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Freizeit

31.07.2019

Auf Lauschtour durch Günzburg

Die Lauschtour durch Günzburg ist bereits die 19. Tour des Tourismusverbands Bayerisch-Schwaben, die man per App aufs Handy laden kann. Nun wurde sie der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie beginnt an der Tourist-Information und führt an sehenswerten Punkten durch die Altstadt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die elektronische Stadtführung auf den Spuren der Habsburger haben schon vor dem offiziellen Start mehr als 250 Nutzer heruntergeladen. Wie das Angebot fürs Handy entstand.

Am Marktplatz klappern die Wagenräder über das Pflaster, am Wätteplatz grunzen die Schweinchen im Wasser: Es ist ein lebendiges Bild Günzburgs aus längst vergangenen Tagen, das die neue Lauschtour „Günzburger Stadtrundgang“ den Nutzern via Handy liefert. Dass in dem Angebot für das Smartphone richtig viel Arbeit steckt, haben Marion Schlaegel und Siegfried Ranz bei der offiziellen Vorstellung der Neuheit in Günzburg gezeigt. Die beiden erfahrenen Günzburger Stadtführer kommen in der App nun nämlich ebenfalls zu Wort.

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Die Günzburger Stadtführung ist die 19., die der Tourismusverband Bayerisch-Schwaben über seine vor sieben Jahren gestartete App zum Download bereithält. „Es ist ein Angebot vor allem für Kurzentschlossene, die spontan unsere Stadt erkunden wollen“, fasst Oberbürgermeister Gerhard Jauernig das Projekt zusammen. Die Bedienung ist einfach: Nach dem Download – am Schlossplatz auch über das freie WLAN möglich – können die Nutzer die Tour mit einem Klick starten und werden dann etwa 30 Minuten lang über die einen Kilometer lange Strecke zu insgesamt zehn Lauschpunkten begleitet: Es geht unter anderem zum unteren Tor, über den Marktplatz, zum Wätteplatz mit seinem Schweinchenbrunnen und durch die Frauenkirche.

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Mehrere Stunden Material wurden aufgenommen

Für die Texte, die sie dazu eingesprochen haben, mussten sich die Günzburger Stadtführer mächtig ins Zeug legen, erinnert sich Marion Schlaegel: „Wir haben den Ton an einem richtig kalten Tag aufgenommen – und mussten immer wieder von vorne anfangen. Entweder waren wir nicht zufrieden mit dem gesprochenen Text – oder es fuhr ausgerechnet ein Lastwagen vorbei.“ Mehrere Stunden Material hatten Sprecher Marco Neises, Kunstlehrerin Brigitte Tschörner und die beiden Stadtführer am Ende aufgenommen, die besten Aufnahmen wurden genommen. Zum Beispiel Siefried Ranz’ Vortrag des Gedichts vom Schweinchenbrunnen, Übersetzung auf Hochdeutsch inklusive.

Obwohl die Günzburg-Lauschtour erst am Dienstag offiziell vorgestellt wurde, wurde sie bis zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 25- mal heruntergeladen, freut sich Ute Rotter vom Tourismusverband Bayerisch-Schwaben. Im Herbst werde bereits die 20. Lauschtour rund um Bonstetten (Landkreis Augsburg) an den Start gehen. Und für die bestehenden Touren stehen weitere Verbesserungen besonders für hör- und sehbehinderte Menschen an. „Die Voice-over-Technik von Apple, die viele Sehbehinderte bereits nutzen, wird die App für sie noch besser nutzbar machen“, sagt Rotter.

Günzburg ist übrigens auch bei einer weiteren Lauschtour der App vertreten: Beim „Radeln auf Römerspuren“, mit 56 Kilometern die längste Lauschtour auf der Via Danubia mit Ausgangspunkt in Lauingen, liegen drei Lauschpunkte im Günzburger Gebiet. Vorher kommen die Lauscher auch in Gundremmingen und am Offinger Aussichtsturm vorbei.

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