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Fußball-Landesliga

06.10.2019

Die Krise trägt ein königsblaues Trikot

Die Körpersprache sagt alles: Frustriert reagieren die Ichenhauser Andreas Beckmann, Pierre Heckelmüller und Liridon Rrecaj auf ein Gegentor im Heimspiel gegen Kempten. Am Ende der Partie sind die Königsblauen im Kampf um den Klassenerhalt angekommen.
Bild: Ernst Mayer

Nach starken 45 Minuten sind alle guten Vorsätze urplötzlich wieder weg. Das 1:3 gegen den FC Kempten bringt den SC Ichenhausen an den Rand der Abstiegszone.

Diesen Tag haben Trainer Oliver Unsöld und Sportleiter Rudi Schiller immer als Möglichkeit genannt. Nun ist er da. Die Landesliga-Fußballer des SC Ichenhausen sind im Kampf um den Klassenerhalt angekommen. Nach der verdienten 1:3-Heimniederlage gegen den FC Kempten trennen die Königsblauen nur noch drei Punkte von der Abstiegszone.

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Die Hoffnung bleibt in der Kabine

Das Spiel setzte der Talfahrt der vergangenen Wochen die Krone auf. Eine Halbzeit lang schien sich das Team wirklich gefangen zu haben. Es war nicht alles Gold im Hindenburgpark, nein, aber es gab ehrliches Bemühen um ein besseres Abschneiden, es war eine spielerische Steigerung zu erkennen, es gab beim Stand von 1:1 zum Seitenwechsel Hoffnung, dass die Negativ-Serie diesmal zu Ende gehen könnte. Doch als die Gastgeber aufs Grün zurückkehrten, war urplötzlich alles weg, was zuvor mühevoll renoviert schien. Selbstvertrauen, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten – all das blieb in der Kabine. Es funktionierte buchstäblich nichts mehr.

Kempten ist Herr im Ring

Das nutzten die motiviert auftretenden Allgäuer zum Auswärtssieg. Kempten war nun jederzeit Herr im Ring. Die erste dicke Gelegenheit zum 2:1 verpasste Jan Müller, der blank im Strafraum stand, aber zu hoch zielte (52.). Dann kam der Ball über mehrere Stationen zu Valentin Fuchs, der seine Möglichkeit konsequent nutzte (62.). Ein Aufbäumen oder eine ernsthafte Willensanstrengung seitens der Ichenhauser blieb aus. Kempten hatte weiter alles im Griff. Nachdem Müller ein weiteres Mal Chancenwucher betrieben hatte (76.), sorgte Fuchs nach einem mustergültigen Konter für die Entscheidung (80.). Ein einziges Mal kamen die Königsblauen in diesem schlimmen zweiten Durchgang in die Nähe eines Torerfolgs. Alexander Sigl scheiterte kurz vor dem Abpfiff an Torwart Elias Bodenmüller.

Andreas Beckmann trifft vom Punkt

Zu Beginn der Partie deutete noch nichts auf einen auch im Rückblick so schwer erklärbaren, dramatischen Leistungsabfall hin. Die ersten Möglichkeiten fielen Denis Nickel vor die Füße, doch der brachte den Ball einmal nicht am Torwart vorbei (3.) und wuchtete ihn einmal knapp über den Querbalken (12.). Mit ihrem ersten guten Vorstoß gingen dann die Allgäuer in Führung. Christopher Duchardt nutzte einen Moment der Verwirrung im SCI-Strafraum und schoss den Ball aus drei Metern ins Netz (20.). Ichenhausen ließ sich davon nicht entmutigen, kam stattdessen sofort zurück. Als Kilian Kustermann elfmererreif gelegt wurde, entschied der Unparteiische Manuel Müller auf Strafstoß und Anderas Beckmann verwandelte gewohnt sicher zum Ausgleich (30.). Auf der anderen Seite des Spielfeldes zeigte dann Liridon Rrecaj die Kunst des Torwartspiels, indem er zunächst gegen Jan Müller und dann gegen Thomas Rathgeber glänzend reagierte (39.).

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