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Manipulation am Geldautomat

24.11.2011

14000 Euro nach Las Vegas abgebucht

Durch eine Manipulation am Karteneinzug eines Geldautomaten der Volksbank Günzburg haben unbekannte Betrüger illegal größere Geldbeträge in Las Vegas (USA) abgehoben. Die Bankengruppe hat die Schäden übernommen. Vorstand Ernst Fandrich zeigt den manipulierten Automaten.
Bild: Bernhard Weizenegger

In Günzburg ist ein Geldautomat manipuliert worden. Die Kripo spricht von 33 Geschädigten und ermittelt. Die Günzburger Volksbank hat die Schäden bereits unbürokratisch reguliert

Von Georg Schalk

Heinz Neidhardt hat am vergangenen Freitagabend Geld abgehoben. Gegen 18 Uhr ging er in den Schalterraum der Volksbank Günzburg, steckte seine EC-Karte in den Schlitz des Geldausgabeautomaten und wartete, bis das Gerät die gewünschten 100 Euro „ausspuckte“. So weit nichts Ungewöhnliches. Anfang dieser Woche erhielt er von einem Mitarbeiter der Bank einen Anruf mit dem Hinweis: „Bitte jetzt nicht erschrecken!“ Der Berater teilte Neidhardt mit, dass vom Konto des Günzburgers aktuell 14000 Euro nach Las Vegas abgebucht worden sind. Damit war klar: Neidhardt ist Opfer von Betrügern geworden. Und nicht nur er.

Die Kriminalpolizei Neu-Ulm spricht inzwischen von 33 Geschädigten bei diesem Skimming-Fall. Skimming ist ein englischer Begriff für „Abschöpfen“. Damit ist das illegale Ausspähen von Daten von Kreditkarten oder Bankkarten gemeint. „Wir haben Anhaltspunkte, dass es sich um zwei Täter handelt, und werten gerade die Daten von einer Überwachungskamera aus“, berichtet Kripochef Jürgen Schweizer. Näheres könne er noch nicht sagen. Die Manipulation des Geldautomaten ging offensichtlich über mehrere Tage. Schweizer nennt den Zeitraum von 13. bis 18. November.

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Ernst Fandrich, Direktor der Volksbank, beziffert den Schaden mit circa 70000 Euro. „Das war eine Bande auf der Durchreise.“ Die Volksbank hat die Schäden bereits unbürokratisch reguliert.

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