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Insolvenz

18.03.2015

Fast alle Arbeitsplätze bleiben erhalten

Aletshauser Gutmann Maschinenbau GmbH wird von Müller-Gruppe in Bad Wörishofen übernommen

Insolvenzantrag der Aletshauser Firma Gutmann Maschinenbau GmbH: Das kam im vergangenen November für viele überraschend. Gutmann – unter anderem gab es einen Großauftrag für Fassadenverkleidungen des Apple-Firmengebäudes in Kalifornien – galt in der Region als aufstrebende Firma. Das im Januar 2015 formell eröffnete Insolvenzverfahren konnte laut schriftlicher Mitteilung der im Verfahren federführenden Ulmer Kanzlei Anchor Rechtsanwälte nun zu einem guten Ende geführt werden: 62 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Insolvenzverwalter Professor Dr. Martin Hörmann veräußerte den „operativen Geschäftsbetrieb“ der Gutmann Maschinenbau GmbH an die Müller-Gruppe mit Sitz in Bad Wörishofen. Käuferin ist die Gutmann Anlagentechnik GmbH, die zur Unternehmensgruppe Müller gehört.

Der Verkauf des Unternehmens an die Unternehmensgruppe Müller biete, so Hörmann, sowohl den Kunden als auch den Arbeitnehmern des insolventen Betriebs Sicherheit. Er freue sich, dass der gesamte Geschäftsbetrieb und nahezu sämtliche Arbeitsplätze durch die Übertragung erhalten bleiben. Bereits im November hatten Hörmann und sein Team begonnen, mit der Geschäftsführung die Fortführung des Unternehmens sowie langfristige Sanierungsmaßnahmen zu prüfen.

Wie Hörmanns „Mann vor Ort“, Dr. Christian Sußner, im November erläuterte, sei es notwendig gewesen, den Insolvenzantrag zu stellen, weil Lohnzahlungen angestanden seien. Der Geschäftsbetrieb wurde dann im Rahmen des Insolvenzverfahrens fortgeführt. Auch Geschäftsführer Peter Gutmann äußerte sich seinerzeit zuversichtlich zur weiteren Entwicklung des Unternehmens. Gutmann Maschinenbau fertigt hochwertige Präzisionsteile für namhafte Hersteller aus der Automobil-, Anlagen- und Luftfahrtindustrie. Das im Jahr 1963 gegründete Aletshauser Unternehmen beschäftigte laut Mitteilung zuletzt 66 Arbeitnehmer am Standort Aletshausen.

Die Unternehmensgruppe Müller mit Sitz in Bad Wörishofen, bestehend aus der Tricor Packaging & Logistics AG, Transcor Logistics GmbH & Co. KG, Transcor s.r.o. (Tschechien), Tricor Benelux B.V. (Niederlande) und der Siscor d.o.o. (Slowenien) beschäftigt rund 650 Mitarbeiter an neun Standorten und erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 einen „konsolidierten Gruppenumsatz“ von 154,5 Mio. Euro. Die Tricor sei, so heißt es in der Mitteilung, „europäischer Marktführer und Innovationstreiber für Schwerwellpappverpackungen vornehmlich für namhafte Kunden aus der europäischen Automotive-, Chemie- und Investitionsgüterindustrie“.

Über die Herstellung von Verpackungen aus Wellpappe und Multimaterialien hinaus ist Tricor gemeinsam mit Transcor und Siscor Prozess- und Logistikdienstleister rund um die Verpackung. (zg/pb)

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