am Flughafen München gibt es wöchentlich rund 40 Starts und Landungen nach bzw. aus China. Die China-Ankömmlinge werden vor Ort weiter ganz normal abgewickelt, so ein Flughafen-Sprecher. Durch mehrsprachige Plakate sollen sie aber über die Gefahren und Symptome des Corona-Virus informiert werden.
  • Das Auswärtige Amt rät, nicht notwendige Reisen in die betroffenen Gebiete zu verschieben. Allgemein sei derzeit mit erheblichen Einschränkungen der Mobilität innerhalb Chinas zu rechnen. Der Erreger ist inzwischen in fast jeder Provinz oder Region des Landes aufgetaucht.

China ist für deutsche Veranstalter eher ein kleiner Markt. Hauptreisezeit in das asiatische Land ist der Sommer. Der Deutsche Reiseverband (DRV) wies darauf hin, dass jährlich etwa 600.000 bis 650.000 Bundesbürger in das Land reisen. Davon sind etwa zwei Drittel Geschäftsreisende.

Lesen Sie dazu auch: Erster Fall in Deutschland: Wie ansteckend ist das neue Coronavirus?

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