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Röfingen/Dürrlauingen

25.11.2018

Beim „Digitalen Klassenzimmer“ nichts überstürzen

Die zunehmende Digitalisierung der Schulen ist auch in Röfingen und Dürrlauingen Thema gewesen.
Bild: C. Jaspersen/dpa (Symbolbild)

Die Grundschulverbände Röfingen und Dürrlauingen haben auch die Haushalte für die nächsten Jahre beraten. Was dabei wichtig ist.

Am einen Tag hatte der Grundschulverband Röfingen getagt, am nächsten war der Dürrlauinger an der Reihe. Thema bei beiden Verbänden war das Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus für das Digitale Klassenzimmer. Für Röfingen gibt es nach dem von der Regierung von Schwaben erlassenen Zuwendungsbescheid eine Förderung in Höhe von rund 11300 Euro, in Dürrlauingen beträgt diese gut 5900. Zehn Prozent davon müssen die Verbände selbst tragen. Der Bewilligungszeitraum endet zum Ende des dritten Kalenderjahrs seit dem Erlass des jüngsten Zuwendungsbescheids.

Überstürzen möchte man sowohl in Röfingen als auch in Dürrlauingen nichts. Einheitliche Systeme in den Grundschulen würden Sinn machen, meinte Verbandvorsitzender und Röfingens Bürgermeister Hans Brendle. Zudem habe man drei Jahre Zeit. Man sei gut ausgestattet, was aber nicht heiße, dass man nichts brauche, meinte Verbandsvorsitzender und Dürrlauingens Bürgermeister Edgar Ilg, was die dortige Grundschule betrifft. Wichtig wäre, die beiden letzten Klassen mit Beamern auszustatten und damit auch mit dem Internet arbeiten zu können. Auch er befürwortete es, wenn man sich auf Grundschulebene kurzschließen würde.

Auch für die Herstellung von Glasfaseranschlüssen an Schulen gewährt der Freistaat Zuwendungen. Ein akuter Bedarf an Glasfaser bestehe in Röfingen derzeit nicht, Internet- und W-Lan-mäßig sei man derzeit gut versorgt, so Brendle, der dabei auf die „nagelneuen Gehwege“ verwies. Dennoch werde man eine Erkundung in Erwägung ziehen. Ähnlich ist die Situation in Dürrlauingen: Bedarfsschnelles Internet werde jedoch immer mehr werden und man werde in jedem Fall am Ball bleiben, versicherte Ilg. Thema waren auch die Haushaltvorberatungen für die Jahre 2019 und 2020 – beide Verbände haben einen Doppelhaushalt –, bei denen es unter anderem um zu beschaffendes Mobiliar ging.

Verschmutzungen und Beschädigungen soll vorgebeugt werden

In Röfingen steht eine Renovierung des Werkraums an, das Holzparkett der Fußböden sollte abgeschliffen und neu eingelassen werden und eine Neubepflanzung von Teilen des Pausengeländes ist ebenfalls vorgesehen. Inzwischen wurde auch ein Angebot für eine Dachreinigung eingeholt. Anstatt eines Betrags in Höhe von rund 19000 Euro für eine Erneuerung der inzwischen mangelhaften Außenbeleuchtung gibt es möglicherweise eine Alternative für eine Aufrüstung zum Preis von 3000 bis 4000 Euro. Die Gemeinde wäre nicht begeistert, wenn sie einen so hohen Betrag auf die Miete an den Schulverband umlegen müsste, so Brendle. Weiter wurde die Spendenannahme der AOK in Höhe von 500 Euro zum Erwerb von Bewegungsgeräten beschlossen.

In Dürrlauingen ist die Beschaffung einer witterungsbeständigen Tischtennisplatte aus Stein, die weder bewegt noch beschädigt werden kann, angedacht. Um künftig Verschmutzungen und Beschädigungen auf dem Gelände durch unbefugte Personen zu unterbinden, wird das Installieren von Bewegungsmeldern und Kameras in Erwägung gezogen. Ebenso sollen Angebote für den Einbau eines Türöffners mit Sprechanlage und Kamera eingeholt werden. Die Grundschule Dürrlauingen ist mit einer Partnerklasse des Förderungswerks im Hause die erste und einzige Inklusionsschule in Schwaben (wir berichteten). Doch auch außerhalb des Unterrichts sei man zusammen aktiv. Man habe inzwischen gute Erfahrungen gemacht, informierte Schulleiterin Stefanie Hutter.

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