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Bilanz

23.01.2020

Elektrizitäts- und Wasserwerk macht Verlust

Hohe Investitionskosten in der gemeindlichen Einrichtung in Burtenbach

Ein Verlust beim gemeindlichen Elektrizitäts- und Wasserwerk, der Kiesabbau sowie die Dorfentwicklung beschäftigte den Burtenbacher Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung.

Das gemeindliche Elektrizitäts- und Wasserwerk (GEW) weist für das Geschäftsjahr einen Verlust von knapp 290000 Euro aus. Dies sei eine Folge der hohen Investitionskosten bei der Verlegung einer Hauptwasserleitung in Burtenbach. In den vergangenen Jahren hatte das GEW Gewinne erzielt, vor allem durch den Stromverkauf. Der Marktrat genehmigte den Jahresabschluss einstimmig.

Der von einer Ziemetshauser Baufirma beantragte Abbau von sandig-kiesigem Schüttmaterial in Burtenbach fiel mit sechs zu acht Stimmen auch bei der zweiten Abstimmung im Rat durch. Der Beschluss ist nach Einschätzung von Bürgermeister Roland Kempfle rechtswidrig, da ein Rechtsanspruch auf die Genehmigung bestehe, was bereits vom Landratsamt Günzburg so bestätigt worden sei, das nun das gemeindliche Einvernehmen ersetzen kann. Ein bereits existierender Abbau von Bodenmaterial, die bereits durch solche Abbaumaßnahmen in der Vergangenheit überdurchschnittlich belastete Gemeinde und die problematische Wiederbefüllung wurden als entscheidende Gründe für die Ablehnung genannt.

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Die Aufstellung des Bebauungsplanes und Änderung des Flächennutzungsplanes für das neue Gewerbegebiet „Am Bildhölze“ an der Straße Am Kögel-Werk passierte den Marktrat einstimmig. Ergänzend zu den bereits festgelegten Grundstücken wird von einem Gewerbebetrieb zusätzlich eine Fläche von circa 4000 Quadratmetern für eine Freiflächen-Fotovoltaik-Anlage beantragt, die ebenfalls genehmigt wurde.

Das bereits 2018 vom Gemeinderat beschlossene Konzept, dass der Innenentwicklung in Burtenbach der Vorzug vor neuen Siedlungsflächen gegeben wird, ist nun auf Wunsch des Amtes für ländliche Entwicklung Krumbach ergänzt worden. Grund ist die in Aussicht gestellte staatliche Förderung für die Sanierung und Erneuerung des Bohnacker-Gebäudes samt Außenanlagen, wo, wie berichtet, ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen soll. Mit dem Konzept der Innenentwicklung soll vorrangig durch Brachen, Baulücken und Gebäudeleerstände der Bedarf an Wohn- und Gewerbeflächen gedeckt werden.

Die Ausleihzahlen der Bücherei sind nach einem vorübergehenden Rückgang 2018 im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Der Markt Burtenbach finanziert den Betrieb mit jährlich circa 23000 Euro, die Einnahmen lagen bei circa 4000 Euro. Die Bücherei sei ein „Riesenservice für die Bürger“, sagte Bürgermeister Kempfle und ein wichtiger „weicher Standortfaktor“.

Eine Annahmestelle für Rezepte an einer Arztpraxis in Burtenbach wird es nicht geben. Einen entsprechenden Antrag durch eine Apothekerin in Dinkelscherben wurde von der Apothekerkammer abgelehnt, so Bürgermeister Kempfle, da der Standort zu weit von Burtenbach entfernt sei.

Die Submission für die Sanierung der Burtenbacher Ortsstraße ist abgeschlossen. Die Auftragsvergabe erfolgt im März in nicht öffentlicher Sitzung, informierte der Burtenbacher Bürgermeister Roland Kempfle. Direkt danach könnte die auf eine Zeit von 14 bis 15 Monate geplante Bauphase beginnen.

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