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Ichenhausen

20.01.2020

Feuerwehr Ichenhausen hatte 2019 so viele Einsätze wie nie zuvor

1000 Stunden waren die Aktiven der Feuerwehr Ichenhausen im vergangenen Jahr im Einsatz.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die Feuerwehr Ichenhausen rückte 2019 insgesamt 164 mal aus, das waren 1000 Stunden mehr als noch im Jahr zuvor. Gefordert waren sie vor allem beim Unwetter im Juli.

Sie hatten reichlich Arbeit im vergangenen Jahr: Die Aktiven der Ichenhauser Feuerwehr leisteten 2019 eine rekordverdächtige Zahl von Einsatzstunden. Doch die Rettungskräfte sind personell hervorragend aufgestellt, wie ihnen der neue Kreisbrandrat bestätigte.

Die technische Ausrüstung wird mit zusätzlichen Fahrzeugen weiter verbessert und die Führungsspitze wurde bei der Generalversammlung durch zwei neuen stellvertretenden Kommandanten verstärkt.

Gerätehaus in Ichenhausen wird erweitert

Als „wichtigste Stütze“ der Ichenhauser Wehr bezeichnete Bürgermeister Robert Strobel die Aktiven. Deren Ausstattung werde weiter aufgestockt, informierte er im vollen Saal des Gasthofs Adler. Auf der Agenda stehen Umbau und Erweiterung des Gerätehauses, dessen Bauantrag auf der Ziellinie sei, die schon erfolgte Aufstellung zweier Fertiggaragen für Ausrüstungen auf dem Feuerwehr-Grundstück sowie die Anschaffung dreier Einsatzfahrzeuge, darunter ein Versorgungs-Lastwagen, der bereits in Dienst gestellt wurde, einen Allrad-Tiguan als Kommandowagen (KDOW) sowie ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF), dass im Herbst geliefert wird.

Zu neuen Stellvertretenden Kommandanten wurden bei Feuerwehr Ichenhausen Alexander Stempfle (Zweiter von links) sowie Thomas Bärreiter (rechts) bestimmt. Das Bild zeigt außerdem Vertreter der Stadt Ichenhausen und der Kreis-Feuerwehr sowie die Geehrten.
Foto: Wolfgang Kahler

Bewährt hat sich laut Strobel die Ausrückegemeinschaft der Stadtteil-Wehren in Autenried, Oxenbronn und Rieden. Sie soll die in Dörfern existierenden Probleme zu geringer Tagesalarmstärke kompensieren. Positiv für die Ichenhauser Wehr wirke sich die Einstellung von Günther Schlögl als Halbtags-Gerätewart aus, sagte der Rathauschef.

70 Einsatzkräfte davon acht Frauen

Kommandant Ralf Berchtold, im Hauptberuf Notfall-Sanitäter und seit 2013 Chef der Löschkräfte, ging in seiner umfangreichen Rückschau auf die Entwicklung der Wehr ein, die bei seinem Start mit 44 Aktiven „eigentlich zu wenige“ aufwies. Mit einem aktuellen Stand von 70 Einsatzkräften, darunter acht Frauen ist die Personallage jetzt deutlich besser.

Dazu kommen acht Jugendliche und eine Nachwuchsmannschaft, die Kinderwehr mit 16 Sechs- bis Zwölfjährigen. Im vergangenen Jahr wurden von den Löschkräften 38 Übungen absolviert, dazu zwei Leistungsprüfungen und eine Gemeinschaftsübung mit Oxenbronn und der Wehr aus Wattenweiler.

Die Zahl der Alarm-Einsätze lag 2019 mit 164, darunter 106 technische Hilfeleistungen und 58 Brandfälle, deutlich über dem sonst üblichen Schnitt von 120 bis 130. So wurden fast 1000 Einsatzstunden mehr als 2018 geleistet, vor allem wegen des Unwetters im Juli. Bei zwei Großbränden in den Nachbargemeinden Bibertal und Kammeltal unterstützten die Ichenhauser Löschkräfte die örtlichen Feuerbekämpfung. Verletzungen der Aktiven waren erfreulicherweise nicht zu beklagen, so Berchtold. (Lesen Sie dazu: )

"Eine aufstrebende Wehr mit großen Zielen"

Die eindrucksvolle Entwicklung stellte Stefan Müller heraus, seit November als Kreisbrandrat im Dienst. „Die Ichenhausener Feuerwehr ist gut aufgestellt“, sagte Müller, sie sei wie eine Art Fliegenfänger, die gute Leute zu sich ziehe, „eine aufstrebende Wehr mit großen Zielen“. Dank vieler Leute aus dem Rettungsdienst – derzeit 13 – habe sie eine „positive Schlagzahl“, sagte Müller.

Als Beispiel nannte er die Lebensrettung eines Autofahrers mit Herzstillstand in Ichenhausen durch den schnellen Einsatz der Löschkräfte noch bevor der Rettungswagen eintraf.

Zwei neue stellvertretende Kommandanten

Bei den Neuwahlen wurde Kommandant Berchtold im Amt bestätigt. Für den bisherigen Stellvertreter Oliver Stritzinger wurden als gleichberechtigte stellvertetende Kommandanten Alexander Stempfle sowie Thomas Bärreiter gewählt. Zum neuen Vertrauensmann der Aktiven bestimmten die Mitglieder Ralf Titze. Über die vielseitigen Aktivitäten des Feuerwehr-Vereins mit seinen 271 Mitgliedern zum Jahresende 2019 berichtete Vorsitzender Alexander Stempfle.

Mit Ralf Titze bekam der Feuerwehrverein einen neuen Schriftführer, da die Vorgängerin ihr Amt aufgab. Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Florian Stocker, Sven und Kai Wolf (25 Jahre) sowie Hans-Joachim Hofmann (40 Jahre) wurden für langjährigen aktiven Dienst geehrt. Führ ihre Treue zum Verein erhielten Theresa Selimi, Roland Lerner, Michael Hammerschmidt, Annemarie Meyer, Johannes Hindelang und Christian Gorzitze (zehn Jahre), Barbara Rausch und Johann Bock (25) sowie Karl-Heinz Schweiger (50) und Herbert Sailer (60) eine Auszeichnung.

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