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19.10.2009

Die Idee Kolpings ist auch nach 125 Jahren noch aktuell

Ichenhausen "Froh und glücklich machen, trösten und erfreuen ist im Grunde doch das Glücklichste und Beste, was der Mensch auf dieser Welt ausrichten kann." Unter diesem Leitspruch stand das gelungene Festwochenende "125 Jahre Kolpingfamilie Ichenhausen".

Nach einem Rockkonzert mit der Band "Die Toten Ärzte" aus Hamburg am Freitag veranstalteten die Kolpingmitglieder am Samstagabend eine abwechslungsreiche, sehr unterhaltsame Spielshow mit Quiz, sportlichem Einsatz und Gesangswettbewerb. Musik- und Tanzeinlagen rundeten das Programm ab, als Erlös des Abends spendet die Kolpingfamilie 200 Euro an die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung.

Höhepunkte des Jubiläums waren dann am Sonntag der Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche, musikalisch umrahmt durch die Gruppe "Die Bänd", und der anschließende Festakt in der Jahnhalle. Der Diözesanpräses, Pfarrer Alois Zeller, predigte überzeugend über den Gründer des mittlerweile weltweit vertretenen Kolpingwerks, über den Priester Adolph Kolping. Dieser gründete Mitte des 19. Jahrhunderts die katholischen Gesellenvereine, fand in weiten Kreisen der Bevölkerung Anerkennung durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Menschen in allen sozialen Bereichen und überzeugte auch als Volksschriftsteller mit seiner Einstellung "in der Kirche zu Hause, engagiert in der Welt".

Soziales Engagement, Freizeit und Brauchtumspflege

Die Idee Kolpings ist auch nach 125 Jahren noch aktuell

Die Lebensweisheit Adolph Kolpings stand auch im Mittelpunkt der Grußworte des Landrats Hubert Hafner und des Schirmherrn der Veranstaltung, Ichenhausens 1. Bürgermeister Hans Klement. Dieser lobte die aktive Kolpingfamilie für ihr soziales Engagement, ihre Freizeit- und Bildungsangebote und für die Brauchtumspflege - man denke nur an den aufwendigen Nikolausdienst. Der Präses, der geistliche Begleiter der Kolpingfamilien, Diakon Sebastian Hopfenzitz, wies in seiner Festansprache darauf hin, dass die Familien ihr Leben nach dem Geist Adolph Kolpings gestalten sollen, ebenso der stellvertretende Vorsitzende des Kolping Diözesanverbandes Augsburg, Klaus-Dieter Ruf.

Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Ichenhausen, Albert Seiler freute sich, die Ichenhauser Vereine und 15 Kolpingfamilien mit ihren Bannern aus nah und fern begrüßen zu können. Unter den zahlreichen Ehrengästen weilten auch die ehemaligen Präsides, die früheren Ichenhauser Benefiziaten Anton Kreutmayr und Karl-Heinz Zerrle.

Albert Seiler blickte zurück in das Gründungsjahr 1884, als der damalige Pfarrer Nikolaus Kaifer den Katholischen Gesellenverein gründete. Seit dieser Zeit gibt es "Kolpinger" in Ichenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kolpingfamilie durch den Stadtpfarrer Karl Königsdorfer wieder aufgebaut.

Im Anschluss an seine Ansprache bat Albert Seiler den Festredner dieses Jubiläums, den Landesvorsitzenden des Bayerischen Kolpingbildungswerkes, den Staatsminister a. D., Dr. Thomas Goppel (MdL), auf die Bühne. Dieser blickte in seiner humorvollen Rede zuerst auf die Kinder, die Zukunft der Kolpingfamilien, verglich die Kolpingvereine mit einer Musikkapelle, in der alle unter einem guten Dirigenten miteinander lernen, zusammenstehen und Zeit füreinander haben.

Mit dem Wunsch, sich auf die christlichen Werte zu besinnen und dem Kolpinggruß "Treu Kolping - Kolping treu" endete der offizielle Teil der 125-Jahre-Feier und klang bei einem gemeinsamen Mittagessen mit Unterhaltung durch die Stadtkapelle Ichenhausen aus.

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Eine Bildergalerie vom Konzert der "Toten Ärzte" bei uns im Netz

guenzburger-zeitung.de/bilder

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