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Ichenhausen

08.03.2021

Einbrüche in Hochwanger Schule: Polizei hat zwei Täter ermittelt

Im vergangenen November wurde zweimal in der Schule in Hochwang eingebrochen. Die Polizei hat zwei ehemalige Schüler als Täter ermittelt.
Foto: Bernhard Weizenegger (Archivfoto)

Plus Im November sind Unbekannte in die Heinrich-Sinz-Schule in Hochwang eingebrochen und haben Geld und Tresor gestohlen. Wer sich hinter den Tätern verbirgt.

Die Polizei hat die Täter, die im vergangenen November zweimal innerhalb von zwei Wochen in der Heinrich-SinzSchule in Hochwang eingebrochen waren, gefasst. Wie Oberstaatsanwalt Thorsten Thamm auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte, handelt es sich um einen 20-Jährigen und einen 22 Jahre jungen Mann, beide gestanden die Einbrüche. Das Duo hatte damals erst Bargeld und kurze Zeit später einen Tresor aus dem Gebäude gestohlen. Die zwei Männer werden sich wohl demnächst vor Gericht verantworten müssen.

Die Einbrüche in die Schule fanden vor fast vier Monaten statt. Die Täter waren wohl relativ früh ermittelt, aus ermittlungstaktischen Gründen hatte sich die Polizei jedoch bisher in Schweigen gehüllt. Beim ersten Einbruch Anfang November hatten die damals unbekannten Einbrecher das Fenster der Schulküche mit einem Ziegelstein eingeworfen und dann eine blaue Geldkassette sowie zwei Plastikumschläge mit Geld aus mehreren Klassenzimmern gestohlen. Insgesamt fehlten laut Polizei etwa 330 Euro.

Einbruch in Heinrich-Sinz-Schule: Tresor im Auto abtransportiert

Nur zwei Wochen später dann der nächste Einbruch, wieder an einem Wochenende. Wie die Polizei damals mitteilte, drangen die Täter über die Hochterrasse in ein Fenster im ersten Obergeschoss ein. Dort brachen sie dann mit Werkzeug des schuleigenen Werkraums Büroräume auf, nahmen einen Tresor mit und transportierten ihn im Auto ab. Der Sachschaden belief sich auf circa 1000 Euro.

Wie Oberstaatsanwalt Thorsten Thamm auf Nachfrage mitteilt, konnten die Täter den Tresor in der Folge nicht öffnen. Der Geldschrank wurde nur kurze Zeit später in einem Waldstück unversehrt wiedergefunden. In ihm enthalten waren etwa 1100 Euro.

Zeuge hat die Einbrecher offenbar beobachtet

Wie Thamm weiter schildert habe ein Zeuge die zwei beobachtet. Dies habe zu polizeilichen Durchsuchungen geführt und den Verdacht erhärtet, dass es sich bei den Einbrechern um zwei ehemalige Schüler handelt. Die beiden 20- und 22-Jährigen haben Thamm zufolge inzwischen auch gestanden, die Einbrüche begangen zu haben. Warum sie sich als Einbruchsziel ausgerechnet ihre alte Schule aussuchten, ist nicht bekannt.

Schulleiter Christoph Janocha-Wiedemann wollte sich gegenüber unserer Redaktion nicht dazu äußern, dass angeblich zwei seiner ehemaligen Schüler hinter den Einbrüchen stecken. Er teilte lediglich mit, dass in den vergangenen 13 Jahren, seit er die Förderschule leitet, insgesamt dreimal dort eingebrochen worden war.

Täter müssen sich wegen besonders schwerem Diebstahl verantworten

Zwischen dem ersten und den beiden nächsten Einbrüchen hätten einige Jahre gelegen. In seinen Augen hat die Schule ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bei den Einbrüchen im November sei glücklicherweise nichts verwüstet worden, „es war kein Vandalismus“, so Janocha-Wiedemann. Wie die Täter den Tresor mitnehmen konnten, sei ihm immer noch ein Rätsel. Ein solcher Tresor sei sehr schwer und wiege einige hundert Kilo.

Laut Oberstaatsanwalt müssen sich die jungen Männer wegen besonders schwerem Diebstahl in zwei Fällen verantworten. Da einer der Täter erst 20 Jahre alt ist, wird der Fall vor dem Jugendgericht verhandelt werden.

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